Zitat von SonnenschWein: Ich kann mir leider gar kein Bild davon machen, wie sich meine Kinder in dieser Situation fühlen müssen, da meine Eltern immer noch zusammen sind.
Ich kann nur aus meiner ganz persönlichen Erfahrung heraus berichten und dabei feststellen, dass es absolut keine Rolle spielt, ob die Eltern noch "zusammen" sind oder nicht, sondern nur darauf WIE sie miteinander umgehen.
Zitat von SonnenschWein: Ich habe nur den EINDRUCK, dass es ihnen nicht sehr gut damit geht.
Natürlich, aber die Frage ist womit genau es ihnen nicht gut geht?! Das ist meiner Erfahrung nach (ich habe einen Bruder der nur 1,7 Monate älter ist als ich) sehr individuell und hängt stark davon ab, wie das Verhältnis bzw welche Bindung zum Vater VOR der Trennung gegeben war?! Ich rede hier nicht nur davon ob man(n) seinen Kindern Gute-Nacht-Geschichten beim zu Bett gehen vorgelesen oder die Stützräder am ersten Fahrrad angeschraubt hat, sondern von einer tiefergehenden emotionalen Verbindung und damit weit über solche "Standarts" hinausgeht?!
Zitat von SonnenschWein: Was aber genau in ihren Köpfen vorgeht, weiß ich nicht.
Je nachdem wie alt eure Kinder sind, kann ich dich nur dazu anregen genau das herauszufinden..
Denn alleine die Tatsache sich mal ganz "angstfrei" und frei von der Leber mitteilen zu können, ist schon ein sehr entlastendes Gefühl, sofern darauf keine persönliche Wertung seitens eines Elternteils erfolgt.
Zitat von SonnenschWein: Sie versuchen, das Thema zu vermeiden.
Auch hier ist wieder die Frage nach dem "Warum" maßgeblich. Ich zum Beispiel habe das Thema nie gemieden, obwohl ich durchaus immer Angst vor den Reaktionen hatte. Mein Bruder hingegen war diesbezüglich ganz anders drauf. Er machte die Dinge lieber mit sich selbst aus.
Zitat von SonnenschWein: Da mein NM sich auch nichts sagen lässt von mir, kann ich da sowieso nicht eingreifen.
Doch das kannst du! Du kannst sehr wohl in das Geschehen eingreifen, wenn du dir bewusst machst, dass deine Kinder absolut nichts akzeptieren müssen, was sie JETZT NOCH nicht wollen.
Kinder sind keine Besitztümer die man sich nach Belieben und aus Zeitgründen aufteilt! Leider vergessen das viele Menschen die sich einst gemeinsam fortgepflanzt haben. Ein Kind ist kein Hund, den man mal für ein paar Stunden Gassi führt, weil man es eben muss!
Zitat von SonnenschWein: Obwohl ich ihn manchmal schon gern fragen möchte, ob er eigentlich mal drüber nachgedacht hat, was es mit den Kindern macht.
Bevor du deinen Mann diesbezüglich ansprichst, solltest du erst einmal ganz genau herausfinden,
was genau es mit den
Kindern macht. Das sollte vorerst die oberste Priorität haben.
Versteht mich bitte nicht falsch Leute, denn ich habe mir sowohl für meinen Vater, als auch meine Mutter gewünscht, dass sie beide glücklich sind bzw. werden. Auch wenn sie es nicht miteinander geworden sind. Vergessen habe ich mich dabei allerdings stets selbst!
Zitat von SonnenschWein: Zu gehen und ihnen dann sofort die Neue vor die Nase zu setzen, sie von da an IMMER im Schlepptau zu haben, nach wenigen Monaten mit ihr zusammenzuziehen, sodass die Kinder GAR keine Chance mehr auf ihn ohne sie haben....
Wenn es das ist, was die Kinder belastet (das Tempo) dann ist es aus meiner Sicht definitiv an der Zeit zu handeln!