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Nach 18 Jahren fremdgehen gebeichtet

ElGatoRojo
Zitat von Yella:
Mir kann ja niemand sagen, was ich jetzt tun soll..die Entscheidung liegt bei mir aber es ist für mich sehr hilfreich hier mal verschiedene und unbefangende Meinungen dazu zu lesen und drüber nachzudenken! Auch das "aufschreiben" meiner Geschichte hat irgendwie auch mal gut getan!

Es ist ja schon einmal insofern gut, dass die Dinge klarer vor Augen sind und du auch von anderen Menschen Urteile über die Vergangenheit erfahren hast, die dir die Richtung weisen können. Nur letztlich ist die Entscheidung zu Einem wohl nötig, wenn du nicht noch weitere Jahre so herumeiern willst. Es ist nicht ungeschehbar zu machen.

x 2 #61


A
Zitat von Yella:
Mir kann ja niemand sagen, was ich

Zitat von Yella:


Liest sich alles etwas zwanghaft. Wenn ich ehrlich sein soll.

Es war wie es war. Du hast jetzt alles Fakten. Jetzt muss du herausfinden, ob das hinter dir lassen WILLST. Die Vergangenheit ist nicht veränderbar.

WILLST Du mit ihm die Zukunft gestalten oder nicht? Ich würde mir an deiner Stelle ne Auszeit nehmen.

x 2 #62


A


Nach 18 Jahren fremdgehen gebeichtet

x 3


Heffalump
Zitat von Yella:
aber er hat mir ja 18 Jahre lang NIE reinen Wein eingeschenkt

Und? Du hast es doch gewusst. Auch 18 Jahre lang.

Wo machst du den Punkt fest, wo du entscheidest, ob du weitere Jahrzehnte leidest, nachträgst und oder vergibst.
Vergessen tut man das nie.

Das werfe ich dir nicht vor. Aber wolltest du SO ein Leben? Lieblos für dich und ihn?

Weil Liebe ist das nicht, was du tust

x 3 #63


aequum
Zitat von Yella:
Mir kann ja niemand sagen, was ich jetzt tun soll..die Entscheidung liegt bei mir aber es ist für mich sehr hilfreich hier mal verschiedene und unbefangende Meinungen dazu zu lesen und drüber nachzudenken!

Du liest dich verbittert, enttäuscht und vor nunmehr über 18 Jahren betrogen.

Du liebst ihn nicht und nach deiner Aussage hast du ihn auch nachdem ihr damals wieder zusammengekommen seid nicht geliebt.

Er hingegen liebt dich, hat jahrelang alles ihm mögliche getan, um ein guter Ehemann und Vater zu sein.

Ich denke, du solltest dich trennen, zumal du nichts für ihn fühlst, geschweigeden liebst.

Das wird ihm offensichtlich sehr weh tun aber letztendlich hat auch er es verdient, für sich eine Partnerin zu finden, die ihn so liebt wie er ist und die ihn glücklich machen wird.

Du hingegen wirst frei von dieser Abneigung deines EM's gegeüber sein und eine Chance haben ein neues und unabhängiges Leben zu führen.

Selbstverständlich werdet ihr dennoch auf der Elternebene weiterhin verbunden bleiben.

x 4 #64


Tobuka
@Yella ich finde auch, dass du dich jetzt endlich entscheiden " musst", möchtest du weiter mit ihm leben, dass heißt ihn so nehmen wie er ist, ihm vertrauen, ihm seine Fehler verzeihen und ihn lieben oder du machst einen klaren Cut und trennst dich, machst evtl. eine Therapie um das alles zu verarbeiten ( solltest du vielleicht eh in Angriff nehmen) und fängst irgendwann an dein Leben wieder zu lieben, zu leben und zu genießen! Ich han das Gefühl, du stehst dir im Moment selbst im Weg!
Alles Gute!

x 1 #65


GarstigeGräte
Zitat von Yella:
wie kann er erwarten, das ich nach all dem wieder zur liebevollen Partnerin werde?

Also, ich finde ja schon, dass dein Mann hätte erwarten können, dass du wieder zur liebevollen Partnerin wirst. Immerhin hast du dich dazu entschlossen, ihn zurück zu nehmen und auch zu heiraten, trotz des Wissens, dass er dich betrogen und in dem Punkt belogen hat.
Er musste er nicht aussprechen, du wusstest es.

Alternativ hättest du ihm ja reinen Wein einschenken können, dass du ihn nur zurück nimmst, um deinem Kind den Vater zu erhalten; er sich aber nicht einbilden bräuchte, dass du deswegen verzeihst.
Oder es eben bei der Trennung belassen.
Die Entscheidung hast du doch selbst getroffen.

