Jetzt hatte ich zwei Tage Besuch und Ihr habt so viel geschrieben.
😎Ich gehe mal auf ein paar Aspekte ein, die mir aufgefallen sind:
Zitat von KomischerVogel: Am schärfsten finde ich Menschen, die ihren Partner abservieren und anschließend beide Hände aufhalten.
Klar, rechtlich alles korrekt, aber in Ordnung finde ich das nicht.
Ja, sehe ich auch so - es sei denn die Trennung erfolgte aufgrund von Betrug oder seelischer / körperlicher Gewalt.
Hier hat der Ex nach der Trennung auch ständig die Hand aufgehalten wegen irgendwelcher Kosten, die vom Haus noch aufgelaufen waren (während des Zusammenlebens waren Unterhaltskosten für das Haus klar sein Ressort und es ist nicht mein Problem, wenn er da ewig den Strom nicht bezahlt hat oder der Vermieter noch irgendwelche Nachforderungen hat). Ich habe ihm bei diesen Dingen jeweils die Hälfte überwiesen, aber ihn dafür verachtet.
Zitat von Jamirah: , Deine Kinder sind ja schon zum Teil im Studentenalter. Kann sich Ex da vom Erwachsenenunterhalt drücken, wenn er mehr mit Ihnen macht? Gibt es da auch Fallstricke?
Ich glaube nicht. Wir teilen den Unterhalt für die Großen hälftig (wiederum großzügig von mir, weil er mehr verdient). Ich glaube, es ist fast nicht möglich, dass er da irgendeine Situation herbeiführen kann, aus der sich ergibt, dass ich da mehr zahlen muss. Und er bekommt ja schon den Familienzuschlag für sie (da könnte er sonst, falls ich den bekäme - was momentan sicher angemessen wäre) eventuell ein Szenario konstruieren, dass die Großen eher ihren Lebensmittelpunkt bei ihm haben. Sonst fällt mir nichts ein - aber man lernt ja nie aus, wie mir die letzten eineinhalb Jahre deutlich gezeigt haben.
🙂 Zitat von Seneca22: Sie hat mich um Rat gefragt. Mein erster Impuls war, dass ich (als ehemaliges Trennungskind) meinte, ich würde seine Kinder verstehen, dass sie keinen Kontakt wollen, und dass sich da nix machen lässt. Sie meint, sie fühlt sich dadurch noch immer wie eine Affäre (wegen des ausgeschlossen werden). Ich habe ihr gesagt, dass sie doch nicht ernsthaft erwartet hat, durch die nunmehrige Beziehung “Teil der Familie des Freundes” zu werden. Sie hat “ihn”, aber mehr war und ist mMn nicht zu erwarten (die Kollegin ist 54, war nie verheiratet und hat keine eigenen Kinder). War ich da zu hart ?
Verstehe ich auch und natürlich kann man die Kinder nicht zwingen. Ich hätte ihr das einfach sachlich und freundlich gesagt (wie Du das vermutlich auch getan hast). Dann finde ich das nicht zu hart. Bei der erweiterten Familie sehe ich das tatsächlich etwas anders - da würde ich schon erwarten, dass die Next in die Familie aufnehmen und ihr zumindest eine "Chance geben".
Zitat von alleswirdbesser: Na ja, wollte sie den Mann haben oder seine Familie? Den Mann hat sie ja, die Kinder scheinen schon erwachsen zu sein und da muss sie ihre Einstellung ihr gegenüber akzeptieren, das kann sie nicht ändern. Sie hat nun mal kein Anrecht darauf durch seine Kinder ein Teil der Familie zu sein, wenn die Kinder es nicht wollen. Immerhin hat sie ihren AM als Partner gewonnen.
Sehe ich auch so - in Bezug auf die Kinder.
Zitat von alleswirdbesser: Mein FG und ich kamen ja auch sehr kurz nach seiner Trennung zusammen. Seine NF wollte mich kennenlernen, die Feste zusammen feiern und mich gerne als Backup für das Kind haben.
Völlig strange.
Zitat von DasWird: Auf einen Schlag habe ich nun eine richtige Grossfamilie
Ich glaube, so sieht es die hiesige Next mit ihrem Einzelkind auch. Ist sicher auch eine (neben vielen anderen) Ursache für das Buhlen um die Gunst unserer Kinder.
Zitat von Seneca22: Was ich tatsächlich feststellen musste, war, dass sie völlig ahnungslos ist, was die Trennung mit den Kindern des Kollegen gemacht hat. Sie war der Meinung „er“ hätte sich lediglich von der Frau getrennt, nicht aber von den Kindern…..
