Nochmal danke an alle die mir hier wirklich weiter geholfen haben auf den richtigen Weg zu kommen. Ihr habt mir tatsächlich die Kraft gegeben, dass ich nächste Schritte bei meinen Problemen angehen will.
Sprich Therapie und weitere Untersuchungen durch Urologen etc.
Heute Morgen hatte ich tatsächlich einen "Rückfall". Habe meine Ex wahnsinnig vermisst, obwohl mein Verstand eigentlich was anderes sagt. Zum Glück meldete sich eine alte Freundin, die ich seit 30 Jahren kenne und wir verbrachten den Tag mit ausgiebigen Gesprächen. Sie ist gerade in einer ähnlichen Situation, hat gerade ihre Scheidung hinter sich, die ziemlich übel abgelaufen ist.
Auch wenn mir immer wieder Hass gegen meine Ex unterstellt wird. Nein, ich hasse sie nicht, eher im Gegenteil. Ich wünsche ihr tatsächlich, dass sie irgendwann jemanden findet der besser zu ihr passt und hasse momentan eher das Schicksal, das uns zueinander geführt hat, da wir uns gegenseitig nicht gut taten und wir auf der Suche nach einem besseren Leben nun beide noch mehr traumatische Erlebnisse mit uns tragen, die wir gegenseitig verursacht haben. Mich haben die zwei Jahre Beziehung eher zurückgeworfen und ich denke sie auch.
Nicht nur, dass wir uns mit unseren Problemen stets gegenseitig triggerten. Unsere Interessen hatten auch zu wenige Schnittmengen und ein großer Teil meiner Interessen war für sie noch dazu ein rotes Tuch, da sie diese an schwierige Ex-Beziehungen erinnerten. Ich bin z.B. bekennender nerd, sie verbindet Handy, Soziale Medien etc. fast ausschliesslich mit Fremdgehen. Ich habe versucht meine das betreffenden Hobbies auf ein Minimum zu beschränken, aber das konnte nicht genügen, aufgrund ihrer dadurch entstandenen Traumatas. Ich wollte ungern komplett darauf verzichten, da es mir auch Kontaktmöglichkeiten zu Menschen bietet, die ich sonst nicht hätte, z.B. eine alte Schulfreundin, die mir am Herzen liegt und mittlerweile in der Türkei lebt.
Ja, ich war anfangs noch sehr von Wut und Enttäuschung geleitet, um die Beziehung beenden zu können. Ich denke das ist nahezu normal am Anfang einer schwierigen Trennung. Wahnsinnig verletzt bin ich immer noch, gebe aber nicht ihr die Schuld, sondern den Umständen die uns beiden zu schwierigen Persönlichkeiten gemacht haben.Wütend war ich, da ich immer noch den Wunsch hatte mit ihr im Frieden auseinander zu gehen und die Hoffnung hegte, dass wir uns als Freunde vielleicht besser helfen können, als als Paar, da wir so blöd es klingt, doch beide die Macken des anderen gut kennen. Ich wünsche auch ihr, dass sie an sich selbst arbeitet, sehe aber die Gefahr, dass sie sich wieder nur in meine Fehler verrennt, bzw. noch welche hinzudichtet, was sie in ihren letzten Nachrichten ja auch getan hat. Und das, um sich selbst nicht die Frage stellen zu müssen, was sie selbst an sich ändern kann. Das ist jetzt nicht als Vorwurf gemeint, sondern eine tatsächliche Sorge die ich für sie habe.
Sie hatte bereits eine Therapie vor Jahren, die sich aber ausschliesslich damit beschäftigt hat ihr Selbstbewusstsein zu stärken, was leider nur zum Teil geklappt hat. Was zu dem Zeitpunkt auch wichtig und richtig war. Ich denke aber sie benötigt, genau wie ich auch, eine Hilfe die ihr zeigt was man an sich selbst ändern sollte, um Glück im Leben zu finden. Denn momentan konzentriert sie sich, genauso wie ich es getan habe, darauf einen Partner zu finden, der einem aus dem Sumpf hilft. Und das kann kein Partner leisten und sollte es auch nicht müssen. Zumindest nicht in dem Maße, wir wir es gebraucht hätten.
Was mich angeht denke ich schon, dass ich die Fähigkeit zur Selbstreflexion besitze. Ich habe allerdings auch Schwächen die mich immer wieder von einem erfolgreichen Lösungsweg ablenken und meine eigenen Ziele vergessen lassen. Und da brauche ich tatsächlich immer mal den freundlichen den Tritt in den Allerwertesten. Den habe ich hier zum Glück von den meisten bekommen.
Momentan will ich mich erstmal auf das Thema der Selbstfindung konzentrieren und erst in zweiter Priorität um mein Pot***problem kümmern, was ich aber auch nicht vernachlässigen möchte, da beides ineinander greift.
Und auch wenn ich natürlich den Wunsch nach Geborgenheit hege, vor allem nachdem ich endlich erste Erfahrungen sammeln konnte mich ein wenig fallen zu lassen und selbst Zärtlichkeiten und Nähe zu suchen, so ist es besser, wenn ich diese gedanken aktuell weit zur Seite schiebe, da sie wieder nur Selbstmitleid erzeugen würden.
Als ich diesen Thread startete wusste ich noch nicht genau wieso, mein Unterbewußtsein sagte aber mach das! Heute weiß ich wieso und bin dankbar für diese Entscheidung, da ich denke endlich auf dem richtigen Weg zu sein.
Danke für's Ar***treten.
