Hi zusammen, ich wollte schon längst noch etwas geantwortet haben - das hole ich jetzt nach

Zitat von acre: Die perönlichen, inneren Wehmutswellen kommen halt immer mal. Mal gehen sie schneller vorbei, mal langsamer und manchmal erwischen sie einen fies von hinten.
Sondern diese Wellen, die das ganze nach außen schlägt. Die Kinder müssen halt anders über die Sitzordnung zu ihrer eigenen Hochzeit nachdenken
Das wollte ich gern konkretisieren: Ich meine, dass es ein drittes Stadium gibt, in dem ich mich fühle. Das Stadium von "new normal", in dem genau die Wellen, die nach außen schlagen, abflachen, weil alle einen Umgang gelernt/gefunden haben, der eben - irgendwann - Alltag ist, keine Welle mehr: die Ex-Partner mit zumindest Neutralität zueinander und ohne Groll, die Kinder wissen, dass die Eltern vielleicht nicht nebeneinander sitzen, und das ist ok, die Eltern/Schwiegereltern/Bekannte/Freunde haben ihre Beziehungen sortiert. So eben.
Ich glaube, mit jüngeren Kindern oder in unerbittlichen Trennungssituationen dauert das länger oder erreicht man es ggf. nie. @Rheinländer : Was Deine Ex veranstaltet, komplett unverständlich. Und Stadium 3 ist schon gut, aber nicht ausschließlich positiv, weil eben das Ende endgültig ist und sich auch so anfühlt. Es ist alles geregelt, eine Tür ist zu. Das ist für mich gerade manchmal seltsam, wenn ich bewusst darüber nachdenke.
Zitat von Caecilia: Würdest Du denn gerne Kontakt halten wollen?
Nach dem allerletzten Treffen hatte ich dieses Gefühl von "schade, dass wir nicht als Freunde auseinandergehen konnten - wir waren es doch so lange". Wenn ich bewusst drüber nachdenke, würde ich wohl doch keinen Kontakt wollen. Betrug und Lügen über zwei Jahre weiß ich noch zu gut. Außerdem müsste er sich durchringen zu sagen, dass ihm Kontakt zu mir wichtig ist und ob wir das hinkriegen. Das wird nicht passieren, weil er sich inzwischen ja schämt.
Also Fazit: Ich glaube, nein - und trotzdem finde ich es ein bisschen traurig.
Zitat von Caecilia: Ich habe aber schon gemerkt, dass er gerne gehabt hätte, wenn ich mehr "seine" Sprache der Liebe gesprochen hätte - und zumindest thematisieren hätte ich das müssen.
Auch das, dass er sich zu wenig "gesehen" gefühlt hat, habe ich durchaus gemerkt. Auch das hätte ich thematisieren müssen und dabei zur Sprache bringen, dass es oft einfach so ist, dass ich ihm nicht auch noch zusätzlich "Aufmerksamkeit" geben kann, weil ich selbst überlastet bin mit ....
Ich frage mich beim Lesen des Markierten, ob Dein Ex sich eigentlich jemals so viele Gedanken um Dich gemacht hat wie Du Dir Vorwürfe wegen Deines Verhaltens .... Du bist so eine kluge und empathische Frau. Und diese Sätze sind so grob unlogisch, wenn man von außen draufschaut.
Ich möchte das gern einmal "korrigieren", wie ich es richtiger ausgedrückt finde, ok?
Schade, dass er nicht thematisiert hat, was er vermisst in unserer Beziehung.
Schade, dass er sich seinerseits keine Gedanken gemacht hat, welche "Sprache der Liebe" ich spreche, geschweige denn, ob er in "meiner Sprache" mit mir spricht ..... wo er doch offenbar an sich gemerkt hat, dass es wichtig ist, dass der Partner die für einen selbst wichtige Sprache der Liebe spricht.
Schade, dass er nicht thematisiert hat, dass er sich zu wenig gesehen fühlt.
Schade, dass er im Umkehrschluss auch nicht überlegt hat, wo er mich zu wenig sieht, quasi: "wie man in den Wald hineinruft ..."
Schade, dass er nicht gemerkt hat, wie überlastet ich bin, und versucht hat, mich etwas zu entlasten - damit es uns beiden besser geht.
Zitat von acre: Die Schuld entsteht für mich durch den Betrug und Planlosigkeit der Trennung.
So sehe ich das auch. "Schuld" an schlechten Beziehungen sind sicher meist beide Partner. Das heißt nicht, dass sowas zu Trennung führen muss. Und schon gar nicht zu Affären, Lügen oder allgemein Betrug.