Zitat von Newbee:Jetzt sind wir beim thema haus und ich bin weiterhin der böse. Ich bin schuld das, das haus evtl verkauft werden muss, ich bin schuld das der unterhalt so niedrig ist, ich bin schuld das die kinder einen interessens konflikt haben, ich bin schuld das sie mehr arbeiten gehen muss. .
Was soll man sagen?!
Irgendwer muß halt auch Schuld sein.
Ich glaube einfach, dass diese Exen, also bei denen es mit den Nexten nicht funktioniert hat, einfach ziemlich hart auf dem Boden der Wirklichkeit aufschlagen und eigentlich feststellen müssen, dass das Leben, das man sich gemeinsam in der Ehe und als Familie aufgebaut hatte, sehr gut passte und stimmig war:
Die Kinder hatten einen sicheren Hafen, in denen sie sich prima entwickeln konnten, wo man an einem Strang zog, alles was Erziehung angeht ganz vernünftig und vertrauensvoll geregelt hat. Es gab ein grandioses soziales Netzwerk in der Familie, das einen auffing, unterstützte (also gegenseitig) und auch sozial wichtig war. Es gab einen Freundeskreis. Es gab eine finanziell wahnsinnig komfortable Situation, in der man halbe Tage ging und trotzdem sehr gut klar kam.
Das einzige, was störte, war eben der Ehegatte.
Nun, den Ehegatten ist man los, aber alles (!) andere auch. Das gilt für beide.
Nun ist es psychologisch ja verständlich, dass ich den Ehegatten dämonisieren muss, um den gewaltigen Preis - platt gesagt, das eigene Leben und das der Kinder mal kräftig gegen die Wand gefahren zu haben - zu rechtfertigen.
Und es gehört schon viel mentale Stärke dazu, sich einzugestehen, dass man selber diese Entscheidung getroffen hat und die Folgen allein aus dieser Entscheidung folgen.
Also macht man sich zum Opfer und den Verlassenen zum Täter. Wobei ich damit nicht sagen will, dass am "schlecht laufen" der Ehe nur einer Schuld wäre.
Aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass man es hätte retten können. Damals.
Ich für meinen Teil habe erst mit einigem Abstand bemerkt, dass auch mir in der Paarbeziehung einiges fehlte, mit dem ich mich arrangiert hatte.