acre
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Wir Verlassene sagen hier immer ganz schnell "Umkehrschuld" und meinen damit so eine Art Selbstentschuldung der Verlassenen. Aber was ist, wenn die Verlasser einfach in den Verlassenen auch "Schuldige" sehen?
Ich hatte keine Affäre ganz fies hinter dem Rücken meines Exes, aber es gibt auch Sachen, die er mir verzeihen muss. Manches davon finde ich nachvollziehbar und manches hanebüchen. Aber für ihn gibt es ja Gründe gegangen zu sein.
Dann sind da also zwei Leute, die über das Verblassen ihrer Gefühle nicht miteinander reden konnten, dann vielleicht mit unterschiedlichen Trennungsvorstellungen ziemlich unschöne Kämpfe um Umgang, Geld und Wohnort miteinander austragen mussten und die sollen dann einander verzeihen können und es dem anderen auch noch so mitteilen, dass derjenige es versteht?
Ich glaube, man kann sich irgendwann entscheiden, vernünftig miteinander umzugehen und manches einfach stehenlassen, aber dann muss der Gegenüber ähnlich empfinden, oder es schaukelt sich hoch bis sich Themen wie Umgang, Geld und Wohnort von alleine erledigen.
Was waren bei euch die Streitpunkte, warum ihr keinen "normalen" Umgang miteinander habt?