Hallo @Warsdas
Zitat von Warsdas: Kann es sein, dass die Folgen einer Scheidung für die Kinder in der öffentlichen Wahrnehmung manchmal zu düster gezeichnet werden?
Interessante Frage. Für meine Kinder, und da waren sie schon 18 und 22, ist eine Welt zusammen gebrochen. Das Urvertrauen war von einem auf den anderen Augenblick weg. Das Familienheim als Trutzburg gab es so nicht mehr.
Ich behaupte mal, dass dieses Erlebnis sie auch noch im Nachgang dauerhaft prägt.
Sie haben ja als junge Erwachsene mitbekommen, wie ihre Mutter versucht hat, mich wie eine Zitrone auszuquetschen.
Die Folge ist, dass sie in ihren Beziehungen direkt von Anfang an Anschaffungen nie gemeinsam tätigen, sondern jeder für sich alleine. Grundsätzlich bestimmt nicht verkehrt, nur finde ich es im Vergleich zu anderen sehr extrem.
Pauschal denke ich aber, dass die Art der Trennung den größten Anteil daran hat, wie die Kinder es aufnehmen.
Beispiel: Kommt wie bei mir damals die Trennung aus heiterem Himmel, so haben die Kinder in der Regel große Schwierigkeiten damit. Sind sich hingegen die Eltern im Vorfeld über Jahre nur am Streiten, so kann eine Scheidung bestimmt auch als sehr befreiend empfunden werden. Dazwischen ist natürlich auch alles möglich.