Zitat:Liebe morgensonne,
Tapferes "mädchen"!
Oh Saxana, weißt du, wie sehr mir diese Worte nahegegangen sind. Mir kamen die Tränen - es tut so gut, wenn jemand einem Mut zuspricht und bestärkt! Danke dafür!
Ich nehme an, gestern war nicht bloß ein zahnarzttermin.
Nein, Zahnarzttermin hatte ich nicht. Aber ich war auch bei keinem Beratungsgespräch, das wollte ich nach dem Urlaub machen. Ich hatte einen beruflichen Termin mit einem Kunden. Da dieser positiv ausfiel, bedeutet das, daß ich 2 Monate ein schönes Gehalt haben werde.

Ist grade in der jetzigen Situation ja auch sehr wichtig.
Mein vater sagte mal: ich habe ein ganzes haus allein gebaut. Und ich sagte: was meinst du, wer dir zwischenzeitlich dafür den rücken freigehalten hat - mutti! Sie hat uns kinder versorgt, sie hat gekocht, sie hat innen alles aufgeräumt, sie hatte die kohle dafür erarbeitet! Du hättest das haus nieeee bauen können ohne sie!
Genau so ist es! Das spricht mir absolut aus der Seele! Doch die Männer sehen das offenbar nicht! Sie sehen immer nur, was sie geschaffen haben! Daß ich ihm Tag und Nacht die Kinder "vom Hals" gehalten habe - für ihn ist und war das ja immer eine Belastung - sieht er nicht. Daß ich niemanden habe, keine Großeltern, Tanten, wie auch immer, die mich ab und zu unterstützt hätten, sieht er nicht. Daß er alle paar Monate mal ne Woche alleine Urlaub machte, wo ich mit den Kindern zu Hause war, sieht er nicht. Daß er fast jedes Wochenende in den letzten Jahren von Freitag bis Sonntag seinem Hobby nachging und ich auch da zu Hause die Stellung hielt sieht er nicht. Ich hoffe, dein Vater hat es dann eingesehen, als du ihm das sagtest!
Er hat eine verschobene ansicht der dinge. Das kannst du so nicht ändern. Er muss die einsicht und den willen dazu haben! Lass den bloß nicht mit den kids allein!
Ganz genau so ist es! 7 Jahre habe ich alles getan, um ihn zu zeigen, daß es nicht stimmt, wie er das sieht! Jedesmal die Diskussion und am Ende dachte ich jedesmal, ich bin die, die im Irrtum ist. Jedesmal hat er es geschafft, daß ich an mir selbst gezweifelt habe! Als er gestern meinte, er habe ja alles gemacht, was er hätte tun können, damit das nicht passiert wäre, habe ich geantwortet:"Du hättest einfach nur freundlich zu mir sein müssen - mehr habe ich nie verlangt!" Aber er versteht das nicht. Jeden einzelnen Tag in unserer Beziehung diese permanenten Seitenhiebe von ihm. Ich freue mich darauf, wenn er eine neue Freundin hat. Vielleicht sieht er dann, daß ich gar nicht so schlecht war! Vielleicht denkt er noch an meine Worte und ihm fällt auf, daß er die selben Probleme schon wieder hat, welche er mit mir hatte, mit der Freundin davor und mit der davor ebenso. Es ist ja sinnlos mit ihm drüber zu sprechen, denn er streitet ja alles ab. Die Ex-Beziehungen waren ganz anders und diese Probleme hatte er nie. Ja, genau. Ich weiß von anderen, daß es das selbe in dunkelviolett war. Aber würde er das zugeben, müsste er sich ja einen Fehler eingestehen und er ist ja perfekt! Oder besser - das wollte er ständig, daß ich sage:"DU BIST DER BESTE!" Das musste ich ständig, immer wieder sagen. "Wer ist der Beste?" "Duuuuu natürlich - du bist der Beste!" Sein unersättlicher Drang nach Lob - alles musste in den Himmel gehoben werden! Wenn er nur ein Ästchen wo abzwickte, musste ich ewig stehen und sagen, wie toll der ganze Garten nicht gleich in einem neuen Licht erstrahlt! Hast du toll gemacht! Du bist einfach der beste! Und wehe, ich tat das nicht, dann war ich undankbar und wusste es nicht zu würdigen! Ich hab in dieser Zeit oft das ganze Haus auf den Kopf gestellt und geputzt, nebenbei Wäsche gewaschen und mich um die Kinder gekümmert. Aber das war halt. pfff. normal ne. Im Gegenteil, da fand er meistens was zu beanstanden. Genauso wie bei meinem Essen. Das war ihm ja nie gut genug! Wenn er kochte - er, der Meisterkoch - war es Gourmet pur! Mein Essen war immer naja. mit viel Glück grade mal gut genug. Nicht einmal hat ers stehen gelassen, weils nicht gut genug für seinen verwöhnten Gaumen war. Irgendwann - als ich dann fix arbeiten ging - hörte ich auf täglich zu kochen. Da hielt er mir dann immer vor, er bekommt ja nichts zu essen von mir, er ist ja so arm. keiner kümmert sich um ihn. Oh Gott, ich kann es nicht glauben, daß ich mich davon endlich befreit habe! Ich bin so glücklich! Ich bin so erleichtert! Jetzt brauche ich nur schnellstens noch eine Wohnung! Dann wird alles gut!
