DasWird
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Irgendwie war ich ja am Schluss für meinen Ex total WERTLOS. Das haben wir auch mal in einem Trennungsphasen-Telefon thematisiert, als ich ihn gefragt habe, warum er mich eigentlich so hasst. Er meinte bei dem Telefon, ich sei ihm mal sehr wertvoll gewesen (nicht ausgesprochen: aber jetzt nicht mehr).
Rückblickend nahm dieser mein Wert für ihn eigentlich schon sehr lange ab, wenn ich mir sein wenig wertschätzendes Verhalten mir gegenüber durch den Kopf gehen lasse. Vielleicht hat es etwas mit seinem geringen Selbstbewusstsein zu tun, so nach dem Motto: wenn ich sie für mich kleiner mache, fühle ich mich grösser. Mit unausgesprochener Wut, mit Zurückgesetzt-FÜHLEN (auch wenn das nicht unbedingt den Tatsachen entsprechen muss). Mit dem Gefühl des Unterlegen-seins.
Mein Ex hat mir ja dann bei der Trennung auch sämtliche meiner (in seinen Augen) negativen Eigenschaften vorgerechnet. Alles Dinge, die er wohl schon jahrelang mit sich rumtrug. Die Trennung war für ihn dann eigentlich nur noch die erlösende Konsequenz, um endlich seinen Gefühlen folgen zu können.
Wenn ich für ihn schon so lange Zeit so wertlos war, er aber immer noch mitspielen "musste" (weil seine Werte doch irgendwie so waren, dass man Frau und Kinder nicht verlässt) - wie erschöpfend muss das gewesen sein und wie erlösend, sich mit der Trennung von diesem Dilemma zu befreien!