Zitat von VictoriaSiempre:Was sollen solche Verallgemeinerungen? Ich z. B. habe meinen Ex nie degradiert, kleingeredet und als faulen Karriere-Typen bezeichnet. Er hat ...
Wann hab ich denn bitte Beispiele aus meinem Umfeld von irgendwelchen Onkeln und ihren Xanthippen gebracht? Ich denke, da verwechselst du mich… ich kenne privat lediglich eine Dame, die mich mal darauf angesprochen hat, warum ich arbeiten will (aber die steht hier nicht zur Debatte und ist weiterhin glücklich mit ihrem Mann verheiratet… hab auch nie behauptet, dass er ein Problem damit hat, dass sie zuhause bleibt).
Ich habe in meinem Beitrag auch nicht völlig verallgemeinert, sondern mich deutlich auf "
hier" (also auf die Aussagen einiger User in
diesem Thread) bezogen.
Auch habe ich nie geschrieben, dass ich direkt wieder Vollzeit gearbeitet habe. Ich hatte erst eine Fortbildung gemacht, bin dann zunächst Stundenweise zur Arbeit gegangen und habe später aufgestockt.
Aber ja, ich habe geschrieben, dass ich froh und dankbar bin, dass mein damaliger Mann unsere Familie zu dieser Zeit finanziell über Wasser gehalten hat, weil das für mich nicht selbstverständlich ist (gibt ja schließlich auch genügend Menschen die eben keine Karriere machen und dann reicht das Geld einfach nicht für mehrere Personen). Meine Aussage zur "Dankbarkeit" hat dann eine Userin so dermaßen getriggert, dass sie ihren Ex
hier komplett abgewertet hat und der Meinung war, sie müsste ihm für gar nichts dankbar sein - was dann wiederum mich getriggert hat…
🙈So oder so, meine Kernaussage war, dass nicht die "Ehe" per se für den beruflichen Nachteil verantwortlich ist, sondern die Tatsache, dass man sich für Kinder entscheiden hat - und es zeitlich nunmal
nicht möglich ist eine "60 Stunden Woche" und "
immer für die Kids dasein" unter einen Hut zu bekommen… wie bereits geschrieben, ohne Kind hätte ich jetzt einen Doktortitel (oder ich hätte alternativ ein Kind, dass zum Großteil nicht von mir erzogen worden wäre) , aber ich bin eben auch nicht Wonder-Woman und habe meine Priorität auf das Kind gesetzt. Das mein Ex uns dann für eine Zwangjährige verlassen hat und anschließend noch nicht einmal Kindesunterhalt zahlen wollte, kenne ich ebenfalls alles nur zu gut aus eigener Erfahrung… hab ja gesagt, für Zugewinn in der Ehe, Versorgungsausgleich und auch mal Wut auf den Ex hab ich vollstes Verständnis.
Es ist lediglich dieser eine Punkt, der sich mir nicht erschließt - der Ehe und dem Ex im Nachhinein die Schuld an dem zeitlichen Dilemma "Karriere versus Kind" zu geben und dann dafür zusätzlich (neben dem Versorgungsausgleich und dem Zugewinn aus der Ehe) eine Entschädigung zu fordern.
Ehe heißt ja nicht automatisch, dass man Kinder bekommen muss und genau so gut kann man Kinder zeugen, ohne verheiratet zu sein. Man wird halt nicht per se durch einen Ring am Finger schwanger, sondern weil man ein Kind zeugen wollte und auch gezeugt hat. Das ist eine freie Entscheidung, unabhängig von einer bestehenden Ehe. Genau so ist es ebenfalls eine freie Entscheidung, das Kind dann auch selbst zu betreuen und eben keine Nanny einzustellen, um selbst auch Karriere zu machen (wobei ich hier niemanden ob seiner Prioritäten bewertet habe).
Es geht mir alleine um die Tatsache, das jeder Mensch nur 24 Stunden pro Tag zur Verfügung hat und jeder Entscheidungen trifft, wie er diese Zeit nutzt (es kann ja zum Beispiel auch niemand Vollzeit als Arzt im KH arbeiten und gleichzeitig von morgens bis abends einen großen Bauernhof bewirtschaften - das liegt doch in der Natur der Sache).
Es dann im Nachhinein als ehelichen Nachteil darzustellen, dass man nicht
alles haben konnte, entzieht sich weiterhin meinem Verständnis und ich finde es auch ein Stück weit anmaßend - die Ehe als Institution und der Ex (egal wie mies die Trennung war oder nicht) sind doch nun wirklich nicht persönlich Schuld daran, dass für mich und alle anderen auf dieser Welt (jetzt meine ich wirklich ganz allgemein ALLE) die Gesetze von Zeit und Raum gelten
😶