@sim
wie wahr wie wahr.. kann alles so nachvollziehn was du schreibst..
das zweite Trennungsjahr neigt sich langsam dem Ende.. und mir kommt auch
öfter der Gedanke der Weg ist nicht zuende.. das wird noch einige Zeit erfordern..
14 Jahre in so ner "Kiste".. da kommt man nicht so schnell raus..
man möchte natürlich das es schnell vorbei ist.. man wieder ein neues.. gutes Leben
starten kann..
langsam lern ich.. es gibt ein gutes Leben auch in dem Prozess der Aufarbeitung..
der Neuorientierung.. des sich selbst (wieder-) findens..
und ja auch ich könnt mir ohne Therapie nicht vorstellen wie's gehen sollte..
das sind extreme Marksteine im Leben.. zunächst ein Schuss vorn Bug wie man's sich
eigentlich nicht vorstellen kann.. zumindest nicht das man damit wieder irgendwann Segel
setzen kann..
komischerweise hat gerade das bei mir ein Umdenken.. ein Umschwenken in eine Richtung
gebracht.. die wie ich's im Moment abschätzen kann zu guter Begegnung führt.. nicht einer
pervertierten Form..
am Rande.. genau das hat ex relativ am Anfang mal beiläufig gesagt.. in etwa so wenn meine
Erinnnerung richtig ist.. er sei irgendwie perv...
und ich weiß auch noch was ich damals dachte.. red du nur.. das wird sich alles geben..
war mir so sicher..
Pustekuchen.. nix war sicher.. es war eine Selbsttäuschung und Selbstüberschätung..
für die ich jetzt büßen darf.. sag bewusst darf.. weil es mittlerweile immer mehr
zu Erkennnissen führt die ich so nicht erfahren hätte..
schade nur das es so ein "Martyrium" überhaupt braucht um an sich selbst ranzukommen..
aber so ist das Schicksal nunmal.. man sucht es sich nicht aus..
den Ausweg aber.. den kann man dann suchen und finden..
allen die noch die ersten schlimmen Wunden versorgen..
den unsäglichen Schmerz des kalten Entzugs erleiden..
es gibt einen Weg..
mit unbedingter Achtsamkeit für sich selbst und guter Fürsorge..
der Fokus auf die Person legen um die's geht.. sich selbst..
und das es nicht leicht ist.. keiner sagt was anderes.. aber allemal ist es lohnend..
und ist dann auch der Gewinn..
schicke meine Anteilnahme.. Mut und Kraft an alle die grad noch unsäglich leiden..
und leider wird's auch nicht abreissen.. aber vielleicht tragen die Erfahrungen Vieler hier dazu
bei das doch langsam ein Klima entsteht das diejenigen die an einem Punkt stehen.. Gefahr laufen
sich selbst aufzugeben.. für einen Moment innehalten um dann doch einen weniger steinigen Weg zu gehen..
das wäre mein kleiner und leiser Wunsch bei all dem immer neuen Leid das hier zum Ausdruck kommt..
dann hätte das Leiden einen größeren Sinn und wäre nicht weiter eine erneute Wiederholung ein und der
gleichen Schieflage.. ein Erkenntnisgewinn in größerem Zusammenhang.. übergeordnet..
das noch zum Wunsch.. die leise Hoffnung.. kein unnötiges Leiden mehr..