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Narzisstischer Partner

J
@PapaEmeritus Danke, das ist lieb von dir. Ehrlich gesagt habe ich überhaupt keinen Plan, was ich jetzt mit mir anfangen soll. Ich merke, dass mir der Austausch gut tut. Weinen kann ich leider gar nicht.

• #241


Liv225
Liebe Jessy,
verstehen wollte ich auch. Darum habe ich die Videos dazu geschaut oder was gelesen.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Menschen so sein können.

Wir haben aber erlebt: können sie sehr wohl. Ohne Mitgefühl.
Und taugt man nicht mehr als Energiequelle, dann gegen sie zu nächsten.

Wenn man das erkannt hat, dann sollte man nur noch auf sich schauen.

Ich hätte den Menschen bei mir nie ändern können, Du „Deinen“ auch nicht.
Und wenn Du sagst, Du hast Wissen um das alles, dann lass ihn ziehen.
Und kümmere Dich um Dich.
Auch wenn der Weg dauert.
🫂

• x 4 #242


A


Narzisstischer Partner

x 3


PapaEmeritus
@Jessy1607

Tausch dich ruhig aus, solange dir das gut tut. Irgendwann kommt vielleicht der Punkt, wo du dich garnicht mehr damit befassen möchtest, weil das ganze Thema zu „dunkel“ ist. Ich finds bis heute allgemein ein sehr spannendes Thema, weil das ganze ja nicht offensichtlich ist, und man sich fragt wie das funktioniert. Wirkt ja wie Jekyll und Hyde. Aber am Ende gehts nur darum, selbst wieder glücklich zu sein.

• x 2 #243


P
Hallo @Jessy1607

Tut mir leid, was Du da gerade durchmachst. Ich kann das gut nachempfinden. Ich war zwar nicht mit einer Narzisstin zusammen, aber meine Ex hatte eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung mit Elementen von Borderline aufgrund emotionaler Vernachlässigung und Übergriffen im Familiensystem in der Kindheit. Ja ich denke mittlerweile auch, dass da Züge von Narzissmus dabei waren.

Zitat von Jessy1607:
ich verstehen will, warum diese Situation jetzt eingetreten ist, weil ich vielleicht meine Schuldgefühle bremsen möchte

Du suchst Antworten auf die vielen offenen Fragen, das hatte ich auch. Auch ich hatte Schuldgefühle, weil sie mir am Ende die Schuld für alles gab.
Egal ob nun KPTBS, BL oder Narzissmus, diese Menschen müssen ihrem Partner die Schuld für alles geben, weil sie keinen Selbstwert haben und die Vorstellung, dass sie eine tolle, liebevolle Beziehung sabotiert haben, würde ihr fragiles Ego schlichtweg zertrümmern. Im Prinzip ist es eine Art Überlebensform. Deswegen bist Du an allem Schuld.
Narzissmus entsteht in der Kindheit, entweder durch emotionale Vernachlässigung oder Vergötterung durch die Eltern. Wahrscheinlich kommt auch eine genetische Veranlagung hinzu.

Ein seelisch völlig gesund aufgewachsener Erwachsener wird nicht plötzlich im Alter von 40 oder 50 Jahren aus dem Nichts heraus narzisstisch. Es handelt sich dann entweder um Züge, die schon immer im Verborgenen da waren und getriggert wurden, oder um organische Ursachen im Gehirn.

Manche Menschen tragen narzisstische Veranlagungen jahrzehntelang unbemerkt in sich. Sie wirken angepasst, bis ein Lebensereignis (Trigger) das fragile Selbstwertgefühl bedroht oder belohnt. Das können zB Lebenskrisen sein.
Heilen lassen sich Persönlichkeitsstörungen nicht, maximal therapieren. Es gibt auch Studien, dass die Symptome mit zunehmendem Alter abnehmen. Das heißt aber nicht, dass sie in sich geheilt sind.Ihre innere Psyche ist seit der Kindheit nun mal so programmiert.
Natürlich können sie auch empathisch sein. Sehr sogar. Sie können sehr wohl erkennen, was der Partner denkt oder fühlt. Das ist aber nur kognitiv.

Was ihnen jedoch fehlt, ist emotionale Empathie. Den Schmerz, die Freude im eigenen Körper mitzuempfinden, können sie nicht. Damit können sie auch nicht wirklich lieben, da ihre Liebe keine Objektkonstanz hat. Das heißt, sie können ihren Partner nicht auch dann weiter lieben, wenn der Partner Schwächen hat: Aus den Augen, aus dem Sinn und dem Herzen.
Es ist eher eine infantile Liebe eines Kindes, das seine Mutter liebt. Es liebt die Mutter, weil es die Mutter ist und da ist. Ist sie weg, schlägt das Kind um sich.

In einer gesunden Beziehung weiß die Partner auch dann, dass Ihr Partner sie liebt und wertschätzt, wenn er gerade nicht im Raum ist oder man sich gestritten hat (das ist die emotionale Objektkonstanz). Beim Narzissten fehlt dieses innere Band. Die Liebe oder Zuneigung hält nur so lange, wie die externe Bestätigung und Nähe direkt fließen.

Du musst unbedingt realisieren, dass nichts davon auch nur Deine Schuld ist. Er muss Dir die Schuld geben für das Überleben seines eigenen fragilen Egos.

• x 3 #244


J
@PapaEmeritus ja, sicher wird der Punkt kommen. Ich bin traurig um die Lebenszeit, die vergeudet ist. Man hätte schon viel früher Abstand suchen müssen.

