EinsamerWolfFFM
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vor 24 Jahren habe ich meine Frau kennen und lieben gelernt und vor 6 Jahren auch geheiratet. Es waren wirklich 24 tolle Jahre und gemeinsam sind wir durch dick und dünn gegangen. Nur hat es halt nicht geklappt, unseren gemeinsamen Kinderwunsch umzusetzen. Wir sind die letzten 6 Jahre diesen Wunsch verstärkt nachgegangen - leider ohne Erfolg.
Der Tag an dem die Botschaft kam, dass es mit einem gemeinsamen Kind nichts wird, war auch dann der Tag, an dem - im Nachhinein betrachtet - unsere Beziehung letztendlich den Bach richtig runterging.
Meine Frau distanzierte sich von mir, flüchtete in Computerspielen und Onlinekontakten über Spieleplattformen. Darauf angesprochen meinte sie, dass alles in Ordnung ist. Schließlich war es soweit, dass ich zu Hause kaum beachtet wurde. Da dieser Zustand für mich sehr verletztend war, suchte ich nochmal das Gespräch. Aber auch da mauerte sie.
Nach einem Aufenthalt bei einer Freundin in einer anderen Stadt (Online kennengelernt), eröffnete sie mir dann, dass sie nichts mehr für mich empfinden würde. Bumm. Ein Schlag ins Gesicht für mich.
Eine von mir vorgeschlagene Paartherapie wurde direkt abgeblockt. Ein Grund für die Trennung konnte sie mir auch nicht nennen.
Und dann stand ich da. Es ging schneller als ich dachte, da hatte sie schon zwei Wochen später die Sachen gepackt und ist ausgezogen. Und nun sitze ich hier seit einen Monat alleine in der Wohnung. Der Kontakt mit meiner Frau ist auf das Notwendigste beschränkt, aber wir können uns zumindest normal und freundschaftlich miteinander sprechen und alles regeln (soweit so gut).
Eigentlich dürfte es für mich nicht überraschend sein, denn immerhin bestanden die Schwierigkeiten schon vor einem Jahr. Ich bin nicht sauer oder wütend über die Trennung, sondern enttäuscht, dass ein Mensch mit dem ich 24 Jahre zusammen war einfach alles wegschmeißt und nicht zumindest noch ein Versuch unternehmen möchte. auch diese Tal der Tränen zu überwinden.
Hinzu kommen die Selbszweifel und die Frage, was ich hätte anders machen können. (Und ich weiß auch, dass dazu immer zwei gehören in einer Beziehung. )
Nun habe ich mich einen Monat verschlossen. Was mich quält sind die einsamen Wochenenden, denn mein Freundeskreis ist nicht hier in Frankfurt (bin vor einigen Jahren hierhingezogen und einen richtigen Freundeskreis in Frankfurt habe ich irgendwie als schüchterner Mensch nicht aufgebaut)
Wieso ich hier schreibe? Ich musste endlich mal ein paar Gedanken loswerden und hoffe einfach mal, dass hier der eine oder andere mir Hilfestellung geben kann - zur Zeit weiß ich nämlich nicht, wie ich da je wieder rauskomme.
liebe Grüße
Einsamer Wolf
