Zitat von Jamirah: Wenn man jemanden liebt, der Fehler , auch gewaltige gemacht hat und um Verzeihung und Hilfe bittet, wäre ich bereit, Brücken zu bauen.
Es sind die Menschen die wir lieben die uns verletzten und "schlecht" behandeln, weil sie uns am meisten vertrauen.
Sie wissen das wir uns nicht einfach umdrehen, vor ihnen weglaufen und sie im "Stich" lassen.
Ich selbst wurde schon seit frühester Kindheit immer mal wieder von Menschen verletzt, die ich sehr liebte. Das fing bei Verwandten an, ging weiter mir Freunden und mündete in Liebesbeziehungen. Um Verzeihung oder Hilfe bat mich danach allerdings niemand, denn das erledigte ja schließlich ich immer (schon weit im Voraus) für sie
Eine zeitlang dachte ich, dass es daran liegen würde, dass sie Egoisten sind, bis ich erkennen musste, dass sie das
leider nicht sind.
Denn die wenigen
echten Egoisten die ich in meinem bisherigen Leben kennengelernt habe, waren alle durchweg
tatsächlich selbstbewusst,
tatsächlich eigenständig und haben ihren Worten
tatsächlich stets Taten folgen lassen. Solch (echte) Egoisten sind meiner Erfahrung nach die vertrauenswürdigsten Menschen überhaupt.
Sie sprechen in der Ich-Form, sagen dir klar und deutlich was sie wollen und wo die Reise
mit ihnen hingeht. Sie respektieren die Gefühle und Ansichten anderer Menschen, selbst wenn sie diese nicht teilen. Faule Kompromisse gehen sie deshalb nicht ein, weil sie integer sind und das auch von ihrem Gegenüber erwarten. Sie stellen keine Ansprüche denen sie selbst nicht gerecht werden würden. Wenn ihnen dennoch mal ein Fehler passiert ( was selten passiert, denn sie neigen zum Perfektionismus), dann haben sie keine Hemmungen die Verantwortung dafür zu übernehmen und die Konsequenzen daraus zu tragen, egal wie hart und belastend diese sind. Sie sind mit dir zusammen weil sie dich
gefühlsmäßig (wahrhaftig) WOLLEN und nicht, weil es für sie bequemer ist dich zu brauchen!
Demnach konnte ich für mich feststellen, dass es einen großen Unterschied zwischen (tatsächlich) egoistischen und (vollkommen) selbstbezogenen Menschen gibt.
Letztere (die Selbstbezogenen) sind meist sehr unsichere, wenig selbstbewusste Menschen, die die Eigenverantwortung in ihrem Leben lieber meiden und vorzugsweise im Außen abgeben, weil es ihnen zu anstrengend ist.
Sie reden selten im Ich, sondern konzentrieren sich in schwierigen Gesprächen lieber auf die Du-Form. Werden sie mit ihren Fehlern konfrontiert, nehmen sie schnell eine Opferhaltung ein., in der Hoffnung, dass die Konfrontation mit sich selbst schnell vorbei geht.
Oft erkennt man sie an Sätzen wie z.B : "Das hatte mit dir nichts zu tun...Ich weiß nicht wieso ich das getan habe" ect..
Sie überlassen es
anderen (ja du gehörst auch zu diesen Anderen) sie glücklich zu machen, nehmen dabei die Rolle des (stillen) Beobachters ein und machen (pauschal betrachtet) mit, solange es nicht zu schwierig, zu unbequem und lohnend für sie ist.
Selbst wenn sie sich (vermeintlich) entschuldigen (weil das im Augenblick der unausweichlichen Konfrontation einfacher für sie ist), lassen sie ihren Worten nur äußerst selten und vor allem langfristig Taten folgen. Sie sind mit dir zusammen weil es einfacher für sie ist, dich zu brauchen und sich deshalb auch meist lange nicht trennen. Doch selbst wenn sie (innerlich) genug von dir haben, dich nicht mehr wollen, sondern stattdessen irgendetwas oder jemand anderen gefunden haben, den sie fortan meinen "lieber zu brauchen", übernehmen sie nicht einfach die Verantwortung dafür sich von dir (mit allen Konsequenzen) zu trennen, sondern sorgen dafür das
DU es tust!
Sie sind nicht von grundauf böse oder niederträchtig, sondern einfach nur die Reinkarnation der Selbstbezogenheit!