Schön, dass sich hier noch zwei gefunden haben.

Ich möchte nur kurz und knapp noch auf ein paar Fragen eingehen.
Warum habe ich nicht vor Jahrzehnten mit einer Thgerapie begonnen? Ganz einfach, weil mir erst seit ca. 4 Jahren bewusst ist, dass mit mir selbst etwas nicht stimmt. Vorher verdrängt, nicht wahrgenommen, keinen Blick für Lösungsansätze der eigenen Situation gesehen. Erster Versuch zu einer Therapie wurde abgeschmettert, wie ich bereits schrieb. Zweiter Versuch durch Corona und Skepsis, onb dies der richtige Weg ist eingeschlafen (die Skepsis spielt immer noch mit). Oft mit meiner Ex-Freundin diskuiert, die Erfahrungen diesbezüglich hatte und erstmal beiseite geschoben, da wir teils dachten wir könnten da auch so Fortschritte machen, was auch ne Weile funktioniert hat.
Warum habe ich in meiner beruflichen Situation nichts unternommen? Das habe ich so weit es ging und da mir der Job ursprünglich Spaß machte, habe ich natürlich versucht ihn zu erhalten. Sich einen neuen Job zu suchen war in meiner Branche mit 40 Jahren alles andere als einfach, zudem wenig Jobangebote zu der Zeit. Zudem fühlte ich mich verantwortlich für meine Frau, da ich nunmal auch der Hauptverdiener war. Folglich auch Existenzangst.
Warum klinge ich teils wenig selbstkritisch, sicherlich teils verworren und widersprüchlich? Weil ich es nunmal zur Zeit bin, da gerade wieder alles auf mich eingebrochen ist und ich mich wieder ganz am Anfang befinde. Wusste nicht mehr was ich wirklich erreicht hatte und was schlimmer geworden ist. Und genau da wollte ich wieder auf den richtigen Weg. Deshalb die spontane Entscheidung sich hier anzumelden, was auch die richtige Entscheidung war.
Ein Mensch der klar weiß was er will, was er tun sollte etc. der wird sich hier wohl kaum anmelden. Wer sich in einer Situation wie ich befindet, der wird auch kaum innerhalb weniger Tage die 180°-Wende hinlegen und zum weisen Philosophen werden. Der wird langsam einen Fuß vor den anderen setzen, um voranzukommen. Hin und wieder auch fallen, wieder aufstehen und auch mal nen Schritt zurücktorkeln. Es wird noch ein schwerer Weg werden, aber ich will ihn endlich wieder gehen.
Und ich lass noch mal den Nerd raushängen und zietiere Captain Kirk zu Spock: "Wer sagt, dass Menschen logisch sind?"