• x 2 #245


PapaEmeritus
@Jessy1607

Ich weiß, was du meinst. Ich weiß auch, wie schwer es ist, sich zu trennen oder zu lösen, und ich kannte den Menschen in meinem Fall „nur“ 3 Jahre. Irgendwann war mir aber klar, dass das alles kein Zufall ist, sondern Absicht oder zumindest zielgerichtetes Verhalten. Der Mensch hat mich ABSICHTLICH schlecht behandelt, selbst wenn ich nix gemacht habe. Und als ich das erste Mal es geschafft hatte, mich zu distanzieren, hat der Mensch versucht, mich in die Dynamik zurückzuziehen, und war dabei nett. Da war mir klar, auch das nette, normale Verhalten ist Teil des Ganzen. Es gibt da keine nette und gute Persönlichkeit, die ich mit noch mehr Empathie, Verständnis, Entgegenkommen etc. erreichen kann. Das war damals für mich ein absoluter Schock, und da bin ich gegangen.

• x 6 #246


J
@PeterN Danke für deine Mühe, die du dir gemacht hast. Ich muss mich erst wieder daran gewöhnen, dass Menschen, die sich gar nicht kennen, füreinander da sind.
Mit Borderline habe ich auch schon Bekanntschaft machen dürfen, PTBS und Borderline hängen ja so eng miteinander zusammen. Bei mir war es mein erster Partner, der Vater meiner Tochter. Das Muster, warum man immer wieder auf diese Menschen reinfällt, habe ich nun mittlerweile erkannt und es entzaubert.
Ich hatte leider eher das Gefühl, dass N mit steigendem Lebensalter bei ihm zugenommen hat oder aber es war meine wachsende Abwehr schuld.
Ich habe ihn noch bis zu seinem Auszug gebeten, eine Therapie zu beginnen, das hat er konsequent abgelehnt. Er ist vor 18 Jahren in mein Haus gezogen, hat hier alles saniert und auf den neuesten Stand gebracht. Er hat alles verloren und wohnt jetzt bei seinen 80 jährigen Eltern. Ich mag es gar nicht aussprechen, ich habe Mitleid.
Allerdings muss ich aufpassen, dass er mich in seiner verzerrten Wahrnehmung öffentlich nicht als Monster darstellt. Er hat den Schlüssel vom Briefkasten einbehalten. Das rechterfertigt für ihn, mich weiter zu kontrollieren und immer mal wieder aufzutauchen.

• x 2 #247


P
Zitat von PapaEmeritus:
Es gibt da keine nette und gute Persönlichkeit, die ich mit noch mehr Empathie, Verständnis, Entgegenkommen etc. erreichen kann.

Genau so ist es. Du kannst ihn niemals nie gesund lieben und er kann sich nicht gesund lieben, um Dich wahrhaftig zu lieben

• x 2 #248


P
Zitat von Jessy1607:
Ich habe ihn noch bis zu seinem Auszug gebeten, eine Therapie zu beginnen, das hat er konsequent abgelehnt

Würde er Dich aufrichtig lieben, würde er Deine Kritik ernst nehmen und an sich arbeiten.
Aber Du kannst keine Einsicht verlangen, da er sich eingestehen müsste, dass er ein massives Problem hat.
Deswegen ist da auch keine Besserung in Sicht, denn das würde jahrelange Therapie bedeuten um sich mit seiner Störung auseinanderzusetzen.
Da ist es einfacher, Dir die Schuld zu geben.

• x 4 #249


PapaEmeritus
@PeterN

Ein interessanter Punkt ist auch, dass Therapie manche Strukturen sogar noch schlimmer macht. Der Mensch lernt dann die Sprache der Emotion. Er kann noch besser Reue vortäuschen, noch besser Empathie spiegeln, er weiß noch besser, wie er sich verhalten muss usw. Das ist tatsächlich ein bekanntes Phänomen. Das, was man im privaten erlebt, das zB nie eine gemeinsame Ebene zugelassen wird, sieht man auch bei bestimmten Mustern unter klinischen Bedingungen. Ohne zu sagen, dass wir es hier mit sowas zu tun haben. Ich fand diese Erkenntnis nur sehr interessant.

• x 2 #250


Stella31
Zitat von Jessy1607:
Er hat den Schlüssel vom Briefkasten einbehalten. Das rechterfertigt für ihn, mich weiter zu kontrollieren und immer mal wieder aufzutauchen.

Kauf einen neuen Briefkasten!

• x 1 #251


J
@PapaEmeritus sehr interessant, das habe ich auch noch nie gehört.
@PapaEmeritus ja das kenne ich auch alles. Wie lange liegt das bei dir zurück?

• #252


P
Zitat von PapaEmeritus:
Der Mensch lernt dann die Sprache der Emotion. Er kann noch besser Reue vortäuschen, noch besser Empathie spiegeln, er weiß noch besser, wie er sich verhalten muss usw

Das kann ich bestätigen. Sie übernehmen auch die Fachbegriffe, um damit dem Partner angebliche Probleme einzureden.
Schlimmer noch: Meine Ex, 25 Jahre in Therapie ohne sichtbare Erfolge, hat mir am Ende sogar dargelegt, selbst in Therapie zu gehen, nachdem sie meinte, überraschend geheilt und neu geboren zu sein.
Sie spielen perfekt ihre Opferrolle.

• x 3 #253


J
@Stella31 er hat den Schlüssel nicht einbehalten, um mich zu schädigen. Er hat einen Vorwand, weiter Kontrolle auszuüben.

• #254


Stella31
Zitat von Jessy1607:
er hat den Schlüssel nicht einbehalten, um mich zu schädigen. Er hat einen Vorwand, weiter Kontrolle auszuüben.

Und das kannst und solltest du unterbinden

• x 1 #255


A


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