Zitat von acre: weil es so klang, dass sie vielleicht was über das Wie verstanden hat.
Ne Antwort gab er nicht, auf die Frage - aller Fragen.
Aber, wer in einem Traumland lebt, wo Frauen immer anziehend, immer willig, immer brav, immer folgend, immer gehorchend, immer süß und immer besonders lieb - zu ihm - sind, da war ich nach 23 Ehejahren, einfach nicht mehr richtig.
Natürlich gehören auch immer zwei dazu, das es sich findet, das es sich trennt. Trotzdem fiel ich aus allen Wolken.
Ich dachte auch, man könne jedes Riff umschiffen und Meinungsverschiedenheiten gehören auch zur Ehe.
Nicht im Traum wäre ich darauf gekommen, das er seine Jugendliebe ausgräbt und Jubdihu spielt.
Andererseits, vielleicht hat sie mir einen Gefallen getan. Es ist, wie es ist.
Nur möchte ich nicht, ewig nachtragend, wie seine Mutter sein, im Bestfall wird er mir so egal, wie das Fahrrad, das umfällt. Er hatte seine Chance.
Zitat von acre: Tiefenpsychologisch
Wollte er immer, was er nicht hat. Wollte ohne viel zu tun, trotzdem im Geld schwimmen, Ohne viel Sport, n Sixpack. Ohne Moos, trotzdem M5 fahren und wenn es nicht für 12 Zylinder reicht, dann wenigstens 8.
Ich Depp, habs ermöglicht.
Es hat mich über die Jahre erkranken lassen. Dinge, die in mir schlummerten, wurden erweckt. Ich denke - er war / ist Ursache von. Was ich aber damals nicht wusste. Er, der strahlende Held, ich, das hinter ihm laufende Dummchen.
Dann, der Tod meines Vaters - und keine drei Monate, nachdem dieser unter der Erd, seine Beichte, er zieht zu Zimtschnecke. Dann, wenn er Urlaub hat - und ich ihm sofort raus warf. Er hat was kaputt gemacht, wofür ich lange brauchte, es zu kitten.
Vielleicht wird es auch nie mehr ganz. Dieses Herz. Ja, mir fehlt auch dieser besondere Mensch, mit dem man wirklich alles teilen kann, aber ich sehe derzeit keinen Anwärter dafür.
Wo man auch hinsieht, mehr Mangelexemplare, als Dachbodenschätze, Garagenfunde oder verborgene Schatztruhen.
Zitat von acre: an dem Punkt, dass verschiedene Faktoren ungünstig
ja- die Auffassung teile ich. Ich hab sicherlich auch meinen Anteil am Scheitern. Aber den Todesstoß hätte ich mir sicherlich nie selbst verpasst, das war schon er allein.
Für ihn, der immer etwas in besonderen Wolken lebte, war das Ganze halt nimmer so locker, so leicht und so bekömmlich. Er hätte an seinen Features arbeiten müssen.
Ich vergleiche ihn da gern mit Frankenstein, er erschuf sich sein Monster und als es fertig war, gefiel es ihm nicht mehr. Er sagte oft, wenn ich wieder, wie früher wäre, dann - ja, wie streicht man denn zwei Jahrzehnte aus dem Gedächtnis, die Narben der Geburt aus dem Körper?
Man ist nicht ewig Zwanzig oder Dreißig, man wird älter. Ohne Zutun.