Liebe SaKa,
beim Lesen Deiner Geschichte hatte ich wirklich Tränen in den Augen, schrecklich, was Du gerade durchmachst.
Schon lange lese ich hier im Forum mit, jetzt habe ich mich auch angemeldet, um Dir antworten zu können.
Dass Du Deinen Exfreund als guten Menschen bezeichnest ist (noch) verständlich nach der kurzen Zeit, die seit der Trennung vergangen ist. Als Außenstehende kann ich diese Ansicht nicht teilen. Sein neues, vermeintliches Glück so öffentlich zu teilen und dies auch der Neuen an seiner Seite in den sozialen Netzwerken zu gestatten ist ganz schön rücksichtslos Dir gegenüber. Und wenn er sagt, er denkt an Dich und möchte Kontakt, ja was glaubt er denn, wie das funktionieren kann? Vielleicht auch noch gemeinsam mit der Neuen mal ins Kino oder in die Kneipe?
Zieh Dich da raus mit Deiner letzten Kraft und brich den Kontakt ab. Mehr Schmerz als jetzt geht ja kaum noch, oder? Tu Dir das nicht an.
Ich kann Dir aber auch Mut machen für die Zukunft: es wird besser, ganz, ganz bestimmt! Ich sag das aus eigener Erfahrung und weiß es auch von Freundinnen. Wenn ich darf, erzähl ich Dir eine besonders niederträchtige Trennung, die einer Freundin widerfahren ist und wir im Freundeskreis waren lange verzweifelt, weil wir dachten, sie kommt nicht darüber hinweg, sie schafft es nicht. 6 Monate Trauer bis zur völligen Selbstaufgabe, nicht essen, nicht schlafen, Niemanden treffen, nichts unternehmen. Nach dieser Zeit plötzlich die Erkenntnis: das ist ja mein Leben, das hier an mir vorbei zieht! Dann ging es langsam aufwärts und heute, 1,5 Jahre später ist sie glücklich (im Moment noch mit sich selbst, aber es gibt einen sehr netten Anwärter, schaun wir mal

)
Die Geschichte dahinter ist schnell erzählt: 7 Jahre Beziehung, die ganz große Liebe, Traumpaar. Traum-Heiratsantrag, Hochzeit geplant, Einladungen raus, jedes Detail liebevoll vorbereitet (er auch!). Tag der Trauung, morgens Standesamt, nachmittags Kirche. Er kommt nicht zum Standesamt. Nicht 10 oder 20 Minuten zu spät, einfach gar nicht. Stattdessen schickt er Ihrer besten Freundin und Trauzeugin eine Nachricht: "Ich kann das nicht".
Hintergrund: er hatte bereits seit 2 Jahren eine Affäre mit einer Kollegin. und nicht den A... in der Hose, reinen Tisch zu machen. Im Gegenteil, er macht den Antrag, beteiligt sich an den Hochzeitsvorbereitungen...Und lässt sie vor dem Standesbeamten und der ganzen Gesellschaft stehen.
Ich habe nie zuvor einen Menschen so leiden sehen wie sie. Aber, liebe SaKa, sie hat es geschafft! und das schaffst Du auch. Lass den Schmerz ruhig raus, Schreien und Weinen hilft. Und lass Deine Freunde an Dich ran, das hilft nämlich auch
Alles Liebe für Dich