Zitat von SonnenschWein: Ich z.B. hatte auch einen "Übergangsmann" ca. anderthalb Jahre nach der Trennung.
Danke, das war für mich interessant, auch dass dein erster Partner für Dich rückblickend eher ein Übergangsmann war. Wie lange wart Ihr zusammen?
Meine jetzige Beziehung war schnell eine feste, ich hatte damit von Anfang an ein seltsames Gefühl. Ich wollte gern die Verbindlichkeit. Aber das Gefühl, dass ich mit "Beziehung" etwas fremdele, ist nie weggegangen. Stimmt auch, was Du schriebst @acre : Ich finde das Wort FreundschaftPlus maximal albern, aber die Idee dahinter ist für mich gut: exklusiv, aber erstmal nicht ein einziges "unser gemeinsames Leben", sondern vielleicht eher "sein Leben, mein Leben, unsere gemeinsame Beziehung" ...
Zitat von BernhardQXY: man könnte statt der Hochzeit das meiste über zivilrechtliche Verträge regeln ( zum Beispiel erbe
Das ist leider falsch, zumindest die Freibeträge beim Erbe erreicht kein zivilrechtlicher Vertrag.
Mein Ex und ich wollten beide nicht heiraten, obwohl wir uns sehr ernsthaft "für immer" versprochen haben. Wir wollten auch nicht zwingend voneinander erben, haben relativ gleich verdient und war alles halbe halbe. Aber nach einem Todesfall in nächster Nähe wurde uns klar, wie schwierig ein Erbfall werden kann, wenn ein Paar nicht verheiratet ist. Sogar wenn es Kinder gibt, die erben. Eigentlich haben wir deswegen geheiratet, um uns gegenseitig abzusichern samt Erbfreibeträgen.
Zitat von SonnenschWein: Er sagt auch immer wieder, dass es doch nur ein Stück Papier sei.
Sowas finde ich immer schräg, weil das genauso ein Argument für die andere Richtung ist: Wenn es nur ein Stück Papier wäre, dann sollte es ja easy sein, das Stück Papier "zu entsorgen". Offenbar ist es nicht so easy ....
Und es stimmt: Es hängt viel Rechtliches dran, neben den Erbgeschichten.
Heiraten würde ich nicht mehr bzw.: jederzeit wieder, wenn es finanziell z. B. schlau wäre. Für mich ist es nur ein Verwaltungsakt. (Hab früher immer schon gesagt, mir fehlt das Hochzeitsgen

.). Vielleicht sogar noch weniger heute, weil ich dann noch viel mehr regeln müsste: ein Testament z. B., weil mich nur meine Kinder beerben sollten oder einen Ehevertrag, worin man sowas regelt, oder oder oder ....
Aber wenn (m)ein neuer Partner verheiratet wäre und es wäre mir ernst mit ihm: Dann wäre mir mittelfristig wichtig, dass er sich scheiden lässt. Auch da hätte ich eine Ausnahme: Wenn es gute Gründe gibt, verheiratet zu bleiben, und ich die kenne. Das wäre mir allerdings wichtig.
Aber von "meinem Mann" habe ich früher auch ohne Heirat gesprochen, irgendwann passte "mein Freund" nicht mehr. Dann dachten alle, die Kinder wäre nicht von ihm seltsamerweise. Und sich gemeinsam für Ringe entscheiden - oder einen Ring vom Partner geschenkt bekommen .... auch dazu braucht's keine Heirat. Ich fand aber interessant, dass Du als Symbole für die Hochzeit die zwei Sachen genannt hattest. Es klang eben stärker nach einem Wunsch nach Zugehörigkeit und Dauer als nach dem rechtlichen Stand nach Heirat.