Zitat von Unterwegs2023: Wir hätten es beide gut gefunden, in zwei Wohnungen nahe beieinander zu leben oder z. B. in einem Haus.
Zitat:Ja, das war bei uns auch so. Wir sind sogar erst zusammengezogen, als K1 schon ein paar Monate alt war. Ich wollte das nie und hatte ein ganz schlechtes Bauchgefühl.
Interessant, also mal unabhängig von meiner
derzeitigen Situation, Zukunftsperspektive oder Einstellung dazu.
Früher und das sehe ich im Grunde auch heute noch so, stand das Thema zusammen wohnen und leben gar nicht zu Debatte. Das war sowas wie ein Teilabschnitt einer festen Beziehung, das gehört(e) dazu.
Kennenlernen -> Beziehung entwickelt sich -> fest zusammen -> immer mehr Alltag teilen und miteinander verbringen -> zusammen wohnen -> Haus auf'm Land, Kind. Das war für mich wie ein Plan. Das war mein Wunsch.
Also der Gedanke das man fest zusammen ist, aber jeder noch sein eigenes Reich wo der andere zwar kein Fremder aber doch eher als Gast fungiert wenn er/sie mal da ist, den finde ich befremdlich. Gerade wenn Kinder da sind.
Wie oft kommt die Kleine nachts mal an, wie oft braucht man evtl. in der Nacht mal Hilfe vom Partner. Ruft man da an...."
du Maus hat nen Weinanfall weil sie gebrochen hat und das Bett dreckig ist....komm mal her und beruhige sie ich mach neues Bettzeug drauf."
Das führt früher oder später zu folgendem Vorwurf : "
Na du warst ja immer ni da, schön geschlafen bei dir aber ich hatte hier das heulende Kind" . Da reicht es doch schon bei manchen wenn einer auf Schicht ist....also eben nicht gemütlich in der Falle liegt sondern arbeitet.
Also der Wunsch vom gemeinsamen Leben (da gehört meine Tochter dazu) mit einer Partnerin besteht bei mir im Grunde schon noch. Und irgendwie am liebsten schon übermorgen und nicht in 15, 20 oder 30 Jahren. Man würde ja gern noch die Zeit nutzen bis der körperliche Verfall diverse Aktivitäten einschränkt (damit meine ich nicht vorrangig S.)
Nur bin ich halt auch Realist (andere sagen Pessimist, aber so groß ist der Unterschied ja auch nicht), ich weiß das es schwierige Rahmenbedingungen für mich sind. Und ich habe einfach sehr sehr sehr große Zweifel daran das eine Frau sich das Gesamtpaket antut, WEGEN MIR ALS
MANN . Ein nützlicher Versorger, der überall mit anpacken kann, sich um Haus, Garten und alles mögliche kümmert, zuhört usw....ja das war ich ja schon.. aber leider auch nur noch das. Und das wohl schon seit geraumer Zeit und habe es nicht einmal gemerkt. Weil ich nicht auf den Gedanken gekommen bin das es auch rückwärts gehen könnte.
Daher habe ich keine Lust mehr drauf...nicht wieder an die falsche geraten und in der Hoffnung oder dem Wunsch das ich diesen alten "Traum" weiterleben kann blind zu sein. Dann lasse ich es lieber und hab so mehr Zeit und Energie für den Menschen der mich liebt wie ich bin...meine Tochter.
Wer es etwas theatralischer mag...man könnte sagen ich habe den Glauben an die Liebe schlicht und ergreifend verloren.
Aber ich denke das ist nicht das schlimmste.