Zitat von KomischerVogel: Eigentlich eine Situation, aus der man sich - "anständige" Trennung vorausgesetzt - zu einer lebenslangen gedeihlichen Beziehung entwickeln könnte.
Ja, das stimmt und macht mich gerade etwas traurig.
Zitat von acre: ich musste einfach gucken, dass ich irgendwie Geld verdiene.
Ok, das verstehe ich. Ich kenne berufliche Situationen, die nicht gut waren, aber absehbar. Da habe ich auch gesagt, für Zeitraum XY ziehe ich das durch. Ich drücke Dir sehr die Daumen, dass Du Dich beruflich verändern kannst in nicht allzu langer Zeit. Dazu das:
Zitat von acre: Mein Wunsch von 50/50 wird in absehbarer Zeit nichts werden. Diesen Wunsch aufzugeben, tut halt auch weh.
Naiv gefragt: Warum ist das so? Bei vielen anderen hier im Forum würde ich es gar nicht fragen, aber Dein Ex scheint ja interessiert an seinen Kindern zu sein bzw. sich weiter in der Eltern-Verantwortung zu sehen.
Und für Dich könnte 50/50 viel Gutes bringen: ggf. im Beruflichen, aber auch als Entlastung für das Gefühl, zu viel Elternsein alleine schultern zu müssen, zu verantwortlich als Alleinerziehende zu sein.
Ich frage vielleicht auch, weil ich mich irgendwann in meiner Beziehung gefragt habe, warum eigentlich immer ich zuhause bleibe, wenn ein Kind krank ist. Bei meinem Ex "ging das nicht so gut" wie bei mir ... Wir waren aber vergleichbar qualifiziert. Und selbst wenn nicht - warum machen die wenigsten Paare 50/50 bei "früher Schluss wegen XYZ mit Kind/ern"?
Mir fallen gerade bei meiner ersten Frage die vier Fragen aus "The Work" von Byron Katie ein. Ich kenne The Work nicht wirklich, fand die Fragen aber immer gut (ggf. bei Interesse googlen), um sich und Situationen auch zu hinterfragen. Zuerst stellt man die Fragen, dann kehrt man alles im Geiste um:
1. Ist das wahr?
2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
3. Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst?
4. Wer wärst du ohne den Gedanken?
Zitat von acre: Ich habe eine wahnsinnige Angst, sie als überfürsorgliche Mutter .....
Das verstehe ich auch, würde versuchen, das im Kopf runterzukochen. Die Gedanken und Befürchtungen haben meiner Erfahrung nach viele Mütter, auch Mütter in Beziehungen. Ich will die Trennung nicht runterspielen, beileibe nicht. Ich würde aber gern das aus meinem letzten Post wiederholen: Es würde mich wundern, wenn Dein Verhalten - nach, durch die Trennung - für Deine Kinder so schwierig ist, wie Du es befürchtest. Es gibt ein tolles Buch, das mir eine Freundin nach der Geburt meines ersten Kindes geschenkt hat: "Gut genug" von Birgit Vanderbeke (ok, ich müsste es nochmal lesen, weiß nicht, wie es gealtert ist. Ich mochte es, gerade weil es etwas schräg war). Ich fand das einen tollen Titel, quasi als Motto, für mich als neue Mutter. Ich musste ja nicht perfekt sein, einfach "gut genug"

. Ich wette, Du bist das oder mehr.
Zitat von Jamirah: Und auch, dass der Papa ohne Kampf so gut er kann
Da bin ich deutlich strenger als Du

. Ich finde, der Ex von acre könnte und sollte durchaus kämpfen und auch kämpfen wollen, DAMIT er weiter ein guter Vater sein kann. Ich finde auch, er ist in der Verantwortung von 50/50.
Was ich gut fand, war ein Mix aus Deinem Post an Susi und an acre: Ja, man hat keine Korrektur mehr vom Partner als Alleinerziehende. Aber man hat oder sucht sich Vertraute - und man hat keine andere Wahl.
Das ging sogar mir trotz erwachsener Kinder in den letzten zwei Jahren so, dass ich mich allein gefühlt hab, mich eben nicht mehr über K1 oder K2 und deren Probleme mit Studium/Praktikum/Wohnung mal zwischendurch mit dem Vater austauschen zu können. (Bei großen Problemen würde ich das natürlich machen.) Dieses Alltags-Gerede entfällt und das war Mist. Inzwischen sind mir meine Freundinnen mit den ebenfalls erwachsenen Kindern gute Ansprechpartnerinnen.