Zitat von Rheinländer: Ich war ja glücklich im Leben 1.0 und habe nichts vermisst.
So ein Leben wäre für mich heute unvorstellbar.
Auch wenn es rückwirkend betrachtet jetzt schöner ist....so möchte ich aber an dieser Stelle hervorheben das du so wie es war glücklich warst.
Ich denke der Gedanke "ich könnte glücklicher sein wenn...." der umringt viele Warmwechsler und Affärenführer/in.
Und ich gehe noch weiter....das dieses Gedanke "es konnte was besseres kommen" einigen von uns noch auf die Füße fallen wird....denn ich habe die Vermutung das gerade beim OD das oft das Problem ist.
Ich weiß nicht warum, aber gefühlt scheint es immer öfter der Fall zu sein mit dem was man hat nicht zufrieden zu sein. Geht mir auch so, aber bei mir sind es meist Dinge die ich selbst noch verwirklichen kann.
Zitat von Caecilia: Oh ja - die arme Kleine. Das kenne ich von meinen Kindern in dem Alter aus Situationen, in denen sie sich irgendwie unsicher gefühlt haben. Gib ihr ganz viel Liebe (tust Du eh).
Ich wundere mich nur, weil das alles recht neu von ihr ist. Klar sie wird größer. Aber NF sagte auch (mehrmals) seitdem sie bei dir war läuft es hier. Und letztens hatte sie eine Jeanshose an (mag sie eigentlich überhaupt nicht) da gab es dann diesen Dialog zwischen uns (sinngemäß)
K: Mama hat gesagt das ich die anziehen soll
Balu: magst du die Hose nicht?
K: nein
Balu: Und warum hast du Mama das nicht einfach gesagt?
K: ich möchte nicht das Mama mit mir schimpft.
Zum einen muss ich sagen, das die Kleine Gurke einfach zum knuddeln aussieht in der Hose. Aber ich war halt auch verwundert weil sie bei mir keine anziehen würde. Und manchmal müssen die Gurken auch Dinge anziehen oder tun die sie nicht wollen. Regensache, Schal drum oder oder oder.
Was mir ein wenig Kopfschmerzen bereitet ist, das die Aussage "ich möchte nicht das Mama schimpft" irgendwie die Angst innewohnt etwas tun zu müssen damit alles gut ist.(wie gesagt sinngemäß, den ganz genauen Wortlaut hab ich mir nicht gemerkt, aber die Situation war einprägsam).
Ich kenne meine NF und bei allen Fehlern die ich in der Beziehung gemacht habe, warum auch immer, ich weiß wie ich mich über die Jahre (auch vor der Affäre) gefühlt habe. Ich hatte das Gefühl mir ihre Liebe/Zuneigung verdienen/erarbeiten zu müssen...ich müsste nur genug tun und dann bekomme ich das was ich brauche.
Ich habe Sorge das meine Kleine das auch so empfindet. Das sie funktionieren muss damit alles gut ist. Dabei sollte die Liebe zum Kind bedingungslos sein...es reicht das es da ist. Und dabei ist es völlig unabhängig davon ob man mal schimpft oder laut werden "muss".
Zitat von Caecilia: , kann also auf eine Reihe gemeinsamer Jahre zurückblicken -
Ich denke das die Zeit da nicht der entscheidende Faktor ist. Sondern wo die Kinder sich wohler fühlen.
Zitat von Caecilia: Der Ex und ich haben eine identische Ausbildung und auch in ähnlichen Jobs gearbeitet.
Das ist bei uns nicht ganz so, ich bin gelernter Facharbeiter in einem techn. Berufsfeld und sie gelernte Verkäuferin. Die "Einzelhandelskauffrau" wollte sie damals nicht mehr machen...ich und auch meine Mutter hielten es für ne gute Idee das Jahr noch dranzuhängen. "Bräuchte sie nicht und wir sollen damit nicht nerven".
Zitat von Caecilia: Der Verdienstunterschied war und ist bei uns aber jetzt auch nicht gigantisch, so 20-30%.
Auch das ist bei uns ein wenig anders....in den letzten Jahren hatte ich ca das doppelte von ihren Einkommen...so als Mittel. Dabei aber auch 90-100% aller Festausgaben gezahlt.
Zitat:Er war damals nicht bereit, für ein halbes Jahr 1-2 Tage HO zu machen (oder Teilzeit in Elternzeit, whatever ... zu nehmen), obwohl das von seinem AG aus problemlos gegangen wäre. Ich musste das dann irgendwie mit Herumlavieren und verschiedenen Babysittern lösen. Das hat mich echt entsetzt.
Ok das verstehe ich, beruflich gibt es da bei mir nicht so viel Spielraum aber mein Beruf erlaubte es uns auch nur überhaupt den "Traum vom Haus" in Angriff zu nehmen. Daher waren viele Entscheidungen, aus meiner Sicht, eine Folge der Notwendigkeit und nicht der persönlichen Befindlichkeiten.