Anna_A
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bitte entschuldigt, dass ich etwas abgetaucht bin.
Die letzten zwei Wochen waren sehr herausfordernd. Ich war bei meinen Eltern, habe mich ein wenig aufpäppeln lassen. Diese ganze Geschichte hat mich extrem aufgewühlt und mich quasi in die Trennungsphase des letzten Jahres zurückgeworfen. Dieses Wochenende ging es schon wieder etwas besser, aber heute Abend ist es wieder schlimm.
Zitat von LillyP:Kopf hochhalten ist manchmal gar nicht so einfach.
Nein, es ist nicht einfach. Vor allem in der aktuellen Corona-Situation nicht. Letztes Jahr konnte man noch einige Dinge unternehmen, dieses mal ist es anders.
Zitat von LillyP:Mute dir nicht zuviel zu, am besten nicht zuviel grübeln, bei den Gedanken etwas anderes tun, den Raum wechseln, raus an die frische Luft. Du weißt es ja auch nicht.
Zitat von LillyP:Wer sehenden Auges in sein Unglück rennen möchte, bitte. Für mich wäre das kein potentieller Partner.
Du hast Recht, ich weiß es nicht, aber warum sollte er sonst das zweite mal zu ihr gehen? Mich das zweite mal für sie eintauschen?
Ich weiß, dass mich diese Gedanken nicht weiter bringen. Am Freitag hat ein guter Freund mir auch den Kopf dahingehend gewaschen, dass ich mich nicht mit diesen Dingen auseinandersetzen darf und mich stattdessen mit mir beschäftigen muss. Aber es fällt mir so so schwer, die Gedanken zu stoppen. Wenn das Kopfkino einmal losgegangen ist, kann ich es kaum steuern. Ich weiß, dass die beiden sich regelmäßig sehen und ich bin tief traurig darüber. Sogar eifersüchtig werde ich...
Liebe @lillyp, was macht dich sicher, dass sie in ihr Unglück rennt?
Zitat von Heffalump:Wenn Runde eins unbefriedigend für beide endete, und man sich trotz besseren Wissen aufmacht in Runde zwei, sollte man zu zweit aktiv daran arbeiten, Fehler aus Runde eins nicht zu wiederholen. Vertrauensvorschuss, Lovebombingbonus, Future faking, alles Dinge, die nicht zum erhofften Ziel führen, denn irgendwie blieb es in der zweiten Runde dann doch bei der Weiterführung von Beziehung 1.0 - und die endete tragisch.
Wie sollte dann das Revival enden?
Ich habe auf ein Happy End gehofft...ich dachte, es braucht Gespräche, schonungslose Ehrlichkeit (habe ich oft gefordert), Kommunikation, Verständnis etc. Die Dinge, die von meiner Seite aus letztes Jahr schief liefen - z. B. dass ich mich eingeigelt habe - habe ich bearbeitet, aber gleichzeitig auch über die Dinge reflektiert, die mich in der Beziehung gestört haben und sie benannt. Während der Beziehung habe ich über zwei, drei Dinge hinweg gesehen, weil der Rest für mich stimmig war und die positiven Eigenschaften meines Ex die für mich teils unpassenden Aspekte überwogen haben. Jeder hat doch seine Fehler und Macken. Dadurch, dass ich an mir gearbeitet und mich weiterentwickelt habe, habe ich das irgendwie auch von ihm erwartet...etwas mehr Paarzeit einräumen z. B.
Wir haben letztes Jahr vor der Trennung nicht (mehr) richtig miteinander kommuniziert. Das wollte ich ändern bzw. besser machen. Über Wünsche und Bedürfnisse sprechen. Aber vor allem auch durch das häppchenweise Betrugsgeständnis war ich auch nicht mehr wirklich empfänglich. Im Nachhinein betrachtet war ich der Auffassung, dass er es mir schuldet - ich habe behoben, was ihn gestört hatte und wollte, dass er sich nun auch bewegt und behebt, was mich stört. Oder zumindest Kompromisse sucht.
Wenn ich aber z. B. sagte, dass ich mir künftig einen gemeinsamen Tag am Wochenende wünsche (ob Freitag, Samstag oder Sonntag war mir egal), kam es bei ihm so an, dass ich ihn mit einer konkreten Verabredung einschränken möchte. Wenn ich äußerte, dass ich mich im letzten Jahr als zweite Wahl fühlte, weil alles andere spannender war, war seine Reaktion, dass er mich nicht als zweite Wahl empfunden habe und mir dann wohl einfach nicht geben könne, was ich brauche/erwarte.
Ich habe es doch aber so empfunden und ihm auch aufgezeigt, was es für mich besser machen könnte...
Zitat von Heffalump:Sag mir, was war dein Wunsch bei Runde zwei? Was er schon am Ende von Runde eins nicht liefern konnte, wie sollte er dies dann bei der zweiten Runde Geisterbahn tun können?
Mein Wunsch war, das besser zu machen, was wir letztes Jahr nicht geschafft haben und wieder ein Team zu werden. Er sagte mir, er würde sich zu allem committen, er wisse jetzt, was wichtig ist und das sei ich. Er würde sich allem stellen und alles für uns tun...das hielt aber nur bis zu dem Betrugsgeständnis und bis er erkannte, wie tief verletzt ich wirklich war/bin. Aber ich meine...Hochzeitsabsage, Trennung, direkt eine Neue, dann kam auch noch Betrug dazu. Wie hätte ich weniger verletzt sein können...
Zitat von Heffalump:Du kennst alle Untiefen eurer Beziehung, dies wird auch deine Nachfolgerin erleben dürfen. Wird auch hadern mit sich, warum über ihre Grenzen hinaus agiert wird. Kann das Liebe sein? Oder ein kleiner Schuss Abhängigkeit von Mr. Right?
Vielleicht hat sie ja andere Grenzen und die beiden passen einfach besser zusammen. Vielleicht sieht er sie mehr auf Augenhöhe als mich. Sein letztes Bild von mir ist das einer vorwurfsvollen, verletzten, traurigen Frau ohne Selbstwert, weinend, ängstlich, doch wieder abhängig von ihm und seinen Gefühlsschwankungen.
Ich dachte, ich kämpfe nach dem Betrugsgeständnis, aber eigentlich wurde ich immer kleiner und jämmerlicher, stellte Forderungen, nur um mich wieder mächtiger fühlen zu können und war noch enttäuschter, als sie unerfüllt blieben. Ging ihm nach, wenn er sich zurückzog, statt stark zu sein.
Zitat von Heffalump:Willst du das so sehen? Du gibst dir die Schuld für sein Scheitern, für sein Unehrlich sein? Warum tust du das?
Du bist kein Lückenfüller. Kein Übergang zu
Zitat von Heffalump:wieder an Sie gedacht, sondern zweigleisig gefahren, mit einem etwas zeitlich beschränkten Aufenthalt an unbeschränkten Bahnübergang.
Aber so ist es doch, oder? Er hat mich gebraucht und benutzt, um mit mir abschließen zu können und sich bereit zu machen für das Neue.
Teilweise habe ich auch das Gefühl, ich habe die Ereignisse heraufbeschworen. Durch meine Angst vor dem Aufeinandertreffen mit der anderen am Golfplatz z. B. hat es sich vielleicht erst so erfüllt. Wo war mein Selbstbewusstsein?
Ich hoffe, ihr habe einen schönen Abend!
Liebe Grüße
Anna
