Zitat von Immerwieder1: Ja, es waren keine Vergewaltigungen, aber er hat meine (körperlichen) Grenzen mehr als einmal eindeutig überschritten. Und es war klar, dass ich das nicht wollte.
Ich gehe davon aus, dass du hier gut beraten, sehr gut reflektiert bist und ich möchte nichts "anheizen" - aber wenn wirklich klar war, dass du etwas nicht wolltest, dann war es eben rechtlich gesehen doch Nötigung/Vergewaltigung!
Da wird heute sehr viel strenger gewichtet als früher:
Selbst wenn man anfangs zum Akt ja sagt kann man danach immer noch JEDERZEIT nein! sagen - und dieses nein ist zu respektieren, oder es IST eben eine Vergewaltigung!
Natürlich kann man es sich auch während des Aktes überlegen, dass man doch nicht möchte und der Andere aufhören soll - und der MUSS das in der Regel ohne Wenn und Aber respektieren und aufhören.
Ich verstehe deine Entscheidung, nicht zu klagen, aber sehr gut.
Du müsstest alles entsprechend beweisen können - und so ein Prozess ist sicher eine immense Belastung für die Psyche und alles.
Dennoch hat dein Mann, so wie du die Sache schilderst, ganz eindeutig widerrechtlich gehandelt -
Wenn ihm wirklich ganz klar war, dass du etwas nicht wolltest.
Allein wegen der vielen, stillen Mitleser in diesem Forum halte ich es für immens wichtig, das deutlich klarzustellen.
Es tut mir unglaublich leid, dass dir so etwas schlimmes passiert ist... für mich ist nicht nachvollziehbar was im Kopf eines Menschen vor sich geht, der einem anderen so etwas antut, auch wenn es reichlich Erklärungsmodelle gibt. Mag alles sein. Vom Gefühl her kann ich es absolut nicht nachvollziehen.
Ich wünsche dir sehr, dass du es gut verarbeiten kannst und dich in deinem weiteren Leben wieder öffnen und vertrauen können wirst. Gott sei Dank sind nicht alle Männer so (bzw. ich persönlich kenne keinen, der so etwas getan hätte oder tun würde...)
Ich wünsche dir sehr, dass du die Erfahrung noch machen wirst, dich mit einem Partner absolut sicher, geliebt und geborgen zu fühlen.