Hmmm, naja.
Nachdem ich gestern für @Pfeifchen meine Gedanken und meine Grundeinstellung kommuniziert habe, lasse ich diese Konstellation mal auf mich wirken.
Um ehrlich zu sein, kann ich die Gefühle nicht nachempfinden, weil zum einen mein ältester Freund nur noch losen Kontakt hat und auch weil er eine Affäre hatte und letztlich warm gewechselt hat. Meine beste Freundin hat mich nie enttäuscht und war immer (!) für mich da.
Und zum anderen, weil der am ein völlig Fremder war.
Last, weil meine Frau die wesentlichen Punkte von Anfang an kommuniziert hatte.
Ich kann es mir lediglich vorstellen.
Aber dennoch erlaube mir meine Gedanken dazu zu äußern.
Und dazu stelle ich die Frage: was ist das Ziel im Leben? Worum geht es mir?
Für mich persönlich: frei zu sein. Unbeschwert zu sein. Glücklich.
Zufrieden. Wenn ich der einst gehe sagen zu können: ich habe gelebt, und es war gut.
Ich habe in den letzten Jahren gelernt und verstanden, dass da der entscheidende Verantwortliche der Bernhard ist. Von dem hängt ganz viel ab, wie er mit dem Leben umgeht.
In unserer Fortbildung hieß es einmal- jeder ist für sein Gesicht verantwortlich.
Also heißt es doch, dass ich derjenige bin, der Einfluss auf mein Wohlergehen nehmen kann- und muss. Und schon stellt sich für mich die Frage: Ist es wirklich sinnvoll von Sieg oder Niederlage zu sprechen?
Geht es darum, mich zu rächen und mich besser zu fühlen, weil ich mein neues Glück gefunden habe und so eine Traumfrau erwischt habe, wohingegen meine Ex mich nicht nur betrogen hat, sondern das mit meinem ältesten Freund, der aber bei Lichte betrachtet ein armes Würstchen ist, drei Kinder zwei dazugehörige Mamas, die ihn rausgekanntet haben, ein Alk. ist, wo ich hingegen einen ehrlichen Beruf ausübe, mit meinen eigenen Händen ein Haus geschaffen habe für alle meine Lieben? Ich Held!
Oder ist es nicht ausreichend, sich darüber zu freuen, dass es einem doch vergleichsweise gut geht?
Welche Werte möchte ich meinem Kind mitgeben?
Wo liegen meine Anteile am Scheitern? Was macht das mit mir? Kann ich es in Zukunft anders und besser gestalten?
Auch in dieser Situation stelle ich mal die These in den Raum, was es mir bringt, wenn ich mich über andere stelle- kann es das sein, was mich zum wertvollen Axel macht? Oder sind es nicht doch meine inneren Werte, die mich ausmachen, so dass sich eine Frau mir hingibt, mit der ich glücklich bin? Ist es der Axel oder seine Rache der seinen Mann steht und somit dem Sohn mitgibt was es heißt, ein Mann zu sein, Verantwortung zu übernehmen?
Es geht gar nicht darum ein Lämmchen zu sein, was alles klaglos hinnimmt, sondern der Mann, der sich schüttelt und lernt, wie man Limonade herstellt, wenn es Zitronen regnet. In diesem Fall halt zusehen, dass es auch zur räumlichen Trennung kommt, dass meine Zeit mit meinem Sohn erhalten bleibt, dass ich ihm die Dinge beibringe, die ich kann (und glaube nicht dass Väter Null Einfluss haben- ihr Einfluss ist ganz erheblich beim Mann werden! Irgendwann kommt es zum Punkt, wo der Sohn an seinen Vater denkt- im Guten und im Schlechten)
Die Wohnung leer zu kriegen, damit die Pflegekraft einziehen kann. Eine Trennungsvereinbarung aufsetzen, die fair ist.
Kinderbetreuung regeln. Zusehen, dasss ich mich emotional löse- Wut, Hass sind genauso starke Bindungskräfte wie Liebe.
Zusehen, dass mein neues Glück keine Übergangsbeziehung ist, die eigentlich nur von der Dunkelheit ablenkt.
Sondern, dass es ein neues Kapitel in meinem Leben ist, was bei Lichte betrachtet in der Bilanz mich doch zu einem reichen Mann macht und ich dankbar bin, für das was ich habe.