Zitat von Gemini:Mein Exnarz ist ja Therapeut (jeder darf sich Therapeut nennen) und ich frage mich immer wieder, ob ich eine Verantwortung seinen Patienten gegenüber habe. Er hat mir einige schlimme Dinge erzählt wie er mit den Leuten umgeht. Ich glaube, dass er seine Macht genießt, die über die Patienten hat und er redet ihnen Dinge ein die er nicht wissen kann und die er in "der geistigen Welt" sieht.
Er ist krank... Er sieht Dinge die nicht da sind, ist oft weggetreten und redet dann mit einer anderen Stimme, er sagt selbst, dass ihm andere Menschen oft unecht vorkommen. Er glaubt unsichtbare Werkzeuge benutzen zu können und Leute/Dinge mit mystischen Handbewegungen beeinflussen zu können. Er redet von Naturkatastrophen die er selbst ausgelöst hat, wie andere Leute von einer Banalität im Job...
Ich hatte immer das Gefühl, dass man seine Patienten vor ihm schützen müsste und auch, dass diese Leute ihm eine ungesunde Zufuhr geben und ihn noch kränker machen. Wäre es meine Verantwortung gewesen alle Hebel in Bewegung zu setzen? Oder war es richtig, mich nicht weiter da einzumischen?

Ist es nicht so, als wisse man, dass sein Hund bissig ist und lässt ihn trotzdem frei zwischen Kindern spielen?

Gemini, ich bin ganz begeistert, wie du darüber denkst. Und du hast vollkommen Recht, wie du die Situation einschätzt, in der ER sich befindet. Allerdings ist es tatsächlich so, dass sich eben NICHT jeder Therapeut nennen darf, geschweige denn als solcher praktizieren. In Deutschland ist das ganz klar im Psychotherapeutengesetz geregelt:
Demzufolge haben ausschließlich Ärzte und Psychologen Zugang zum Fach. An alle Zweifler, Nörgler und Besserwisser hier: ist nun mal so, hat der Gesetzgeber sich einfallen lassen und ist nicht auf meine persönliche Initiative hin entstanden! Das, was du über die "Tätigkeit" und merkwürdigen Aktivitäten deines Ex-N. berichtest, ist in dem Zusamenhang ohne Zweifel und ganz eindeutig kriminell. Das sind keine Kavaliersdelikte mehr sondern sein Tun ist wirklich gefährlich, weil echter Schaden entstehen kann, wenn nicht gar entstanden ist. Nach meinem Dafürhalten ist es geradezu deine Bürgerpflicht, dem Einhalt zu gebieten. Du kannst dich deshalb gern an die zuständigen Berufsständewerke (Ärztekammer bzw. Psychologenkammer) deines Bundeslandes wenden oder an entsprechende Rechtsanwälte.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann hat er sich selbst zu dem ernannt, was er vorgibt zu sein. Das ist Hochstapelei. Hast du jemals irgendwelche echten Dokumente über seinen Beruf, seine Ausbildung, seine Qualifikation gesehen? Hat er tatsächlich anerkannte Abschlüsse oder gar eine Berufserlaubnis? Mal abgesehen von deinem Leid kannst du hierbei froh sein, dass er sich ganz ungeniert in der Öffentlichkeit so zeigt und agiert, weil er sich damit angreifbar macht und es in typischer Narzisstenmanier nicht einmal bemerkt. Hier liegt eine echte und riesengroße Chance, einen weiteren Narzissten (wenigstens juristisch) zur Strecke zu bringen! Das hat überhaupt nichts mit Rache zu tun, sondern ist genau so zu sehen, wie du es als Beispiel mit dem bissigen Hund aufgeführt hast.
Persönlichkeitsstörung hin oder her, es darf trotzdem nicht jeder machen was er will. Das mit der Schuld und Verantwortung hatten wir ja bereits diskutiert. Im Interesse der öffentlichen Ordnung, der Gesundheit und des Rechts auf Unversehrtheit eines jeden Bürgers MUSS dieses kriminelle Vorgehen belangt werden. Ich kann dich nur ermutigen, dich weiter schlau zu machen, welche konkreten rechtlichen Schritte du unternehmen kannst. Eine Anzeige wäre zumindest ein erster Schritt. Um alles weitere kümmern sich dann andere. Ich würde mich freuen, wenn du uns darüber berichtest.