acre
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Zitat von Balu85:Was lernen die Kinder denn daraus? Das man alles weglächelt? Das Mama oder Papa funktionieren und das es genau so laufen muss. Gerade kleinere Kinder sind sehr feinfühlig und merken wenn irgendwas ist. Da dann evtl. auf Nachfrage die Lachklammern einhängen und sagen "och Schatz, es ist alles gut"....
Ich verstehe, was du meinst. Und wenn zum Beispiel @Jamirah, die ja in einem ähnlichen Zeitraum ist, zu ihren Töchtern sagt: Heute fällt mir das alles mal schwer. Ist das für mich nachvollziehbar.
Aber die Situation bei @EngelohneFlügel ist doch eine andere. Zum einen glaube ich nicht, dass das offene ehrliche Gespräche da sind, sondern eher jegliche Äußerung vom Engel gleich mit Interpretation präsentiert werden.
Zum anderen reden wir da von einer 13 jährigen, die extra früher aufsteht, um heimlich mit ihrem Papa Frühstück zu essen. Und dann soll sich dieses Kind noch anhören: Ich bin so traurig, aber deinen Papa darfst du trotzdem nicht anrufen.
Nein. Diese Frau soll ihren Mist mit sich selbst ausmachen und ihre Kinder damit verschonen.
Zum Funktionieren: ja, als Eltern funktioniert man ein Stück weit. Sei es das nächtliche aufstehen, wenn sie noch ganz klein sind, sei es sich auf mit den Kindern zu beschäftigen obwohl man gerade Tausend andere Sachen zu bewerkstelligen hat, sei es sie einfach auszuhalten, weil ihre Emotionen Amoklaufen.
Das bedeutet aber nicht, dass man ihnen eine Welt vorspielt, die gar nicht da ist. Aber wir als Erwachsene verfügen über wesentlich mehr Kontrolle über unser Leben und unsere Umstände als unsere Kinder. Mit dieser Kontrolle können wir ihnen einen gewissen Schutzraum bieten. Nicht jeder Anflug von Trauer und Wut sollte an die Kinder weitergegeben werden. Meine Kinder sagen manchmal: Heute ist es schlimm. Und das ist wie ein Codewort für die anderen, dass es um all die schwierigen Gefühle, die mit der Trennung zu tun haben, geht.
Manchmal ergibt sich daraus Abstand, manchmal Ablenkung und manchmal intensive Gespräche.