Zitat von KomischerVogel: Ich halte es für einen Fehler.
Das fängt erstens schon damit an, dass ein Erwachsener (in diesem Fall Deine Ex) sich einfach weigert, die Verantwortung für seine Entscheidung zu treffen. Ich finde das armselig.
Zitat von KomischerVogel: Und es ist ein schlechtes Vorbild für die Kinder. Denn das A und O im Leben ist für mich das Tragen von Verantwortung.
Zitat:Irgendwann sind die Dinge oft nicht mehr plausibel und dann kippt es auf. Dann ist die Sache noch schlimmer.
Ich halte es nach wie vor nicht für einen Fehler, erst recht nicht bei einem (zu dem Zeitpunkt) 4 Jahre alten Kind.
Was bringt es der Kleinen wenn sie für eine für SIE unschöne Situation die Mama und am besten noch den Next verantwortlich macht, aber dennoch mit beiden die meiste Zeit klarkommen muss. Was bringt es wenn sie innerlich evtl. rebelliert aber dennoch nichts ändern kann.
Natürlich ist meine NF da kein gutes Vorbild, aber mir würde es schon reichen wenn sie dahingehend Verantwortung übernimmt das sie eben erkennt das Entscheidungen wie z.B. Betreuung und Wohnort nicht durch mich eingeschränkt werden sondern durch den Umstand das wir ein gemeinsames Kind haben und das da eben der Lebensmittelpunkt und die räumliche Nähe von mir und NF FÜR die Kleine wichtiger sind als 5km weniger Arbeitsweg.
Ich denke das meine Kleine sich schon so ihren Kopf macht....sonst hätte sie wohl nicht so sehr gefragt wann wer zu wem gezogen ist als es um meine Eltern ging. Wie gesagt, sie ging davon aus das meine Mutter direkt zu dem "anderen Opa" gezogen ist. Als wäre es das normalste der Welt das man einfach so zum nächsten geht. Das habe ich ihr aber deutlich gesagt das dass nicht der Fall war.
Ob es noch schlimmer wird wenn sie dann alles versteht, das weiß man nicht. Aber je älter sie werden um so mehr verstehen sie auch. Im Moment weiß sie doch nach garnicht so richtig was Liebe und Partnerschaft bedeutet....also zwischen Erwachsenen. Ich bin nur bestrebt ihr immer wieder zu sagen und zu zeigen, das egal was passiert ich (und auch die Mama) sie immer lieben werden.
Zitat von KomischerVogel: Man muss sich davon verabschieden, die Kinder vor den Schrecken der Trennung vollends schützen zu können. Die Realität ist, wie sie ist, da sollte man sie abholen.
Vollends schützen kann man sie nicht, wie auch. Allein der Umstand das sie nicht das EINE ZUHAUSE haben macht es ja mehr als deutlich. Lieblingskuscheltier bei Mama und eins beim Papa, Spielzeug XY hab ich nicht....hat sie mit zur Mama genommen. usw.
Sicher ist die Realität so wie sie ist. Aber man sollte meiner Ansicht nach schon überlegen wie viel Realität man wem zumutet. Realität ist auch das sich Menschen gegenseitig umbringen, verletzen phys. und psych. Qualen aussetzten...das lässt man ja auch nicht ungefiltert an ein KLEINES Kind ran.
Zitat von EngelohneFlügel: Aber dann sind sie Größer und können das Ganze besser überblicken.
So sehe ich das auch. Und ich denke das sie, je nachdem wie sie sich entwickeln auch entsprechend Fragen stellen werden. Auf die man dann halt entsprechend reagieren kann/muss.
Man merkt schon anhand der Fragen was sie wie aufnehmen und worüber sie grübeln.
Eines Tages....so denke ich werde ich auch nicht drumherum kommen das sie
fast die ganze Geschichte erfährt. Aber das liegt noch in ferner Zukunft. Aber ich möchte das sie ein offener und ehrlicher Mensch wird und dazu gehört es dann evtl. auch zu verstehen was es anrichten kann. Und ich gebe zu das es manchmal auch schwierig ist das sachlich zu beantworten....gerade wenn es einem eh gerade schwer fällt. Aus unterschiedlichen Gründen.