Kathi1103
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entschuldigt bitte, dass ich mich erst jetzt wieder melde, ich brauchte doch etwas Zeit um mich zu sortieren...
Wirklich weiter bin ich leider nicht, ich bin immer noch so ratlos wie zu Beginn.
Also der Tag, an dem er sagte, er braucht eine Pause war der 20.4. ; beendet hat er es am 11.5 und endgültig ausgezogen mit den letzten Sachen ist er am 31.05. Seit dem Tag, an dem er seine letzten Sachen abgeholt hat, inzwischen fast 3 Monate, habe ich absolut nichts mehr gehört. Ich habe mich aber seitdem auch nicht mehr gemeldet, da ich denke, ich habe in der o.g. Zeit alles gemacht und versucht was möglich war und muss mich nicht noch mehr erniedrigen.
Ich verstehe es aber eben alles immer noch nicht, diese ganzen Veränderungen; kein Auto mehr fahren, Kamera verkaufen, Sport Supplements wegwerfen, unsere Beziehung wegwerfen, Greenpeace, kein Zocken mehr,Tee selbst brühen, Nachhaltigkeit, kein Plastik mehr und vor allem die Sache mit Gott und der Kirche.
Ich hatte zwischenzeitlich auch schon den Gedanken, dass er sich evtl in diese Kollegin verliebt hat und sich aus diesem Grund für die Dinge interessiert, die sie interessieren; das wäre zumindest der einzig logische Schluss.
Und die Sache mit dem Heiratsantrag, ich verstehe es einfach nicht, wie kann man jemanden fragen, ob er einen heiratet und dann quasi direkt im Anschluss sitzen lassen.
Das Schlimme ist auch, dass ihm das Ganze nichts auszumachen scheint, er tut so, als würde ich nicht mehr existieren und macht einfach weiter; er scheint mich auch absolut nicht zu vermissen-ich frage mich ernsthaft, wie das geht, wenn man zuvor 5 Jahre jeden Tag mit einem Menschen verbracht hat und dann die Frage der Fragen stellt.
Ich möchte auch einfach nicht nochmal von Vorne anfangen, uns hat soviel verbunden, soviele Jahre und soviele Erlebnisse, eben eine 5-jährige gemeinsame Vergangenheit.
Ich glaube auch nicht, dass ich nochmal so für jemand anderen empfinden kann, für mich stand die ganze Zeit fest, dass ich angekommen bin und das Ganze "fix" ist; es war von Anfang an anders mit ihm als mit Anderen zuvor, einfach unkompliziert, absolutes Vertrauen und es fühlte sich einfach nur Richtig an.
Ich bereue jetzt im Nachhinein soviele Dinge, bzw. wünschte ich, anders gehandelt zu haben oder Dinge anders wahrgenommen zu haben. Ich habe es irgendwann nicht mehr wertgeschätzt, dass er da war und wir haben uns aus den Augen verloren und viel zu wenig zusammen unternommen. Jetzt würde ich mir für diese Möglichkeit beide Beine ausreißen, aber im Nachhinein ist wohl jeder Schlauer.
Ich weiß auch natürlich objektiv betrachtet, dass nicht nur ich Fehler gemacht habe und er genauso daran beteiligt war.
Ich hätte mir einfach ein Gespräch gewünscht, aber das gab es nie. Wer denkt denn bei einem Antrag daran, dass der Andere unzufrieden ist?! Dieses Gespräch oder diese Chance hatte ich aber nie, weil er einfach gegangen ist, ohne uns eine Chance zu geben.
Und in anderen Momenten bin ich einfach nur wütend über Dinge, die er gesagt hat und wie er mich am Ende belogen hat und hingehalten. Er hat anfangs noch unter Tränen beteuert, dass er sich nicht trennen will und das nicht das Ende sei und selbst am Tag des Auszugs sagte er, wer weiß schon, vielleicht stände er in 1-2 Monaten wieder vor der Tür und merke, welch großen Fehler er da begangen hat.
Ich habe auch einfach nur schreckliche Angst vor dem Tag, an dem rauskommt, dass er jemand Neues hat.
Für mich fühlt sich das teilweise immer noch unreal an, ich fühle mich immer noch mit ihm verbunden und habe immer noch diesen winzig kleinen Funken Hoffnung, dass er zur Besinnung kommt.
Ich verstehe einfach nicht, wie das passieren konnte; wie man einen Heiratsantrag macht, sich dann aus dem Staub macht ohne ein einziges Gespräch zuvor und dann zu Gott und dieser skurrilen Kirche findet.
Für mich ist das Ganze einfach immer noch nicht zu Begreifen und ein absolutes Rätsel.