Zitat von acre:Magst du das mal näher beschreiben?
Bei uns war es auch während der Beziehung fast immer so, dass unsere Arbeitsplätze weit auseinanderlagen (zu weit, um täglich zu pendeln). Meist bin ich zwei oder drei Tage in der Woche an meinen jeweiligen Arbeitsort gependelt (mit Übernachtung dort) und habe den Rest der Zeit am Familienwohnsitz im HO gearbeitet. Es kam und kommt aber auch vor, dass ich mal eine Woche komplett am Arbeitsort sein muss, es gibt aber auch Wochen, in denen ich überhaupt nicht hin muss. Die Kinder waren und sind das seit ihrer ganz frühen Kindheit gewöhnt und das Modell hat mit verschiedenen "Ortskombinationen" (sowohl der Ex als auch ich haben während der Beziehung mehrmals den Arbeitsplatz gewechselt) immer recht gut funktioniert.
Zum Zeitpunkt der Trennung war K1 schon ca. eineinhalb Jahre ausgezogen, kam aber immer noch gerne ins ehemalige Familienzuhause (er hat hier nach wie vor noch viele Freunde und geht auch einer ehrenamtlichen Aktivität nach). K2 stand ein Dreivierteljahr vor dem Abi und es war klar, dass er danach höchstwahrscheinlich direkt auszieht. K3 hatte gerade Klasse 9 begonnen und bei ihm ist es fast sicher, dass er für die Oberstufe die Schule wechseln wird (d.h. ein Schulwechsel in oder nach Klasse 9 wäre denkbar ungünstig gewesen).
Aufgrund dieser Situation war es dann mein Vorschlag, das alte Familienzuhause noch eine Zeitlang im Rahmen eines Nestmodells zu erhalten, d.h., dass der Ex und ich uns dort abwechseln, und sich dann umzuorientieren, wenn der Schulwechsel bei K3 ansteht (nach Klasse 10).
Aufgrund der Kosten (ist ein gemietetes Haus mit horrender Miete) war und ist aber auch klar, dass wir dieses "Familienzuhause" dauerhaft nicht würden erhalten können.
Wir sprechen per E-Mail ab, wer wann hier ist - das passt.
Die ursprünglichen Absprachen klappen ansonsten zum Teil gut, zum Teil aber auch überhaupt nicht - vor allem hat von Anfang an nicht funktioniert, dass der Ex an "seinen" Tagen in der alten Familienwohnung übernachtet (obwohl hier reichlich Platz wäre und er auch einen separaten Bereich für sich definieren könnte, den ich dann nicht betreten würde). Er versorgt zwar die Kinder (bzw. jetzt nur noch K3) nachmittags / abends und fährt ihn morgens oft zur Schule, aber übernachten tut er in seiner Wohnung. Bisher war das kein so großes Problem, weil K2 (und manchmal auch noch K1) ja da waren, die beide volljährig sind - aber nun ist es das natürlich schon. Ist gerade eine große Baustelle und müssen wir auf jeden Fall regeln.
Was auch nicht richtig klappt, ist, dass er sich hier anteilig an den Arbeiten in Haus und Garten beteiligt (war relativ genau abgesprochen, wer da was macht). Das bleibt alles zu 90% an mir hängen.