Zitat von Landwarrior:Durch die Veränderungen im Scheidungsrecht ist ganz offensichtlich, dass es nicht politisch gewollt ist, dass ein Partner dauerhaft zu Hause bleibt. Jeder sollte sich der Risiken klar sein. Ganz unabhängig ob Mann oder Frau. Wenn man sich dann noch die Statistiken anschaut wie Scheidungsrate, Armutszusammensetzung ...
Ich kann auch nur jeder jungen Frau empfehlen, auch mit Kindern, ein wenig arbeiten zu gehen, soweit es möglich ist.
Mir war es damals leider nicht möglich, wegen fehlender Betreuungsmöglichkeiten und aufgrund der Tatsache, dass mein Mann beruflich teils Monate nicht Zuhause war.
Aber er hat gut verdient. Und später ging es nicht mehr, weil er krank war und ich auch gesundheitlich eingeschränkt und mich um ihn kümmern musste.
Dann ist er mit knapp 50 Jahren verstorben. Und ich stand da (mit 20 bereits verh und schwanger), nur mit der Witwenrente und einem Riesenhaus, das noch nicht abbezahlt war.
Aber es geht immer irgendwie weiter und mir geht es gut, Haus ist inzwischen verkauft, damit stocke ich meine Rente, ich hoffe bis zum Ende, auf.
Damals hatte ich immer ein schlechtes Gewissen, ich fühlte mich minderwertig, weil ich nicht arbeiten gehen konnte.
Ab und an habe ich dann mal kleine Jobs gemacht, bin putzen gegangen, Tagemutter war ich einige Jahre usw.
Aber das hat finanziell nichts für später gebracht.
Jede Frau sollte für sich selber vorsorgen, dringend und sich gut überlegen, ob sie heutzutage überhaupt noch Kinder bekommt.
Mit dem Wissen, welches ich heute habe, hätte ich damals erstmal für mich selber gesorgt und wäre viel egoistischer gewesen.
Heute bin ich mit 57 Rentnerin, alleinstehend, die Kinder sind aus dem Haus und an arbeiten ist gesundheitlich nicht mehr zu denken.
Aber es geht mir gut, ich habe mein Auskommen und will mich nicht beklagen.