Schnably
Mitglied
- Beiträge:
- 775
- Themen:
- 3
- Danke erhalten:
- 806
- Mitglied seit:
Isabeau hat es gerade gut beschrieben. Sie sind anfangs die perfekten Schauspieler. Man kann sich ja nicht vorstellen, das alles gespielt sein soll. Auf solche Gedanken kommt man da auch gar nicht. Man genießt es einfach. Die Schmetterlinge im Bauch werden dann heftig zu ihrem Gunsten genutzt. Und ehe man sich versieht, ist man mitten drin.
Dann fängt man an, an sich selbst zu zweifeln. Ist man selbst psychisch krank? Was hat man falsch gemacht? Wir hecheln dann den Brotkrumen an Liebe hinterher, wie ein halb Verhungerter, der dankbar für jedes Häppchen ist. Wir genießen dieses Krümelchen Brot, weil wir wissen, die Hungersnot folgt gleich darauf wieder für lange Zeit.
So wurden wir emotional abhängig. Eben wie ein J..
All das Geschreibe, dieses ständige Hin und Her, dieser Krieg, wurde zur absoluten Gewohnheit. Und auf einmal ist urplötzlich Schluss damit. Als wäre der andere gestorben. All das ist nicht einfach.
Aber ich für meinen Teil genieße jeden Tag, an dem ich Ruhe hab.