Danke Euch für Eure Antworten, vielleicht war ich etwas missverständlich, deswegen greife ich nochmal was auf:
Zitat von Balu85: Das ist eigenartig...also mit Vertrauen im Sinne von "sie betrügt mich" habe ich 0 Probleme. Vielleicht weil sie sehr offen ist und mit zeigt "Ich will DICH"....und nicht einfach nur da ist.
Viel schwerer fällt mir das Vertrauen in die Situation an sich....also eher wie das erste Zitat von dir.
So ist das auch bei mir. Ich vertraue dem neuen Mann. (Punkt, kein aber.)
Eine andere Form von Vertrauen ist weg: Mein Vertrauen in "Unendlichkeit" oder in "für immer" - wenn wir es nur wollen, wenn wir nur beide dafür einstehen - so wie in der alten Beziehung - gibt es nicht mehr. Ganz unabhängig davon, was jeder einzelne in der Beziehung leben will, habe ich das Gefühl, Beziehungen KÖNNEN ein Ablaufdatum haben - weil sich Menschen verändern, weil andere Menschen zufällig auftauchen etc. etc. Also ohne Vorsatz, ohne bösen Willen oder sonst etwas.
Meine Hoffnung: dass mein neuer Partner ehrlich/er zu mir ist als mein früherer, falls er spüren würde, das ist es nicht (mehr). Das weiß ich nicht, aber da kann ich nichts anderes tun als erstmal vertrauen - und das fällt mir tatsächlich etwas schwer. Deswegen wohl der Versuch einer angezogenen Handbremse, aber funktioniert eh nicht

.
Wie öfter geschrieben, hat mich weniger das Ende meiner alten Beziehung so stark verletzt und traurig gemacht, sondern der Betrug und das Gefühl, zweieinhalb Jahre in einem Lügengespinst gelebt zu haben. Dass wir uns auseinanderentwickelt hatten, hatte ich ja schon in der Beziehung gespürt. Da dachte ich, das Vertrauen, die Liebe, das "Beste-Freunde-sein", die gemeinsamen Werte, Hobbies etc. tragen das Ganze trotzdem.
Zitat von Rheinländer: Bezüglich dem Vertrauensthema:
(...)
Was soll ich sagen, ich hatte von Anfang an überhaupt kein Vertrauensproblem und ihr zu 100% vertraut. Warum auch nicht? Ich erwarte doch auch, dass sie mir zu 100% vertraut und dem Glauben schenkt was ich sage. Ich denke anders könnte ich keine Partnerschaft leben.
Zitat von Rheinländer: Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass ich mit meiner Partnerin bis zu meinem oder ihrem Ableben zusammen bleibe.
Zitat von Rheinländer: Ich kann heilen und ich kann auch wieder eine Frau finden, auf die ich mich ganz und gar einlassen kann.
Teil 1: Ja, ich vertraue auch. Es ist aber sehr fragil für mich, das Ganze, weil ....
Teil 2: .... wow: Das hatte ich mit meinem Ex so gesagt - und das ist für mich derzeit NULL gesetzt. Es wäre ziemlich cool, weil wir gerade eine großartige Zeit haben. Ich gehe aber von gar keiner Zeit aus, die das andauert. Ich wundere mich auch immer etwas, wenn der Mann Pläne z. B. für nächsten Februar macht - also, nicht falsch verstehen: Ich liebe das, weil ich auch gern mit ihm plane. Aber ich bin sehr gespannt, ob ich jemals wieder sowas denke wie Du mit Deiner Partnerin. Ich finde das sehr schön und wünsch' Dir und Euch, dass es so bleibt
🤗 .
Teil 3: Davon bin ich auch überzeugt. Ok, das ganz und gar einlassen übe ich vielleicht noch, aber ist ja alles sehr frisch hier.
Zitat von DieSeherin: misstrauen einem neuen menschen gegenüber wäre in meinen augen hochgradig unfair
Ja, siehe oben: Ich misstraue nicht meinem neuen Partner. Ich misstraue vielleicht dem unerschütterlichen Glauben, dass wenn beide nur genug wollen, dann bleiben Liebe und Beziehung bestehen .... Wobei, vielleicht misstraue ich auch der menschlichen Natur im Allgemeinen etwas stärker. Mein Ex ist ja kein böser Mensch oder nicht per se gemein. Aber entgegen unserer gegenseitigen Versprechen hat er mein Vertrauen missbraucht, weil er "nicht reden konnte" (-> aka konfliktscheu (in seinen Worten) oder -> feige (in meinen

).
Aber auch siehe oben - vermute, so ein Vertrauen muss wachsen oder eben auch nicht .... und bisschen Schwund ist immer?