Zitat von EngelohneFlügel: Weil hier haben wir da folgenden Stand "der Fachleute" was ich aber überhaupt nicht verstehe. Weder meine Ex-Frau noch ich sollen den Kindern das Gefühl geben das uns die Trennung belastet hat.
(...)
Grundsätzlich würde ich auch meinen, ab einem gewissen Alter können und dürfen die Kinder sehr wohl wissen wenn man als Elternteil gerade eine schwere Zeit durchmacht. Uns wurde es kategorisch untersagt.
Da sieht man mal wieder, dass man Empathie und Menschlichkeit in einem Studium "soziale Arbeit" einfach nicht lernen kann. Am besten erfolgt die Arbeit von Menschen / Eltern, die in ihrer Lebensmitte stehen auch noch durch Mitarbeiter, die zwanzig Jahre jünger sind und fehlende Lebenserfahrung durch besserwisserisches Zitieren von Lehrmeinungen kompensieren.
Kategorisch untersagen kann eine Behörde Euch überhaupt nichts in dieser Hinsicht. Ein Gericht nur sehr beschränkt.
Zum eigentlichen Thema: Die Kinder sollen und müssen spüren, dass die Eltern traurig sind, wenn sie es sind. Wie sollen sie denn sonst lernen, was Beziehung, Trennung, Trauer, Nähe, Ferne usw bedeutet?
Sollen sie - im Umkehrschluss - erfahren, dass Papa und Mama die Familie sch.gal war bzw. ist? Denn der Eindruck entsteht ja.
Das bedeutet natürlich nicht (!), dass es irgendwie ok wäre, wie @Caecilia so schön schrieb, die Kinder als "Klagemauer" zu nutzen.
Vereinfacht würde ich sagen: Traurigkeit können und sollen sie mitbekommen. Eventuelle Wut hingegen nur sehr dosiert. Hetzen geht gar nicht. Auch ein Verurteilen "Mama hat uns wegen dem tollen Hecht verlassen!" geht nicht.
Also: Man muss sich schon am Riemen reißen, was gerade am Anfang sehr schwer ist. Aber, dass es einem schlecht geht, dürfen sie durchaus wissen.
Geht auch gar nicht anders. Wenn Papa oder Mama auf einmal aussieht wie eine Leiche, deutlich abnimmt und so weiter, dann aber erzählt "Mir geht es blendend!", wirkt das, vorsichtig ausgedrückt, wenig glaubhaft.