Zitat von Jamirah: Aber wie man es machen könnte und was rauskommen sollte, damit habe ich mich mit Ratgebern, Freunden und auch mit meinem Therapeuten befasst.
Haben die das alle (insbesondere dein Therapeut)mit dir diskutiert? Oder war die Grundhaltung eher, dass du ihn gehen lassen solltest?
Zitat von Caecilia: Ich denke, es muss auf jeden Fall eine "echte" Beziehung 2.0, also eine "neue" Beziehung, sein - also kein Weiterführen der alten.
Ich weiß, dass das immer gesagt wird. Aber ich kann mir das nicht vorstellen. Die beiden Grundkomponenten in der Beziehung sind doch die gleichen Menschen. Vielleicht funktioniert sowas dann nur, wenn man sich 5 Jahre nicht gesehen hat und noch mal wirklich neu startet.
Zitat von robrt: Das macht es jetzt ehrlicherweise auch nicht besser.
Gibt auch nicht viel, was es jetzt besser machen könnte. Augen zu und durch. Die Situation ist wie sie ist.
Zum Thema Eifersucht. Ich glaube, dass die beiden Arten, die @KomischerVogel aufgemacht hat in der Reinform stimmen. Allerdings werden sie in der konkreten Situation immer vermischt sein. Vielleicht zu unterschiedlichen Anteilen.
Eifersucht beinhaltet ja aber auch was übersteigertes, irrationales. Und das war ich nicht. Ich war existenzbedroht. Und das war eine realistische Wahrnehmung der Situation. Wäre ich nicht schnell und clever gewesen und hätte zum einen Glück gehabt und zum anderen ein Umfeld, das mir Anwälte empfohlen hat, für mich verschiedene Möglichkeiten durchgedacht hat und schließlich beim Eintüten der Scheidungsfolgevereinbarung unfassbar hilfreich war, hätte unser Leben in einer Miniwohnung am Existenzminimum am Stadtrand enden können.
Allerdings hat er sich von mir auch bedroht gefühlt. Ich hab alle seinen schönen Gefühle für Next nicht verstanden, fand Next kacke und wollte eigentlich, dass er kündigt.
@Caecilia Ich habe mit meinem Ex da schon lange nicht mehr drüber gesprochen, weil ich seine Antworten nicht gut aushalte. Er sagt er, dass er sehr verletzt von mir war, weil ich ihm nicht mehr vertraut habe (nachdem Next am Küchentisch saß). Er hat sehr lange geglaubt, dass er irgendwie beides haben kann und ich der Ar. bin, weil ich ihm sein Glück nicht gönne. Er hat mir mal gesagt, dass ich mich doch bitte für ihn freuen soll.
Er sagt auch, dass wir beide so schlecht miteinander umgegangen sind, dass er von mir weg musste und es gar nichts mit Next zu tun hatte (zwei Tage nach Auszug hat er mir mitgeteilt, dass sie in einer Beziehung sind).
Er hat mir auch mal vorgeworfen, dass er Angst davor hatte, dass ich ihm die Kinder wegnehme.
Ich weiß nicht, wieviel man auf seine Logik geben darf. Ich weiß, dass er in der Akutphase gar nicht verstanden hat, dass ihm die Situation längst entglitten ist und er hat lange nicht die Bedrohung verstanden. Mir zu sagen, dass ich wollte, dass er auszieht, ist Schuldumkehr.
Er hat nicht ausgehalten wie Ar. er eigentlich war. Ich glaube Scham spielt bei ihm eine große Rolle. Augenkontakt war ganz lange gar nicht möglich.
Meine Mama hat ihn mal angezickt, dass er doch wenigstens grüßen könnte. Gott, habe ich sie in dem Moment dafür lieb gehabt.