KeinRoboter
Mitglied
- Beiträge:
- 347
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 698
- Mitglied seit:
Zitat von acre:Und es läuft ja im Kern auf die Frage heraus, wie sehr sich Menschen ändern können. Wenn sie in der Trennung Ar. waren, waren sie es dann heimlich schon immer?
Ich glaube, der Kern in uns bleibt unverändert. Wir ändern unseren Umgang mit Themen und Ereignissen, wachsen, sammeln Erfahrungen, werden reifer und stehen evtl mehr für uns ein, werden aber nicht irgendwann ein „Ar…“. Zumindest hoffe ich das.
Die Perspektive ändert sich und damit auch unsere Sichtweise auf das Verhalten anderer und wie wir damit umgehen.
Rückblickend kann ich für mich feststellen, habe ich eine lange Zeit viel akzeptiert, über belastende Verhaltensweisen hinweggesehen, diese weniger negativ bewertet als mein Umfeld das schon sehr früh getan hat, Stärken betont, das Positive und Potential gesehen und (nach meinem Eindruck, was mit Sicherheit nicht immer zielführend oder förderlich war) immer versucht konstruktiv und kommunikativ für Lösungen zu sorgen.
Als ich das dann nicht mehr so wollte, konnte, getan und eine klare Grenzen gezogen habe, hat es nicht mehr funktioniert und es wurde verletzend.
Ich glaube tatsächlich nicht, dass er oder ich (je nach Perspektive) uns derart negativ verändert haben, wir haben andere Seiten von uns gezeigt, die wir in der Beziehung vorher nicht gezeigt haben, und hatten weniger Toleranz für die andere Seite.
Zitat von KomischerVogel:Der Ansatz ist, der Charakter eines Menschen zeigt sich bei Unwetter und Sturm, nicht bei Sonnenschein.
Ohne Frage, zeigt sich die Tiefe einer Beziehung und was sie aushalten kann in solchen Situationen.
Jeder wünscht sich in solchen Zeiten einen Partner/ eine Partnerin, die bereit ist, mit einem zusammen solche Phasen zu durchleben und auch für die Familie zu kämpfen.
Manchmal sind die individuellen Probleme eines Menschen in Verbindung mit fehlenden Lösungsstrategien aber so groß, dass er/sie in stürmischen Zeiten keine Stütze sein kann, emphatisch auf eine Situation reagiert oder den einfachen Weg geht und verschwindet.
Kein netter Zug und soll das Verhalten eines Menschen auch nicht entschuldigen, kann es aber zumindest erklären.