Das ist ja klassischer Exen-Sprech. Und ja - als Next, die vorher niemals mit Szenarien dieser Art zu tun hatte, hätte ich das vermutlich auch so gesehen.
Zitat von acre: Was soll die Ex-Familie denn machen?
Würdest du die neue Freundin deines Sohnes meiden, wenn er sich von der letzten unsauber getrennt hat?
Mein Schwiegervater hat mich ja damals angerufen, um mir mitzuteilen, wie leid ihm alles tut und dass ich mich immer bei ihm melden kann, wenn ich Probleme habe. Die meisten meiner Probleme haben und werden aber mit seinem Sohn zu tun haben. Was soll er mir da helfen?
Ja, exakt. So redet die Familie des Ex hier auch. Was soll das bringen? Ich kann mich ja nicht bei ihnen über ihren (in unserem Fall) Bruder / Schwager ausweinen. Und natürlich ist deren Familie jetzt Next, nicht mehr ich - und je eher sie in dieser Realität ankommen, desto besser für alle Beteiligten.
Zitat von acre: Eigentlich sind alle Freunde bei mir geblieben. Am Anfang fand ich das gut, weil es auch ein Stück weit ein Spiegel war, wie irrsinnig sein Verhalten war. Mittlerweile fänd ich es besser, wenn sie ihn begleiten würden. Vielleicht wären dann manche Fehler nicht passiert.
Das ist aber doch gut, dass die Freunde alle bei Dir geblieben sind. Glaubst Du wirklich, sie hätten es im anderen Fall geschafft, ihn so weit einzunorden, dass er sich Dir gegenüber "besser" verhalten hätte?
Zitat von acre:Obwohl ich mich für einen empathischen Menschen halte, hätte ich es dir vor meiner eigenen Trennung aber auch nicht sagen können. Diese Mischung aus Emotionen, diese Auswirkungen in jeden Lebensbereich, diese massiven Einbußen in Lebensqualität der Kinder. Ich hätte dich vor meiner Trennung wahrscheinlich mitfühlend angeguckt, aber wirklich verstanden hätte ich es nicht.
Absolut.
Zitat von Jamirah: Es ist schon extrem, wenn erwachsene Kinder den Kontakt zur neuen Partnerin verweigern.
Ja - kommt aber öfters vor. Ich kann es einerseits nachvollziehen, andererseits verstehe ich es aber auch nicht, weil der größere A... ja immer noch ihr Vater war und nicht Next. Andererseits verstehe ich natürlich, dass es leichter ist, Wut und Groll auf das Feindbild "Next" zu projizieren, also auf jemanden, den sie nicht kennen - als auf ihren Vater, den sie ja trotz allem lieben (sollen).
Ich bin auf jeden Fall total froh, dass das hier nicht so ist - auch wenn ich vieles daran nicht verstehe, insbesondere, wie unsere Kinder letztendlich denken und wie sie die Situation sehen.
Zitat von Seneca22: Wäre bei mir auch so. Wenn mein Sohn seine Familie wegen einer Affäre verlässt, gibt es nasse Fetzen und mein gesamtes Geld bekommen meine Enkel.
Mein Sohn weiss das und versteht auch weshalb ich dies so handhabe.
Mit der Affärenfrau / Next würde ich als Mutter nichts zu tun haben wollen. Mein Sohn würde somit sehr viel auf‘s Spiel setzen und müsste mit mehreren Konsequenzen leben. Klare Regeln, glasklare Konsequenzen.
Finde ich schon krass - kann ich aber sicher auch deswegen nicht verstehen, weil ich zwar eine Verlassene bin, aber kein Trennungskind.
Zitat von acre: Das ist bei uns ganz genau das gleiche. Manchmal fällt es mir schwer, das Leid meiner Eltern mit meinem jetztigen Leben auszuhalten. Aber auch das ist eine Ebene, die ich vorher nicht habe kommen sehen.
Z.T. ist das hier auch so. Hier wird das aber zusätzlich von dem Problem überlagert, dass meine Eltern glaube ich nach wie vor die Schuld an der Trennung geben - das ist hart für mich.
Zitat von acre: Ich erwarte von meinen Freunden und meiner Familie, dass sie sich mindestens neutral Ex gegenüber verhalten.
Echt? Ich nicht. Wobei da auch eigentlich kein Kontakt mehr besteht.