Zitat von Ema:
Ein Borderliner hat seine Affekte und Emotionen kaum oder gar nicht unter Kontrolle. Sie reißen ihn einfach mit.
Deshalb ist es relativ egal, was er vorher versprochen hat. Er kann es in dem Moment nicht halten. Das Gefühl ist stärker.
Du schreibst selbst, dass sein Verhalten kindisch ist.
Ja, genau das ist es buchstäblich. Ihm stehen in Stresssituationen überwiegend die Strategien und Verhaltensweisen eines Kindes zur Verfügung. Das ist Teil seiner Krankheit. Er kann nicht anders.
Kalt kann er übrigens nur sein, weil du den komplementären Gegenpol einnimmst. (Das ist nicht deine Schuld, das ist das Ergebnis seiner manipulativen Strategien).
Würdest du dich glaubhaft von ihm abwenden, statt vor Angst zu klammern, würde er sehr schnell psychisch zusammenklappen und seinerseits an dir klammern wie ein Häufchen Elend.
Borderline ist eine handfeste Persönlichkeits- und vor allem Bindungsstörung. Dein Mann ist krank.
Und du bist es durch seine Manipulationen, durch die ständige Gefühlsachterbahn, durch seine Stimmungsschwankungen, sein unstetes, unberechenbares Verhalten, den Wechsel zwischen Idealisierung und Abwertungen inzwischen in gewisser Weise auch.
Das hält kein Mensch aus - schon gar nicht über so lange Zeit - ohne selbst gravierend destabilisiert zu werden.
Ich weiß, dass die Wartelisten bei Therapeuten lang sind.
Aber es gibt Akut- und Notfallsprechstunden. Es gibt Möglichkeiten z.B. bei der Caritas oder anderswo.
Es gibt die Möglichkeit, dass du dich als Notfall in eine Klinik einweisen lässt.
Das heißt nicht, dass du in irgendeiner Form verrückt bist. Das heißt nur, dass du dringend Hilfe brauchst.
Deshalb sagte ich, dass du bei der Telefonseelsorge anrufen kannst.
Die haben alle wichtigen Adressen und Anlaufstellen in deiner Nähe zur Hand.
Und scheu dich nicht, jede Hilfe abzunehmen, die du kriegen kannst.
Es ist absolut keine Schande.
Und als langjährige Partnerin eines Borderliners kannst du es dringend brauchen. Das ist keine Bagatelle - auch wenn du aufgrund deiner Persönlichkeitstruktur vermutlich dazu neigst, es zu bagatellisieren.
Ich wünsche dir alles Gute!
Hallo ,
ich hab gestern einen Termin bei einer Psychologin bekommen für Dienstag. Mal sehen wie das wird.
Meine Gedanken kreisen den ganzen Tag um Ihn. Manchmal kommen Flashbacks hoch die ich nicht verstehe. Ich mache mir echt Gedanken darüber ob es für Ihn vielleicht wirklich nur nicht geklappt hat wegen der fehlenden Leidenschaft da es ja schon seit so langer Zeit , seit 2016 eigentlich , keinen wirklichen Streit mehr gegeben hat. Er meinte ja zu mir das würde Ihm unwahrscheinlich fehlen , was ja auch irgendwie so ist. Es liegt wohlmöglich gar nicht mehr am Borderline.
Ich muss dazu sagen , mein Partner ist zusätzlich noch Transsexuell , er lässt sich von Frau zu Mann operieren und hat somit immer ein Problem mit seinem eigenen Körper. Er hat mich nach der 3. Trennung 2016 sehr oft zurückgestoßen , er wollte nichts körperliches da er immer gesagt hat er fühle sich in seinem Körper unwohl , das hat mich zwar sehr verletzt aber ich hatte da Verständnis für Ihn da ich mir nicht im geringsten Vorstellen kann wie es ist so zu sein. Ich hab mich damit irgendwie "arrangiert" und ende letzten Jahres wollte er dann auf einmal wieder mehr , was ich auch mehr oder minder zugelassen habe. Ich bin aber damit irgendwie nicht so ganz klar gekommen und so sah das ganze dann auch aus :-p ...
Hätte ich mich vielleicht in eine Therapie begeben oder wir beide wären in eine Paartherapie gegangen, hätte ich mich wohlmöglich auch wieder richtig einlassen können. Auf der anderen Seite bin ich mir eigentlich fast sicher d. die Zeiten vom nicht wollen seinerseits wiedergekommen wären.
In diesen Zeiten meinte es immer "6" wäre Ihm nicht so wichtig und es kommt auf mehr drauf an.
Ich bin wirklich sehr verwirrt und hinterfrage wirklich ALLES was in der Beziehung war.
Wir haben letztes Jahr ein 2. Mal geheiratet da seine Personendtandsänderung vollzogen war.
Erst vor 3 Monaten hat er gepostet wie glücklich er ist ,mich haben zu dürfen und was für eine tolle Frau ich bin. Und nun nimmt er Gründe für eine Trennung die er selbst hervorgerufen hat.
Ja klar ist fehlende Leidenschaft ein Grund , vor allem wenn Sie schon länger fehlt. Das verstehe ich ja auch allerdings hat er mich doch da auch abgeschoben und wenn er mich wieder dafür benötigt und ich nicht kann , schiebt er mich ab. Ich weiss nicht was ich davon halten soll.
Das nächste ist , er meinte ja , seine Psychologin hatte ihn gesagt das mein Verhalten nicht normal sei weil ich für Ihn Verständnis habe und er sagte mir , er hätte mich kaputt gemacht und ich solle jetzt an mich selber denken und die ganzen Sachen die er mit angetan hat verarbeiten. Also ist er doch irgendwie zur Selbterkentnis gekommen , auch wenn es für mich von jetzt auf gleich ist .
Ich weiss einfach nicht ob das wirklich etwas mit dem Borderline zu tun hat oder für Ihn einfach die Luft draußen ist ?!
Ich hoffe mal das mir die Psychologin irgendwie Tipp's geben kann. Ich kann einfach nichts mehr verstehen , ich habe totale Sehnsucht und jetzt kommt außer Trauer und Wut auch noch Verständnis dafür auf d. er so denkt und Ihm etwas fehlte.
Er meinte ja auch , wir wären beide daran Schuld. Das ist ja auch eigentlich "erwachsen" von Ihm aber irgendwie fühlt es sich so an als wäre ich Schuld weil ich nicht mehr so konnte oder so.
Es verwirrt mich alles total.