Erst einmal danke für die Antworten - auch wenn sie nicht gefallen und man sicherlich etwas anderes würde hören wollen, so helfen diese doch.
@Jane_1
Nun ist "Schluß machen" ja nie schön und "Würde" ist auch kein einfacher Begriff.
Aber auch dafür gibt es zwischenmenschliche Regeln, z.B. den anderen nicht mehr zu verletzten als nötig. Vielleicht war das sogar ihr Ziel, es ist aber bei mir mächtig in die Hose gegangen.
Nach einem gegenseitig als intensiv empfundenen Jahr dieses unter solchen Umständen zu beenden (Schluß machen auf Raten unter Tränen/Schluchzen und den anderen unnötig hinzuhalten) empfinde ich doch als sehr verletzend und die Art und Weise wie es geschah, die ist für mich verstörend. Ich würde sogar so weit gehen und dies als feige bezeichnen, denn das ist es ja (auch wenn es vielleicht ihrem Selbstschutz geschuldet ist und man dem unausweichlichen Konflikt am Ende aus dem Weg gehen will).
Selbst wenn es sicherlich nichts mehr gebracht hätte, so würde ich mich besser fühlen, wenn ich die Möglichkeit zum Antworten gehabt hätte.
Und ihr vorherrschendes Gefühl ist leider ihre permanente Angst vor alles und allem. Das sie es aber diesmal mit mir würde anders machen wollen.
Ob ich beleidigt bin, darüber bin ich mir im Moment nicht sicher, es sind ja doch eine ganze Menge an Emotionen, die durch einen wallen. Bis zu meiner Nachricht war ich ja noch davon ausgegangen, daß sie sich, wie von ihr versprochen, bei mir melden würde.
Und mein Übersetzungsversuch ist ja bloß meiner, deswegen suche ich hier ja nach weiteren.
Selbstverständlich bin ich wütend - von einen Augenblick auf den anderen hat sich ja die sichere Lebensposition, in der man sich glaubte, radikal geändert.
Danke für Deinen weiblichen Übersetzungsversuch, gern mehr davon.
@Brightness2
Klar, Gefühle sind nicht verhandelbar. Insofern ist damit dann auch schon alles gesagt.
Aber Gefühle kommen und gehen ja auch. Bei mir sind ja auch Gefühle entstanden, obwohl mir klar war, daß das ganze hoch problematisch werden könnte.
Wenn ich mehr richtig als falsch gemacht hätte, dann wäre ich jetzt nicht hier.
Jede Erklärung/Antwort die mir hilft, mich weiter zu entwickeln, ist mir willkommen.
Und natürlich wäre es mir am liebsten, diese von demjenigen Menschen zu bekommen, mit dem ich bis vor kurzen noch eng verbunden war.
Vielleicht habe ich auch Warnsignale übersehen und mir ist auch klar, daß der, der geht schon weg ist. Doch kam dies hier alles sehr unvorhersehbar und urplötzlich.
Wenn man noch nicht völlig abgestumpft ist, dann macht man sich darüber Gedanken ...
Etwas verwundert bin ich über die Einschätzung, was ich für ein Frauenbild haben würde.
Zwar hatte ich dies weiter oben, als es auch schon zur Sprache kam, erwähnt (und könnte ich den Text noch ändern, so würde ich einen weniger mißverständlichen Platzhalter wählen), wiederhole dies aber gern.
Madame ist nur der Platzhalter für ihren Namen.
Genau so gut wäre z.B. Brightness2.
Es enthält keine Wertung, sondern dient nur als "Platzhalter".