Ich finde, du machst es dir ganz schön leicht, wenn du jegliche Verantwortung für dein eigenes Handeln in die Hände deines Mannes legst und deine Verantwortung lapidar mit deinem angeblichen Perfektionismus abtust.
Du lügst dir in die eigene Tasche, so sehe ich das.
Denn du bist doch trotz der -wenn auch späten- Beichte deines Mannes immer noch bei ihm.

x 2 #66


S
@Yella
Zitat:
Erst einmal vielen Dank für Eure Antworten und Schilderungen Eurer Sichtweisen! Manches hat mir geholfen, alles mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen..und manche aufbauenden Worte haben auch sehr gut getan ..

👍

Zitat:
ich merke, das sich bei meinem Thema die Meinungen spalten..dasselbe erlebe ich ja auch in meinem nahen Umfeld..meine Mutter meint, dass man sowas verzeihen müsste..

Müssen tut man nichts.

Und eine Verletzung kann man nicht klein oder weg reden. Sie ist passiert.

Zitat:
meine beste Freundin meint, das kann man nicht verzeihen,

Dass sollte jeder für sich entscheiden.


Zitat:
aber in meiner Situation ist es schwierig weil ja so lange her und so lange zusammen usw.... sie verurteilt seine ewige Lüge absolut

Schau mal hier.
Zitat:
aber hält ihm auch zugute, das er immer sehr fürsorglich und liebevoll mir gegenüber war..



Wenn er dich nicht betrogen hätte wenn du das weg nimmst.


Was würdest du über ihn als Partner , als Vater sagen ?



Zitat:
Mir ist aber noch wichtig zu sagen, dass unsere Kinder niemals auch nur ne Sekunde von diesem Thema etwas mitbekommen haben!

Das direkte Thema nicht, nur die Auswirkung das Vater und Mutter deswegen nicht liebevoll miteinander umgehen wie du es beim ersten Beitrag beschrieben hast.

Kein kuscheln ?
Kein liebevolles miteinander umgehen ?
Alles die kleinen feinen Dinge sind hier gemeint.


Zitat:
Als Eltern haben wir immer gut funktioniert und leider bin ich sehr perfektionistisch, daher hätte ich sowas in der Art sowieso nie zugelassen!

Perfektionismus ist eine traumafolgestörung um die Kontrolle zu haben.

Zitat:
Für unsere Kinder haben wir immer alles gegeben,bzw tun es ja noch immer und sie sind sehr behütet aufgewachsen..

Das beobachten wie Vater und Mutter miteinander umgehen das ist gemeint.

Zitat:
Um auf die Frage von QueenA einzugehen: Ich habe 3 oder 4 Mal mit einer Psychologin über das Thema geredet, weil es mich vor allem im letzten Jahr sehr sehr belastet hat..Anfang 2023 kam ja die "Beichte" und man sagt ja, mit der Zeit heilen die Wunden,

Bei einer traumatischen Erfahrung stimmt das definitiv nicht !

Ein massives Geschehen kann nicht ungeschehen gemacht werden !

Ein Ereignis und ein Gefühl , sind nicht abkoppelbar !

Man lernt aber mit der Zeit damit umzugehen ( wenn der Therapeut das richtige Werkzeug gibt)


Zitat:
aber ich hatte den Eindruck, dass sich dieses Thema bzw dieses Gefühl des Verrats und diese Traurigkeit und vor allem Wut darüber immer stärker in mir manifestiert haben...

Die Problematik hier ist das bis 2023 mit der Beichte gewartet wurde. Und dadurch unterschwellig was gebrodelt hat und nicht zum Abschluss kommt.

Zitat:
Aber um ehrlich zu sein, hat sie mir nicht wirklich weiter geholfen..Ihr Vorschlag war, das ich eine Entspannungstherapie ( Yoga o.ä.) machen könnte gegen dieses Gedankenkarussel...…

Sonst wärst du nicht bei uns gelandet wenn sie gut gewesen wäre.

Wobei Yoga = Körperarbeit bei Traumaenergie die im ( Nerven)System festhängt helfen kann.


Zitat:
mein Problem ist auch mein sogenanntes "overthinking"..das geht in alle Richtungen und jede Möglichkeit wird in jeder Form von mir durchdacht..

Overthinking ist auch eine Folge von traumatischer Erfahrung . Man will die 1000% Sicherheit haben und nichts übersehen weil die „Alarmanlage“ noch an ist.

