Zitat von Zitronenfalter2: Am Ende weiß man ja auch nicht was die Männer den Neuen so erzählen.
Genau das, habe ich meinen damals mal gefragt.
Mit der Frage konnte er zunächst nicht wirklich was anfangen. "Wie? Was hab ich ihr erzählt?"
Ich meinte;" Was hast du ihr erzählt? Welche verheiratete Frau, lässt sich auf einen verheirateten Mann mit einem kleinen Kind von 9 Monaten ein?"
Auf die Antwort warte ich heute noch. Der Blick aber sprach Bände.
Im Nachhinein konnte ich mir dann einiges zusammen reimen, denn er hat ein bisschen von ihr gesprochen. Dort war es da klassische.
Sie war unglücklich in der Beziehung, ihr Mann wäre dies und das und jenes, aber die Kinder und so weiter und sofort.
Irgendwie hatte meiner dann wohl ein Bild von sich als strahlenden Ritters im Kopf, der Auszog um die holde Prinzessin zu eretten.
Ich denke echt bei ihm war es beides. Getröstet zu werden und besonders, Tröster zu sein.
Vermutlich haben se sich einfach gegenseitig ausgeheult.
Zitat von Balu85: Dazu müssen beide Offen und Ehrlich sein. Und auch dazu bereit sein zu sagen "Du, irgendwas läuft hier schief. Meine Gefühle sind nicht mehr so wie sie sein sollte. Mir fehlt etwas." Ich denke das wird niemand gerne tun.
Dazu müsste der/ diejenige in der Lage sein diesen Umstand zu erkennen und in worte zu fassen. Da scheitert es schon bei manchen.
Zitat von Leopoldine1511: Und zum Kuckuck wenn alles so schlecht war, warum sind sie dann nicht gegangen?
Eine Mischung aus Bequemlichkeit, es nicht merken, merken wollen das etwas nicht stimmt. Und soo schlecht war/ ist es ja auch nicht. Langweilig und eingeschlafen vielleicht. Aber nicht wirklich schlecht.
Zitat von acre: Auf Nachfrage war immer alles in Ordnung.
So war es bei uns auch. Ich hab ihn öfter drauf angesprochen es stimmt was nicht. Und das er da nicht näher hingeschaut hat, ist das, was ich ihm eigentlich ankreide.
Später meinte er mal zu mir er dachte das müsse so und wäre normal.
Ich denke wir hätten was retten können. Aber dazu gehören halt 2.
An der stelle trat mein Verletztes Ego auf den Plan. Früher mochte ich es mir nicht eingestehen. Heute nehm ich es an und akzeptier es. Ja es war ne gehörige Portion verletztes Ego im Spiel. Ausgetauscht wie ein alter Putzlappen, es nicht wert zu sein an der Beziehung festzuhalten.
Und was ich auch besonders schlimm fand damlas, mit ihr konnte er dann die Dinge besprechen über die er mit mir hätte reden müssen. Über das was in der Beziehung nicht lief. Über das was ich zig mal angesprochen habe aber nur ein " sehe ich nicht so" "ist alles ok" geerntet hab.
Zitat von acre: Was mir nicht in den Kopf will, ist der Umgang mit den Kindern.
Damit tu ich mich auch heute noch manchmal schwer. Aber das ist nix was ich ändern kann, denn seine Prioritäten setzt er selbst. Kann ich doof finden, aber nicht ändern. Weil sind ja seine.