Es gibt sicherlich auch Frauen, die sich für sportliches Segeln interessieren. Getroffen habe ich davon aber nicht viele. Auch in dem Segelclub, in dem ich bin, haben es die Damen lieber komfortabel und trocken. Und mehrere Tage spartanisch (Rohrkojen, kein Innenausbau, Ein-Flammenkocher, etc.) ohne Klo und Waschmöglichkeit unterwegs zu sein, das ist halt nicht jederfraus Sache und als Einstieg in den Segelsport definitiv ungeeignet (aber Du kannst gern mal mitkommen

). Insofern war das als Angebot für eine längere gemeinsame Zukunft gedacht, man möchte ja gern die eigenen Leidenschaften die man hat, mit dem Partner teilen. Und es sollte nicht von mir mit Erwartungsdruck verbunden sein, ein Schnuppertörn bei einer Segelschule kann all dies bieten, das ist zumindest meine Erfahrung.
Aber ich muß Dir zustimmen, manchmal bin ich sicherlich zu verkopft.
@Vienne
Wahrscheinlich wird mir auch gar nichts anderes übrig bleiben als es ohne meine gewünschten Antworten akzeptieren zu müssen.
Nur gibt es leider keinen Schalter, den man so einfach umlegen kann.
Das mit dem "Führungsanspruch" kam nicht von mir. Sie ließ mich wiederholt wissen, daß sie "keinen Plan hat" und gern "geführt" werden will - was ich inzwischen aber ganz erheblich anzweifle, insbesonders durch ihre Darstellung im letzen Gespräch, daß ihr meine Sichtweise nicht ausreicht.
Zitat aus meinem langen Text:
"Meine Sichtweise wäre (wie sie es von mir verstanden hat): es entwickelt sich und dann schaut man weiter. Ihre Sichtweise (wie sie es sich wünscht): man weiß es einfach (aber woher ihre Sichtweise kommt, konnte sie mir nicht erklären) - und sie wüßte es nicht."
Es tut mir sehr leid, was Du durchmachen mußt. Das ist eine ganz andere Nummer als mein verlorenes Jahr. Als verloren betrachte ich es natürlich nicht - gewünscht hätte ich es mir bloß anders.
@Urmel_
Es gab ja kein Drama davor. Es gab nur dieses überraschende, verstörende Telefonat voller Drama am Ende.
Das bei ihr einiges anders ist, daß war mir schon klar und mir war und ist ihre Angst egal. Natürlich differieren Eigen- und Fremdbild immer, aber ich halte mich schon für einen in sich selbst ruhenden Mann (ich kann eine ganze Menge wegstecken und habe ja auch schon einiges erlebt).
Das habe ich auch immer versucht ihr zu vermitteln, z.B. sagte sie zu mir: "Du hast nie Angst, oder?" Was natürlich nicht stimmt, denn logischerweise hat jeder mal Angst. Es liegt in der Natur des Menschen, Angst zu verspüren, es ist eine evolutionäres Schutzprogramm. Es gehört aber auch zur Entwicklung dazu, zu erkennen, wann und welche man überwinden sollte.
Und ich habe, so glaube ich, in den Gesprächen und Treffen versucht ihr zu zeigen, daß ich ihr die Angst nehmen will (es ist mir offensichtlich nicht gelungen).
Wenn ich von ihr weggefahren bin z.B., dann habe ich sie immer noch mal ganz ausgiebig und ganz lange in den Arm genommen und ihr immer wieder gesagt, daß ich eigentlich nicht weg will.
Das habe ich nicht als Wettbewerb gesehen, natürlich hat sie ein Problem mit Nähe und Vertrauen und ich denke, ihr ist auch selber klar, daß es ungewöhnlich ist noch nie eine richtige Beziehung geführt zu haben (man sieht ja auch, was um einen herum passiert, Kollegen die heiraten, etc.).
Vielleicht habe ich meine eigenen Bedürfnisse zu lange und zu weit zurückgenommen um ihr auf ihrem Beziehungsniveau entgegen zu kommen und vielleicht ist dies als Schwäche meinerseits gedeutet worden. Ich dachte einfach, es paßt.
@ElGatoRojo
Wir sind alle verschieden - das ist auch gut so.
Und wozu man bereit ist oder nicht, bzw. was man sich antut, das zeigt sich ja dann auch erst ...