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Narzisstischer Partner

Stella31
Zitat von Heffalump:
Wichtig jedoch, in der kindlichen Entwicklung werden im Gehirn Synapsen verbunden, passiert dies jedoch nicht, verkümmert diese Synapse und er wird nie diese nutzen können, fehlt also Empathie, dann bleibt das so

Das stimmt so nicht.
Es ist zwar richtig,dass in der Kindheit wichtige Grundlagen gelegt werden, aber man kann durchaus auch als Erwachsener Empathie lernen.
Zb durch aktives Zuhören, Wahrnehmung schärfen uvm

• x 1 #226


PapaEmeritus
Meiner Meinung nach ist es eh ein Irrtum zu glauben, dass solche Menschen keine Empathie besitzen. Kognitiv funktioniert das oft sehr gut. Die wissen, wie man sich verhalten muss, was man sagen muss etc., nur bei der affektiven Empathie hängt es.

• x 2 #227


A


Narzisstischer Partner

x 3


J
@Stella31 aber geht das tatsächlich bei einem Narzissten? Gefühle werden in der Kindheit abgespalten, wie soll man lernen, diese wieder hervorzuholen, wenn man sie nie leben durfte? Man weiß doch gar nicht, wie es sich richtig anfühlen muss?

• x 1 #228


J
@FoolishHeart aber welche genauen Einflüsse führen zu diesem unterschiedlichen späteren Verhalten? Mein Vater z. B. war ein Psychopath, er hat schlimme Dinge getan. Wieso habe ich mich zu einem Empathen entwickelt? Ich hätte genauso gut seine mir bekannten Muster übernehmen können.

• x 1 #229


Stella31
Zitat von Jessy1607:
aber geht das tatsächlich bei einem Narzissten?

Woher weißt du, ob er Narzisst ist und warum bist du so viel bei ihm anstatt bei dir?

• #230


PapaEmeritus
@Jessy1607

Dass da Gefühle abgespaltet werden, ist eher ein psychoanalytisches Konzept, als eine durch empirische Daten gestützte Theorie. Ist auch schwer zu überprüfen. Man kann ja nicht in die Vergangenheit reisen und schauen, wann und wie der Mensch irgendwas abgespaltet hat.
Und dass man nicht unbedingt so wird, wie seine Eltern, ist auch nix besonderes. Wenn das so wäre, müssten ja alle Menschen exakte Klone ihrer Eltern werden. Und das sieht man ja nicht. Schon Geschwister und sogar Zwillinge sind ja oft in vielen Dingen sehr unterschiedlich. Ich würde dir auch raten, bleib bei dir. Du kannst Menschen nicht ändern, vor allem dann nicht, wenn die absolut kein Problem mit ihrem Verhalten haben. Du kannst nur ändern, wie du damit umgehst. Du kannst die Menschen um dich herum nicht ändern. Du kannst nur die Menschen um dich herum ändern.

• x 2 #231


J
@Stella31 wweil ich verstehen will, warum diese Situation jetzt eingetreten ist, weil ich vielleicht meine Schuldgefühle bremsen möchte und weil die Zeit einfach momentan noch zu kurz Zeit, mich auf mich selbst zu fokussieren. Ich hoffe, ich kann das bald, momentan leider noch nicht. Für einen Narzissmus sprechen alle seine Verhaltensweisen der letzten Jahre, klassisch wie sie beschrieben werden.
@PapaEmeritus normal heißt für mich sozial verträglich.
N hat in der Klassifikationen der Persönlichkeitsstörungen eine eigene ICD-Nummer. Genauso verhält es sich mit anderen Persönlichkeitsstörungen, die eindeutig in ihrer Kausalität den Kindheitserlebnissen zugeordnet wird.

• #232


FoolishHeart
Zitat von Jessy1607:
Wieso habe ich mich zu einem Empathen entwickelt? Ich hätte genauso gut seine mir bekannten Muster übernehmen können.

Deine "Hardware" und dein "Betriebssystem" haben die "Software" so "verarbeitet", dass du dich in die entgegengesetzte "Richtung" entwickelt hast.

