Zitat von Caecilia: dass sie mit ihrem Vater einer Meinung dahingehend sind, dass man so jemanden wie mich nur verlassen konnte und Goldlöckchen in der Tat viel toller ist.
Das liest sich furchtbar und ich halte es mit @acre : Hoffe, Du glaubst das nur in sehr grauen Momenten und merkst danach wieder, dass das Quark ist (ohne das wir uns kennen, von dem, was Du schreibst über Eure Beziehung). Für das Verhalten Deiner Kinder gäbe es für mich sehr viele nähere Deutungsmöglichkeiten, z. B. diesen:
Zitat von acre: oder sie arrangieren sich mit Next, und können so hoffen, die Beziehung zu halten.
Oder das:
Zitat von Caecilia: oder es hat etwas mit der besonderen Eltern-Kind-Beziehung zu tun, für die einfach andere Regeln gelten als für andere menschliche Beziehungen.
Du hattest geschrieben, dass es ein Trennungsgespräch mit den Kindern gab und dass darin viel von Next auch gesprochen wurde.
Und dass Dein Ex und Du Euch auf die Formel: "Wir haben uns getrennt" geeinigt habt.
Und Du danach alles getan hast, dass Deine Kinder nicht mitbekommen, wie getäuscht Du Dich fühlst und verletzt.
Absolut nachvollziehbar zu Beginn, um den Kindern den Vater zu "erhalten" (wie schon geschrieben: bei uns ist der Vater moralisch für K1 nicht erträglich, weil er alles vom Vater selbst gehört hat). Aber absolut kontraproduktiv für Dich. Ich glaube, dass Deine Kinder einfach nicht wissen, wie unfreiwillig und schmerzhaft die Trennung für Dich war.
Und gleichzeitig: Ihr Verhalten zu ihrem Vater hat mit Dir überhaupt nichts zu tun.
Und trotzdem: Kinder spüren, wie Sommerlaune auch schreibt, wenn man nicht man selbst ist:
Zitat von Sommerlaune: Und ich wirke da ja auch nicht authentisch.
Ich wünsche Dir und @sommerlaune, dass Du mit Deinen Kindern ehrlich/er bist. Meiner Meinung nach geht das gut, ohne Deinen Ex moralisch zu vernichten (wenn Du das wegen der Kinder weiterhin nicht möchtest).
Aber bei dem Folgenden:
Zitat von Caecilia: So in etwa, dass ich ihnen sage, dass natürlich ihr Verhältnis zu ihrem Vater plus Anhang überhaupt nichts mit meinem zu tun hat und ich es sehr gut finde, dass sich alle so gut verstehen, aber ich einfach gerne wieder authentischer ihnen gegenüber wäre und ich ihnen daher einfach kurz gerne erklären würde (sachlich, ohne Details und Vorwürfe), wie die Trennung für mich abgelaufen ist und welche "Nachwirkungen" es für mich noch gibt.
habe ich das Gefühl, Du vermischst unnötigerweise zwei Themen. Es klingt, als ob Du mit guten Gefühlen vorbeugen willst - aber wem oder was eigentlich? Glaub nicht, dass das nötig ist, sondern das Gespräch nur verkompliziert. (Ich habe gelernt, wenn man sehr stark betonen muss, dass "natürlich" "selbstverständlich" etwas so und so ist .... dann ist es in der Regel nicht selbstverständlich.)
Ich würde es bei Deinen Gefühlen zur Trennung belassen. Oder in jedem Fall das Gespräch
damit beginnen.
Warum solltest Du ein Gespräch über Dein für Dich unauthentisches Verhalten Deinen Kindern gegenüber mit dem Ex und der Next beginnen? Wenn Du das machst - dann hängen die Kinder erstmal gedanklich beim Ex.
Der Schwenk zu Dir kommt danach im Gespräch - und eigentlich stellst Du Dich thematisch so (erneut) in die zweite Reihe hinter den Ex.
Vielleicht übertreibe ich das, aber für mich wirkt das ein bisschen, als ob Du mit so einem "Alles ist toll"-Einstieg vorbeugen willst, dass Deine Kinder sich verantwortlich für Deinen Trennungsschmerz fühlen könnten. Glaube nicht, dass das nötig ist. Ich glaube, das kann beides gut nebeneinander stehen: Deine Kinder können Deinen Ex mögen und trotzdem verstehen, dass das Ganze für Dich unfreiwillig und mit Schmerzen und Folgen verbunden war und ist.