Zitat von acre: Gleichzeitig habe ich Angst, dass er sich total aus dem Leben der Kinder verabschiedet, wenn ich nicht irgendwie an ihm festhalte.
Verstehe ich. Aber es ist übel, dass Du dafür die (alleinige) Verantwortung trägst.
Ich würde versuchen, das etwas mehr bei ihm zu lassen.
Gibt es einen Grund, warum er 40 km weit weg gezogen ist (irgendwas war doch da mit "Gartenhaus", hab's aber nicht mehr genau im Kopf - ist das noch aktuell?).
Meiner ist ja ca. 20 km weggezogen und unsere Kinder sind größer - aber schon das hat mich genervt (zumal er ja immer wegen der Kosten jammert - das generiert ja nicht unerhebliche Spritkosten, zu seiner Arbeitsstelle ist es jetzt nämlich noch weiter, über 30 km).
Er hat behauptet, er hätte hier in der Nähe keine Wohnung gefunden (völliger Quatsch).
Seine Gründe sind, denke ich, vor allem, dass er sich mit Next "frei bewegen" können möchte (ohne Angst zu haben, ständig auf gemeinsame Bekannte zu treffen und sich zum Thema "Trennung" erklären zu müssen). Er lässt sogar die Kinder, wenn er mit ihnen Pizza essen geht, dorthin kommen bzw. holt K3 ab, fährt mit ihm dorthin und wieder zurück (ich nehme an, weil er in die Pizzeria hier um die Ecke, in der wir immer als Familie waren, nicht gehen möchte). Zudem ist sein neuer Wohnort so angebunden, dass Next dorthin direkt mit dem Zug kommen kann, ohne den hiesigen ICE-Bahnhof zu passieren (was wiederum mit dem Risiko verbunden wäre, auf mich oder gemeinsame Bekannte zu treffen).
Zitat von Unterwegs2023: es hätte meiner Beziehung vermutlich besser getan, wenn ich mich auf den Beruf konzentriert hätte.
Das unterschreibe ich auch für einige Phasen meines Lebens.
@acre: Ich würde mir, was das Berufliche angeht, vielleicht sagen, dass das momentan einfach eine Art Übergangsphase ist, in der man schauen muss, bis sich familiär alles einigermaßen zurechtgeruckelt hat - und dass Du danach wieder darauf hinarbeiten kannst, beruflich das zu tun, wofür Du wirklich "brennst" (keine Ahnung, ob das realistisch ist). Mir hilft es, wenn ich mich in Situationen befinde, in denen ich viele äußere Zwänge fühle und wenig mit mir im Reinen bin, häufig, mir vorzustellen, dass dieser Zustand aller Voraussicht nach nicht ewig anhalten wird.
Beispielsweise so: In einem Jahr sollten die Kinder und Du die Trennung halbwegs bewältigt haben sollten und Ihr solltet eine Art "steady state"-Zustand erreicht haben solltet, in dem man auch abschätzen kann, was von Deinem NM zu erwarten ist (und was nicht). Bedenke auch: Die Kinder werden schnell größer - schon in fünf Jahren werden sie viel selbstständiger und kaum noch auf Betreuung angewiesen sein. Ich fand es bei meinen immer einen Meilenstein, wenn man sie problemlos und regelmäßig ein paar Stunden alleine lassen konnte (und ein weiterer war, als sie ab und an auch mal über Nacht oder ein komplettes WE alleine bleiben konnten). Zudem werden sie viele Dinge direkt mit ihrem Vater klären - d.h. Du wirst bis zu einem gewissen Grad ohnehin aus der Nummer raus sein.