Zitat:
Was wäre wenn..möglicherweise ist...bla bla ..es hat kein Ende..da kommen dann blöderweise bei mir viele Faktoren zusammen, die das alles bei mir in der Form so heftig ausgelöst haben..

Wie eine Sondereinheit in der Kriegszone die nichts übersehen darf „deine Warzone“.

Zitat:
mein Perfektionismus verbietet es mir dann auch sozusagen diese Ehe weiterzuführen aufgrund der damaligen Geschichte, weil es diese Ehe in meinen Augen, jetzt wo ich die ganze Wahrheit kenne, gar nicht hätte geben sollen,bzw metaphorisch wie ein zerbrochenes Glas aussieht.. es fühlt sich so an, als ob es der Fehler meines Lebens war, ihm wieder diese Chance gegeben zu haben..

Muss jeder manche perfekt sein ?

Muss der Partnerin perfekt sein ?

Bist du perfekt ?

Oder darf eine Person , du , auch mal ein Fehler machen und man kann ihn verzeihen ?

Was passiert wenn man dieses Fehler verzeihen würde wenn du was falsch machst ?

Zitat:
er wusste doch ganz genau, was er tat..denn bevor es bei den beiden damals zum Sex kam, gab es 4 oder 5 Treffen..warum musste er so weit gehen ,das es zum Sex kam? Das sind auch ständig meine Gedanken dazu..

Da müssten wir komplett auf seine Geschichte schauen.

Das weg rennen von der Situation ist damals vermutlich der Fluchtmodus, also auch ein Verhalten was bekannt ist.

Es gibt sogar die Selbstsabotage einer bestehenden Beziehung aus Angst.

Also er hatte soviel Angst vor dem Vater werden das er unbewusst diese Beziehung sabotiert hat.

Ihm scheint aber dieses bewusst geworden zu sein und er hat die Verantwortung angenommen und ist zu dir zurück gekehrt.

Zitat:
Manche haben hier geschrieben, das er quasi irgendwann seine Sünden verbüßt hat eben erst recht durch sein gutes Verhalten als Vater und Ehemann

In der Traumatologie sagt man das schlechte Erfahrungen nur mit gute Erfahrungen überschrieben werden können?

Du reitest 20 Jahre , hast gute Erfahrungen gesammelt , fällst vom Pferd, und da sollte man wieder aufsteigen um die eben gemachte Erfahrung des runter fallens mit der guten Erfahrung des weiter Reitens zu überschreiben.


Zitat:
und er trotz meiner fehlenden Liebe und Zuneigung bei mir geblieben ist..das kann man durchaus so sehen,

Ich denke das er nichts gesagt hat , weil er vieleicht auch Angst hatte dich und die Kinder zu verlieren.

Zitat:
aber er hat mir ja 18 Jahre lang NIE reinen Wein eingeschenkt..also hat er es doch lieber SO in Kauf genommen, Hauptsache ich bleibe..

Ich halte gar nichts davon wenn jemand eine Person betrügt der anderen Person das zu erzählen um sein Gewissen zu erleichtern , weil das eine Person bis zum Lebensende prägen kann.

Und das hat nichts damit zu tun das ich solch Betrüger in Schutz nehmen sondern die die betrogen wurden.


Zitat:
Trotzdem ich zwar selten aber durchaus auch danach fragte, was damals gewesen ist..
also um es direkt auszudrücken: Er hat lieber alles auf einer beschissenen Lüge aufgebaut und aufbauen lassen wohlwissend, das es in meinem Kopf herumspukt, nur um seinen eigenen Ar. zu retten vor lauter Kofliktscheuheit und die Angst mich zu verlieren..

Nicht nur dich ,

Auch die Kinder und alles andere.

Aber auch die Angst dich zu verlieren ist doch eine eindeutige Aussage oder ?

Zitat:
und weil er diese Lüge so hartnäckig aufrecht hielt, war ihm sicher klar, daß sowas schwer zu verzeihen ist und mitunter ist es ja eigentlich das Schlimmste was man einer Frau antun kann, sie in der Schwangerschaft zu besch.n.. manch einer mag das krass finden, aber ich vergleiche das wegen der Schwangerschaft immer so, als ob ich meinen Partner während einer schweren Erkranknung betrügen würde..moralisch ganz unten sowas...

Ihr wart jung und für beide war es eine Ausnahme Situation.

Auch für ihn wird die Situation nicht einfach gewesen sein. Siehe seine Reaktion.

