Ich frage mich ernsthaft in welcher Welt hier einige leben, denn in meiner Welt ist mir noch kein Mann oder Frau begegnet, der/die frisch von der Schule / Uni gekommen wäre und direkt den Managerposten mit 38 Stunden Woche, 8 Wochen Urlaub im Jahr, einem Dienstwagen, fetten Bonis und der Traumarbeitszeit von 08.00-15.30 Uhr regelrecht hinter her geschmissen bekommen hätte!
Es sei denn er/sie waren oder sind von Beruf Sohn / Tochter

Um die Karriereleiter hinaufsteigen zu können ist nicht nur Zeit, sondern allem voran Präsenz erforderlich. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Akademiker(in) ist oder beim Baumarkt um die Ecke arbeitet. Nicht zu vergessen, diejenigen Menschen die beruflich selbständig (so wie ich) sind!
Selbst als ich noch Angestellte hatte, bestand mein Arbeitstag aus minimum 16-17 Stunden täglich.
Ein Kind wäre zu dem Zeitpunkt undenkbar gewesen, denn so lange hat einfach keine Kita auf.
Das kam dann ein paar Jahre später, als ich kurzeitig dem Angestelltenverhältnis einen Besuch abstattete und es immerhin geschafft hatte, nur noch 12-14 Stunden auf der Uhr und einen Tag frei zu haben

Ich frage mich daher: Was machen dann solche Frauen, die sich einst mit ihren achso tollen Männern sowohl die Finanzen, als auch die Kindererziehung geteilt haben, wenn der Herr dann plötzlich keine Lust mehr auf Kind und Kegel hat ? Oder aber er sich beruflich einfach noch weiter nach oben entwickeln möchte? Wer genau übernimmt in einer solchen Konstellation dann die Kinderbetreuung ausserhalb der Kita-Öffnungszeiten? Denn wie gesagt, nicht jeder arbeitet in einem "nine to five" Job;-)
Oder müssen wir uns (bevor wir uns verlieben) erstmal schauen welche Arbeitszeit ein Mann oder eine Frau haben
😉