Zitat von Caecilia:Hmmm. Ich würde jetzt sagen 1. Eifersucht in dem Sinne, dass ich befürchte, dass der Partner sich jemandem anderen zuwendet 2. Eifersucht darauf, dass eine andere Person etwas hat, was ich nicht habe (z.B. Erfolg im Beruf, einen tollen Partner) - obwohl - das ist doch eher Neid, oder? Magst Du nochmals erklären, ...
Na klar.

Ich denke, es gibt eine rein Ich-bezogene Form der Eifersucht.
Also: Der Partner wendet sich einem anderen zu. Mich schmerzt aber nicht der Verlust des Partners, sondern die Herabwürdigung der eigenen Person. Ich habe also deshalb Sorge vor dem Weggang des Partners, weil das mich als Person abwertet. Ich werde von Dritten als Trottel, als hässlich, als unangenehm, als was auch immer wahrgenommen.
Und es gibt die Form, in der man den Partner als Partner nicht verlieren möchte.
Also: Die Vorstellung, der Partner könne sich einem anderen zuwenden, schmerzt nicht deshalb, weil man selber dadurch als minderwertig dasteht, sondern weil man eben an diesem "idealen" Partner festhalten will. Weil die Vorstellung, der Partner könne sich einem anderen zuwenden, an und für sich kaum zu ertragen ist.
Das sind natürlich nur meine verqueren Gedanken.
Vielleicht noch ergänzend: Ehe 2.0 halte ich für Wunschdenken. In keinem einzigen Fall in meinem Umfeld hat das funktioniert. Das ist natürlich nicht repräsentativ.