Sandy85
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ich bin neu hier und melde mich das erste mal mit einem Beziehungsproblem zu Wort. Bin gerade ein wenig gegen die Wand gefahren, traurig und angefressen zu gleich. Ich erhoffe mir hier, einen möglichen Perspektivwechsel, da ich ein wenig ratlos bin.
Ich (38) habe vor ein paar Monaten einen neuen Mann (39) kennen gelernt. Wir wohnen eine Stunde weit auseinander. Er hat zwei Kids (6 und
Nun war es so, dass wir immer recht viel/regelmäßig über den Tag per WhatsApp geschrieben und auch oft abends telefoniert haben. Auch wenn er die Kinder am Wochenende hatte oder unter der Woche. Dieses Schreibverhalten ist die letzten Woche zurückgegangen - klar irgendwann kommt es auch wieder zu einer Routine.
Naja, ich war jedenfalls die Woche bei ihm gewesen und er ist dann morgens zur Arbeit und ich habe dann etwas später die Wohnung verlassen, um nach Hause zu fahren. Als kleinen Gedanken habe ich ihm auf dem Schlafzimmerkissen eine Kleinigkeit (Schoki) hinterlassen. An diesem Tag hatte er die Kinder nachmittags zu Hause. Während der Arbeit haben wir noch etwas geschrieben und dann herrschte Funkstille bis abends, wir waren abends zum Telefonieren verabredet. Da fragte ich ihn dann, ob er schon im Schlafzimmer gewesen wäre und er erzählte mir, dass die Kinder zuerst drin waren und die Kleinigkeit entdeckt hätten und naja, letztlich ist das Betthupferl in den kleinen Bäuchlein verschwunden. Er sagte dann, dass es eine nette Geste gewesen wäre, da es ja zeigt, dass ich an ihn denken würde. Ich hätte mich auch darüber gefreut, eingebunden worden zu sein in die Freude darüber, statt dessen habe ich den ganzen nachmittags gar nichts gehört. Dann erzählte er mir, dass er bei seiner Nachbarin (Ex-Geliebte) und danach noch bei seiner Ex-Frau (Kinder vorbeibringen und dann hat er ihr noch geholfen) gewesen sei. War alles irgendwie nicht so toll, da ich an dem Tag auch noch krank geworden bin. Und ich komme mir jetzt, wo ich es niederschreibe auch ziemlich blöd vor.
Ende vom Lied: Ich habe mich halt gefragt, welche Privatsphäre in dieser Wohnung halt für mich existiert. Ich dachte, dass das Schlafzimmer so ein kleiner Rückzugsort sein könnte. Aber das spazieren die Kinder rein und raus und mein Partner hat mir nun auch gesagt, dass es nicht anders laufen wird. Im Prinzip ist daraus ein Streit entbrannt. Ich habe meine Gefühle geäußert und anstatt mir irgendwas Nettes zu sagen und meine "Ängste" zu beschwichtigen, hat er die Beziehung in Frage gestellt, dass sie für ihn nun keinen Sinn mehr macht, da ich scheinbar ein schwieriger Mensch sein und alles (vor allem seine Kinder) als Problem sehen würde. Da wir uns einig über die mangelnde Kommunikationsfähigkeit waren, forderte ich ihn auf, mir zu sagen, was er sich von mir in diesem Moment wünschen würde. Daraufhin sagte er, dass er es sich wünschen würde, dass wir mal in Ruhe darüber sprechen, wie wir uns das nun weiter vorstellen, worauf ich recht glücklich reagierte und dann haut er raus, aber eigentlich will er gar nicht mehr, dass ich die Kinder kennenlerne, da das zwischen uns zuviel Risiko ist. Ich war entsetzt.
Und nun frage ich mich, war es so falsch meine Bedenken zu äußern. Ich wollte die Kinder nie verdrängen, das war nie meine Intention. Eigentlich liebe ich Kinder.
Wie gesagt, würde mich freuen, mal andere Sichtweisen zu bekommen. Diese Situation ist für mich neu.
Viele Grüße und einen sonnigen Sonntag.