whynot60
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Zitat von Hana-Ogi55:Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen ...
Also ich würde das nicht tun, denn das Apfelbäumchen würde nichts mehr haben davon im Falle eines Weltuntergangs. Und woher überhaupt ein Apfelbäumchen nehmen, um es zu pflanzen? Wenn es bereits existiert, brauche ich es ja nicht mehr zu pflanzen.
Luther, oder wer auch immer, war halt auch nur ein Mensch mit natürlicherweise beschränktem Denkvermögen und mangelhaftem Sinnverständnis.
Zitat von Hana-Ogi55:Das Leben ist keine Schnurgerade und jetzt ist es eben gerade äußerst holprig ... doch wir kommen auch wieder in ruhigere Gewässer. Das letzte, was ich aufgebe, wäre meine Hoffnung.
Stimmt, die Lebenswege sind holprige und mit Steinen beworfen. Das kennt wohl jeder. Aber auf die Felsen der himmlischen, zumindest übermenschlichen Götter auf meinen Wegen hätte ich gerne verzichtet.
Was die Hoffnung betrifft, so würde ich Dir empfehlen, einmal bei den alten Griechen nachzulesen, die ja nicht eben die Dümmsten waren. Hoffnung kann, je nach kultureller Landschaft, auch eine Untugend ersten Ranges sein, die Wurst am Stock vor den sehnsüchtigen Augen. Hoffnung ohne Tat ist wie ein gemaltes Apfelbäumchen ohne Wurzeln.
Aber mit der Hoffnung hast Du es natürlich viel leichter als ich mit der Freiheit, die ich auch nie aufgeben wollte. Denn die Hoffnung, worauf immer sie beruhen mag, kann Dir tatsächlich niemand nehmen - außer vielleicht die Realität des Lebens.