Zitat:
Und für mich kann ich definitiv sagen, dass es sehr sehr wahrscheinlich nicht ganz so an mir nagen würde, wenn er damals aus dem Affekt mit jemand ins Bett gestiegen wäre..sozusagen ungeplant..spontan..ONS eben...aber DAS war ja irgendwie geplant, bzw er musste es ja erwartet haben nach diesen 4 oder 5 Treffen...

Wenn du dich in das Thema der Traumatologie einliest , objektiv , wirst du es bei anderen , anders sehen und verstehen können.

Bei der eigenen Geschichten wird man es nicht sehen können wegen den Emotionen „ wenn verstehen nicht ausreicht“, ist ein Satz aus dem Thema.

Zitat:
Und dann denke ich, wie in meinem vorherigen Bericht erläutert, dass er möglicherweise öfters fremdgegangen sein könnte weil die Hemmschwelle einmal überschritten wurde..man liest oft, das Menschen die einmal untreu waren, und dazu einen miesen moralischen Kompass besitzen ( Schwangere betrügen u dann noch ungeschützt) meistens weiterhin nicht treu sein können...

Dem ist nicht immer so wie du hier lesen wirst.


Zitat:
Gleichzeitig stand mir mein Perfektionismus aber auch damals im Weg,

Seit wann gibt es den den ?

Zitat:
mich aufgrund der Chlamydien und damit verbundenen Tatsache, das er fremdgegangen sein musste, mich zu trennen, weil er der Vater meines Kindes war und ich meinem Kind nicht die Chance auf eine intakte Familie nehmen wollte.. ich wollte ja eine intakte Familie..also kommt da ne ordentliche Portion Selbsthass und Wut auf mich selbst dazu...

Weil du dich falsch entschieden hast ? Oder wie ?

Wut ist wie Gift zu trinken und zu hoffen das der andere stirbt.

Zitat:
Dazu sagte meine Psychologin, das ich nicht so hart zu mir selbst sein soll, weil ich die Entscheidung die ich damals traf ( eine Beziehung mit ihm weiterführen, wenn auch meinerseits lieblos) damals als richtig empfand und dafür heute einstehen muss! Und da ist dann wieder das Problem: Die Entscheidung fühlt sich heute falsch an, weil ich mich selber um eine gute,liebevolle Beziehung mit einem Menschen gebracht habe, bei dem ich nicht ständig das Gefühl habe, er sei es nicht wert..

Wie ist er den wenn es diesen Betrug nicht gegeben hätte ?


Zitat:
und er hat es zugelassen, dass dieser Mist zwischen uns stehen bleibt, bzw diese Frau überhaupt in unser Leben kam..ich weiß, dass das hart klingt, aber so fühlt es sich nun mal an...also er hat sich ja sozusagen selber die Chance auf eine gute Beziehung genommen..wenn er damals ausgepackt hätte, dann hätten sich die Dinge ganz sicher anders entwickelt!




Zitat:
Mit der direkten Konfrontation über die Sache, die er mir angetan hat, wäre ich zu 100% nicht bei ihm geblieben!

Was hält dich jetzt auf die Konsequenzen zu ziehen ?


Zitat:
Aber er hätte dann auch die Chance gehabt, jemand anderes kennenzulernen und ich auch..vor allem wäre es mir gegenüber nur fair gewesen,nachdem er ja schon so unfair war..er hat nach der Geburt unseres Kindes auch deutlich gemerkt, dass ich nicht mehr dieselbe war..er hat sich für sein " Fehlen " in der Schwangerschaft damals auch hundert Mal entschuldigt, aber eben über die wahren Umstände immer gelogen..



Zitat:
er hat Jahr um Jahr immer darum gebeten, dass ich ihm auch mal zeige, das er mir wichtig ist und wir einen liebevollen (mehr Romantik) Umgang miteinander haben sollten

Und das hier sollen die Kinder nicht mitbekommen haben ?


...
Zitat:
auch das fühlt sich im Nachhinein für mich total egoistisch von ihm an..er wollte, dass ich wieder so werde wie vor dem sch. aber er wollte außer "aber schatz ich mach ja alles für dich", nicht für seinen Mist gerade stehen...

Was spricht gegen eine Trennung ?

Ich frage das glaube ich nie , aber hier denke ich steht es schon fest was du möchtest.

Zitat:
Also kurz gesagt:
er liebt mich und tat es auch immer,das weiß ich,

und er wollte mich nicht verlieren..

da hast du ein Partner wie ihn die meisten hier nicht hatten.


