bruce60
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Vor 2 Wochen eröffnete mir meine Partnerin (wir sind im 14.Jahr), dass sie sich "wahrscheinlich verliebt" habe. In den nächsten Tagen musste ich erfahren, dass sie bereits seit 2 Wochen Sex mit dem Mann hatte und es genießt.
Gleichzeitig versicherte sie mir "mich nicht verlieren zu wollen", ich sei "ihr Liebster", sie könne sich nicht vorstellen ohne mich zu sein.
Ihr Wunsch: ich solle diesen Mann kennenlernen, der mir sehr gleiche, wir "könnten Brüder sein", sie wünsche, dass ich mit ihm Schach spiele und geistreiche Gespräche führe, da wir auf einer Wellenlänge lägen, nur sei er eher "Goldmund" und ich eher "Narziss".
Ich ging in eine ziemliche Hölle einsamer Nächte, da ich sie kopfkinomäßig in hemmungsloser Hingabe an diesen Mann sah. Nach 7 Tagen sandte ich ihr einen Abschiedsbrief mit dem Hinweis, ich könne den Weg zu dritt nicht gehen, das bedürfe "toleranterer und offenherzigerer" Partner.
Es folgte ein Brief von ihr, der für mich teils in Andeutungen blieb, Hoffnungen weckte, mich teils ratlos machte und ich sah sie wieder, um mit ihr zu besprechen, was sie meinte. Wieder wollte sie mir diesen Mann anpreisen, mir Einzelheiten über ihn erzählen, ein Treffen mit ihm arrangieren, und sagte, ihre Vorstellung sei, mit uns beiden zu leben, da sei doch nichts dabei, ich sei ein Spießer aus dem vorigen Jahrhundert, wenn ich das nicht könne.
Sie war nett zu mir, nahm mich mit, schlief mit mir, war zärtlich, aber am nächsten Morgen, nachdem wir uns wie zwei Frischverliebte verabschiedet hatten ging sie wieder 2 Tage zu ihm.
Dann wollte sie mich wieder sehen, unbedingt Weihnachten wie bisher mit ihren zwei Kindern (jetzt17 und 19, ich bin ihr Ziehvater seit über 13 Jahren) ihren Eltern, mir... und diesem Mann verbringen, was ich ausschloß. Sie reagierte beleidigt, ließ mich auch nicht zu sich und setzte zum erstenmal in unserer Beziehung Sex als Machtinstrument ein: wenn Du nachgibst, schlaf ich mit Dir... Abgesehen davon, dass mir vor ihr und dem Geruch, denn sie zur Zeit ausströmt ekelt, habe ich das Gefühl, dass ich trotz aller guter Vorsätze, etwas zu retten, nicht mehr kann.
All ihre guten Gefühle und Projektionen widmet sie der neuen Liebe, ich komme mir vor wie der Schatten eines Reliktes, schon gar nicht mehr wahr.
Trotzdem läßt sie nicht los, rief heute wieder an, wollte mich sehen, mit mir ins Kino gehn, als ob nichts wäre. Ich konnte Termine vorschieben und bin bis ans Ende der Woche von der Entscheidung befreit, sie sehen zu können.
Aber in mir reift der Entschluß, dass es keinen Sinn mehr macht. Wenn wir uns sehen, reicht ein Lächeln von ihr, um mich hingegeben zu machen, während ich seit 2 Wochen in einer tiefen Trennungskrise bin, geht es ihr gut und sie genießt den Status der von 2 Männern begehrten Frau. Ich denke, ich sollte sie nicht mehr sehen bis ich meinen Trennungsprozess abgeschlossen habe und es mir nichts mehr ausmacht, mit wem sie ins Bett steigt. Was denkt ihr? Ist das so richtig, oder lohnt es sich noch zu kämpfen weit über die Selbstverleugnung hinaus (es entspricht nicht meiner Natur, eine Frau an meiner Seite zu haben, die andere *beep*). Das dumme ist; ich bin noch nicht wirklich über sie hinweg.
Wie soll ich ihr unentschiedenes Verhalten interpretieren?