PizzaPeperoni
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Zitat von LeTigre:Das habe ich auch immer gesagt. Tatsächlich ist es aber so, und da waren wir uns schnell einig, dass WENN man in diese Situation kommt, man wie ein Reh im Scheinwerferlicht ist.
Auf jeden Fall. Das muss man wirklich erstmal verstehen.
Die Ohnmacht die teilweise in solchen Situationen in einer Frau ausgelöst wird, oder die Muster, die gern mal auftreten, an der eigenen Wahrnehmung zu zweifeln, oder das „gefallen wollen“, dabei die eigenen Grenzen ignorieren, aufgrund tiefer Ängste und Traumata.
Das habe ich vor längerer Zeit auch gelernt, bei einigen vertrauensvollen Gesprächen, mit betroffenen Frauen, die ich hatte, als ich einer Beschäftigung nachging, die ich neben meinem regulären Job machte. (Ua. Deeskalation- oder Selbstverteidigungskurse auf Seminaren zb für Auszubildende in jeder Altersklasse, FSJler, die in der Regel etwas jünger waren usw)
Das ist schon eine Weile her, aber da war ich an den verschiedensten Orten, meist eine Woche lang zusammen mit den unterschiedlichsten Menschen und vielen Frauen, wodurch ich so einiges erfahren konnte, dadurch das so einige Gespräche entstanden sind.
Da ist mir persönlich auch oft aufgefallen, um nochmal auf die Sache mit dem „gefallen wollen“ zurückzukommen, als Beispiel, dass das auch oft der Fall ist bei Damen, die in ihrer Prägungsphase als Kind, Missbrauchserfahrungen gemacht haben. Nun, ich bin kein Psychologe und man mag mich gern korrigieren, aber ich vermute, dass es eben ein Muster ist, das schwer zu durchbrechen ist, eben weil es in der Kindheit geprägt hat und dadurch der Kopf getäuscht wird, so nach dem Motto „wenn du brav bist, dann gefällst du mir und das ist völlig normal was dir hier gerade passiert“. Etwas Vertrautes im Gehirn, nichts positiv vertrautes, aber eben etwas vertrautes, da es eben schon in der Prägung auftrat und sich das wie ein roter Faden ziehen KANN, wodurch diese Frauen, oft an die selben Männer geraten, die ebenfalls ähnliche Muster erfüllen. So wie hier deutlich zu erkennen, die Parallelen zwischen Onkel und Exfreund der Te, was ich jetzt nicht näher erläutern will, da ich keine schlechten Erinnerungen hervorrufen möchte.
Wie soll eine Frau, die das schon als Kind erlebt hat, dann aber ohne Hilfe wissen, dass dieses „vertraute“ Muster, etwas massiv schädigendes ist? Also wissen schon, aber wie soll sie wissen, wie sie aus diesem Kreis ausbricht? Da kommt dann ein Mann, der erstmal lieb wirkt, gut manipulieren kann und dann Dinge macht, wie der Ex der Te, die dann währenddessen in ihrem Handeln ohnmächtig agiert, denn wenn sie sich jetzt wehrt, dann gefällt sie diesem „lieben“ Mann nicht mehr, oder sie enttäuscht ihn, denn schließlich ist er ja ein lieber Kerl (nicht).
Aber vielleicht möchte man in so einer Situation ja auch dann den liebevollen Charakter des Partners glauben und täuscht sich selbst, als Strategie des Eigenschutzes. Nach dem Motto: „Das kann nicht sein, dass er so ein Widerling ist. Ich will nicht das mir sowas schon wieder passiert, deswegen kann das gar nicht sein.“. Wieder Ohnmacht, dazu Selbsttäuschung, durch die eigenen innerlich verankerten Ängste. Man lässt es über sich ergehen, denn er ist ja ein lieber Mensch, dem man gefallen will, der nicht so sein kann, weil es einen dann erschüttern könnte.
So viel zu meiner Theorie. Aber wie gesagt, ich bin kein Psychologe, aber sehr offen und direkt mit meinen Gedanken und möchte mit meinen Annahmen keine Grenzen überschreiten, deswegen kann Frau mir jederzeit Parole bieten, sollte ich etwas blödes gesagt haben, oder etwas was völlig falsch ist. Ich versuche gern alles mögliche zu verstehen und mache mir dann meine Gedanken dazu. Werde aber auch gern korrigiert, denn nur so kann man etwas verstehen.
Aber ja, ich finde es auch, wie gesagt, wirklich super, dass die Te hier die Reißleine gezogen hat und das erkannt hat. Das ist so ein wichtiger, guter und großer und auch positiver Schritt für sich selbst. Meinen Respekt hat sie dafür!