Zitat:
Dieser Fehltritt war wirklich ein Fehltritt,
das hat er immer und immer wieder gesagt!
Auch, das sie ihm nichts bedeutete und
er sogar nach dem Sex eine Abneigung gegen diese Frau hatte und
sie nur noch loswerden wollte,
glaub ich ihm auch weil beide ziemlich übereinstimmend dasselbe sagten..
vor allem weil er so klar und deutlich mit ihr Schluss gemacht hat..

Was soll er deiner Meinung nach noch machen ?



Zitat:
aber dennoch konnte er diesen Schritt tun, in einer für mich ( und eigentlich ja auch für ihn)ganz bedeutenden Zeit und hatte einfach keine Eier dafür gerade zustehen..wie kann er erwarten, das ich nach all dem wieder zur liebevollen Partnerin werde? Und die Tatsache, dass er mit dieser ja im Grunde fremden Frau OHNE Verhütung f**** ist einfach widerlich!
..

Nein , nennt man selbstschädigende Verhalten. Und machen Menschen die völlig überfordert sind.

Zitat:
Ob er 22 war oder nicht, letztendlich stört mich einfach der Fakt, dass er sie so oft treffen musste bis zur Vögelei um danach zu merken, das er seine zukünftige Familie möchte..



Zitat:
und jetzt nach so vielen Jahren, stelle ich ihn infrage, so wie er ja scheinbar mich damals...Fakt ist auch, dass ich das Trauma ( wird wohl eins sein, weil ich so dran zu knacken hab) von damals nie wirklich verarbeitet habe..

Vom Verhalten her , war er damals auch in solch Modus.


Zitat:
plötzlich alleine gelassen werden und dann noch diese Chlamydien ect...scheinbar lässt sich sowas nicht ewig wegschieben und irgendwann wird man davon eingeholt...

Die meisten knallt ihr Trauma nach 1-3 Jahren um die Ohren. Manch andere legen den Deckel noch länger drauf, bis er hoch ploppt.

Zitat:
Mir kann ja niemand sagen, was ich jetzt tun soll..die Entscheidung liegt bei mir aber es ist für mich sehr hilfreich hier mal verschiedene und unbefangende Meinungen dazu zu lesen und drüber nachzudenken! Auch das "aufschreiben" meiner Geschichte hat irgendwie auch mal gut getan!

Es gibt den Begriff des therapeutischen Schreibens. Das hilft vielen.


Sich zu trennen oder zu bleiben die Entscheidung kann dir keiner abnehmen und sollte es auch nicht.

x 1 #67


A
Zitat von Yella:
Mir ist aber noch wichtig zu sagen, dass unsere Kinder niemals auch nur ne Sekunde von diesem Thema etwas mitbekommen haben!

Die nächste Lebenslüge mE. Natürlich merken Kinder, dass Mama Papa nicht liebt. Aber mit ihm schläft? Und halten das dann für normal.

Provokante, aber erhellende Frage hier: Verdient er denn gut? Weil ich vermute hier schon die zusätzlichen Moneten für dich für die treibende Kraft des letzten Vierteljahrhunderts. Da jetzt immer noch - oder plötzlich wieder - einen auf Opfer machen ist schon grenzwertig. Du hast ihn um Liebe, Wärme und Zuneigung sehenden Auges in den besten 20 Jahren seines Lebens betrogen. Wie rechtfertigst du denn das - vor dir, ihm, anderen, von mir aus auch Petrus & Co?

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A
Meine Großmutter - genau 1900 geboren - hätte gesagt: DU hast dich schwer versündigt.

Deine Sünde wiegt in meinen Augen viel schwerer als seine. Seine ist seiner Jugend und Überforderung geschuldet über ein paar Wochen - deine einfach nur kalter Berechnung über Jahrzehnte.

Also komm endlich darüber hinweg und schau dann endlich mal auf das, was du verbrochen hast.

#69


A
Ich bin Agnostikerin, aber ich halte das Konzept von „sich selbst versündigt haben“ für einen wirklich sinnstiftenden moralischen Ansatz und Kompass.

Mimimi, der andere hat 1998 das und das getan. Glaubst du nicht, dass du, falls es höhere Mächte geben sollte, für deine Hartherzigkeit und Berechnung über Jahrzehnte dich viel mehr „versündigt“ hast als er wegen der Deppen-Aktion des jungen Buben damals?

Gib ihn frei, verzichte auf die Zusatz-Kohle (?) - dann musst du nicht mehr mit einem dir verhassten Mann in die Kiste steigen - und ihr habt beide nochmal die Chance auf Liebe und Glück. Dann kannst du es in deinem Leben und deinem Karma vielleicht doch nochmal gut machen. Und lebst deinen Kindern auch nicht mehr vor, das Kälte daheim total normal ist. Alles Gute!

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