Aber Vorsicht: Diese "Erklärung" ist natürlich sehr abstrakt und vereinfacht. Genauso, wie das was ich w.o. beschrieben habe. Verhalten und Verhaltenspsychologie ist ein sehr vielschichtiger Bereich. Zuviele Faktoren spielen zusammen, die unser Verhalten beeinflussen. Daraus folgt ja auch, dass wir in zwei gleichen Situationen völlig unterschiedlich reagieren, nur weil unser "Gegenüber" eine andere Person ist, als in der anderen Situation.

• x 2 #233


Stella31
Zitat von Jessy1607:
wweil ich verstehen will, warum diese Situation jetzt eingetreten ist, weil ich vielleicht meine Schuldgefühle bremsen möchte und weil die Zeit einfach momentan noch zu kurz Zeit, mich auf mich selbst zu fokussieren.

Verstehen wollen kann ich ja nachvollziehen. Aber du schmeißt förmlich mit Fachbegriffen um dich und hörst dich wie seine Ärztin an.
Das ist nicht nur verstehen.
Und auf dich kannst du dich immer konzentrieren. Solange du so viel Zeit damit verbringst, ihn zu analysieren, hast du auch die Zeit, dir über dich Gedanken zu machen und deine Muster zu erkennen

• x 2 #234


J
@PapaEmeritus ja, ich muss mich auf mich fokussieren, momentan gelingt mir das noch überhaupt nicht. Ich bin gerade so verunsichert, was richtig ist und was falsch in meinem Tun und in meinen Gedanken ist. Darf ich fragen, was bei dir bezüglich dieses Themas passiert ist und woher du dieses fundierte Wissen hast?

• x 2 #235


J
@Stella31 du wirst es nicht glauben, aber ich habe tatsächlich psychotherapeutisches und medizinisches Wissen. Nur kann ich es gerade bei mir nicht anwenden.

• x 2 #236


PapaEmeritus
@Jessy1607

Das stimmt so nicht. ICD-Klassifikationssysteme sind rein beschreibend und phänomenologisch. Bei den Kriterien wird keine kausale Ursache verlangt. Da werden feste. beobachtbare Kriterien geprüft wie Dauer, Durchgängigkeit und zB Beeinträchtigung. Da steht nicht "verursacht durch tramatische Erlebnisse in der Kindheit". Und selbst wenn das so wäre, ändert das nix daran, wie ein Mensch sich im Hier und Jetzt verhält. Und Persönlichkeitsstörung bedeutet ganz allgemein (ohne dass man sagt, dass irgendjemand eine Persönlichkeitsstörung hat) nicht, dass da eine normale Persönlichkeit gestört ist oder durch irgendwas "befallen" ist. Bei einer PS gibt es vereinfacht ausgedrückt keine ungestörte Persönlichkeit unter der Störung.
Du musst aber auch garnicht wissen, ob irgendjemand eine PS hat. Immer auf Verhaltensmuster schauen. Das ist oft viel ausagekräftiger, als ewiges Rumrätseln, was jemand ist oder nicht ist. Verhalten ist ja oft das Einzige, was wir im Umgang mit anderen Menschen haben, und damit auch das wichtigste Kriterium.

• x 4 #237


FoolishHeart
Zitat von Jessy1607:
@Stella31 du wirst es nicht glauben, aber ich habe tatsächlich psychotherapeutisches und medizinisches Wissen. Nur kann ich es gerade bei mir nicht anwenden.

Das ist ganz normal. Weil du dich selbst nicht objektiv beurteilen kannst. Aus dem selben Grund sollen Ärzte und Therapeuten nie ihnen nahestehende Personen behandeln... Tröstender Smiley

• x 4 #238


J
@PapaEmeritus richtig, so sagt das auch meine Psychotherapeutin.

• x 1 #239


PapaEmeritus
@Jessy1607

Genau. Eine theoretische Debatte hilft einem nicht weiter. Das mag vielleicht ganz interessant sein, man will vielleicht auch wissen, warum sich jemand verhält, wie er sich verhält (vor allem weil es da ja auch oft eine ganz andere Seite bei der Person gibt), aber die „Bedrohung“ für deine emotionale und psychische Gesundheit ist ja trotzdem real. Im Endeffekt sollte es dir darum gehen, dass es dir besser und irgendwann wieder gut geht. Aber ich weiß, wie sehr man sich nach bestimmten Erlebnissen mit dem Hintergrund beschäftigt, deswegen verstehe ich das.

• x 3 #240


A


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