Zitat von Maglia: Da hast du Recht, ich habe auch gesagt, dass es mir zu stressig ist, mit Kind zu verreisen, zu teuer in den Ferien etc.
Ja, aber andererseits schilderst du immer wieder, dass du dich sofort aus dem Konzept bringen lässt, wenn er auf so etwas dann irgendwelche passiv-aggressiven Kommentare auf Social-Media postet.
Oder wenn er dich - mit der Tochter auf dem Bauch - dann anruft und sagt: "Wir sind enttäuscht!".
Das scheint dich auf der Stelle aus dem Konzept zu bringen.
Wieso lässt du das nicht einfach von dir abperlen und denkst dir etwas wie: "Ok, der schmollt und wütet jetzt rum, weil er nicht bekommen hat, was er gerade wollte!" ? (Erinnert dich sein Verhalten übrigens an etwas?).
Wieso geht dir das dann so nahe?
Wieso trifft dich das dann so und du meinst dann, dich rechtfertigen zu müssen?
Und damit kriegt er dich immer wieder.
Wieso lässt du ihn mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen und seiner Kindererziehung nicht allein fertigwerden?
Er will sein Kind so erziehen, dass es 24/7 an ihm klebt?
Ok, seine Entscheidung.
Aber er kann dich nicht zwingen, seine Erziehung und seine Entscheidungen mitzutragen.
Wenn es beispielsweise einen Konflikt zwischen euch gibt, den ihr nicht besprechen und somit nicht lösen könnt, weil das Kind keinen Raum dafür gibt, dann könntest du ihm ganz sachlich sagen, dass es dir unangenehm ist, in dieser Situation und mit diesem schwelenden Konflikt weiter bei ihm zu sein.
Sag ihm sachlich und freundlich, dass du siehst, dass eine Klärung im Moment leider nicht möglich ist und dass du das gern mit ihm besprichst, sobald es wieder möglich ist. Also wenn die Kleine wieder bei der Mutter ist.
Wünsch ihm einfach eine schöne Zeit mit seiner Tochter (ganz ohne Häme) und sag ihm, dass du dich so lange zurückziehst und ihm den Raum mit seiner Tochter gibst, den er haben will und den offenbar auch beide brauchen.
Es ist seine Entscheidung, sein Kind so erziehen, dass nicht einmal eine Stunde Zeit ist, partnerschaftliche Dinge mit dir zu besprechen, die gerade anstehen.
Es muss aber nicht deine Entscheidung sein, da grollend mitzumachen und dir noch ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen.
Wenn du so handelst, ist er nämlich auf seine eigenen Entscheidungen zurückgeworfen und kann seine Wut, seinen Groll und seine Überforderung (wie gesagt: niemand hält es aus, keine Minute Zeit für sich zu haben) nicht mehr auf dich projizieren und deshalb auf dich wütend sein.
Lass ihn die Konsequenzen seiner Erziehung und seiner Entscheidungen selbst tragen.
Dann wird er früher oder später selbst feststellen, dass es so nicht geht und nach Lösungen suchen.