Zitat von Balu85: Nunja....es kommt halt drauf an. Ich hatte ja den Zufall das mein Raketenkäfer mich bat der Mama etwas zu sagen....bezüglich Next. Und die angesprochenen Probleme in der Kita die die Mama überhört hat sind ja auch wieder etwas anderes als "Papa kann ich dir was sagen, aber sag es bitte nicht der Mama".
Genau, es kommt darauf an. Wenn es dich bittet mit Ex wegen Next zu sprechen, versuchst du dein bestmögliches. Wenn es aber sagt, "Papa, kann ich dir was sagen, aber sag es nicht der Mama, ihre Antwort hat mir nicht gefallen", ist es etwas anderes als wenn es sagt "Papa, Mama soll nicht wissen, dass ich in den Paul verliebt bin, aber Paul will nur ohne Kond. mit mir schlafen" oder "Papa, ich will nicht mehr zu Mama, aber sag es ihr nicht, sonst weint sie".
Für mich würden alle drei Beispiele einen unterschiedlichen Umgang mit "Sag es Mama nicht" bedeuten.
Zitat von Balu85: Sondern versuche im ersten Schritt meine Maus zu verstehen zu geben das es wichtig ist das die Mama dies oder das auch weiß. Und gerade bei Problemen lässt sich das ja auch gut damit begründen, das die Mama (oder anders herum ich) ja nichts ändern können wenn wir nicht wissen wo der Schuh drückt.
Der erste Schritt ist versuchen herauszubekommen, warum es nicht will, dass der andere etwas weiß. Dann kommt je nachdem das Ermutigen oder auch das Schützen des Kindes. Zum Beispiel wenn eins meiner Kinder sich mir gegenüber outen würde, aber klar wäre, dass der Papa homophob ist, dann würde ich es nicht ermutigen in den Konflikt zu gehen, sondern seinem Gefühl zu vertrauen, wem es was erzählt.
Ich sage nicht, Ex hat ein Recht auf alles, was die Kinder betrifft oder der Wunsch der Kinder zählt nicht. Aber ich verstehe viel mehr als sie, was es bedeutet am Alltag des Kindes nicht mehr teilzuhaben. Daher ist es für mich ein Abwägen zwischen ihrem Recht auf Abgrenzung, seinem Recht auf Information und Kommunikation bei getrennten Eltern zu organisieren.
Zitat von Caecilia: Aber klar, durch die Distanz, die durch die Trennung entstanden ist und durch Loyalitätskonflikte der Kinder nehmen solche Situationen aber natürlich eine andere Dynamik an.
Dazu kommt ja noch, dass Kinder auch rausbekommen die Situation zu manipulieren und auch Eltern gegeneinander auszuspielen.
Wir hatten das ja mal mit diesen Anrufen, wo das Kind dann zum anderen Elternteil will, wenn es Konflikte gibt mit dem, wo es gerade ist. Wie viel Raum gibt man dann dem Kinderwunsch?
Zitat von Jamirah: Manchmal wollen die Kinder durch die Aussage, sag nichts dem Elternteil, der nicht so oft da ist, mehr gefallen. Die Angst Papa zu verlieren war für meine Große schon sehr bewusst und da hat sie auch geflunkert.
Hier ist auch das Dilemma. Steht der Wunsch dem Elternteil ein positives Bild von sich zu zeigen über dem Versuch der Eltern das Kind in der Situation zu entlasten?